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Formel 1

"Hoffentlich kann ich Alonso schlagen"

Von Interview: Alexander Mey
Jaime Alguersuari wurde in seinem ersten Formel-1-Rennen in Ungarn 15.
© Getty

Die Formel 1 hat seit dem Ungarn-GP einen Neuen: Jaime Alguersuari feierte sein Debüt für Toro Rosso und überzeugte seine Kritiker. In Valencia steht Alguersuari vor seinem ersten Heimspiel. SPOX sprach mit dem 19-Jährigen über den wahr gewordenen Traum, Musik- und Filmhits und Fernando Alonso.

SPOX: Heimspiel in Valencia. Das erste Mal vor den heimischen Fans. Wie sind die Erwartungen?

Jaime Alguersuari: Es gibt keine besonderen Erwartungen. Ich will einfach nur sukzessive schneller werden und das Auto von Rennen zu Rennen besser verstehen lernen.

SPOX: Haben Sie überhaupt schon realisiert, was da in den letzten Wochen mit Ihnen passiert ist? In Valencia im Formel-1-Auto zu sitzen, war sicher nicht Ihr ursprünglicher Plan für dieses Jahr.

Alguersuari: Nein, auf keinen Fall. Zu Beginn des Jahres habe ich gerade mal gehofft, in der kommenden Saison vielleicht ein bisschen zu testen.

SPOX: Jetzt sind Sie plötzlich mittendrin. Wie seinerzeit Sebastian Vettel, der wie Sie mitten in der Saison in die Formel 1 rutschte und heute Rennen gewinnt.

Alguersuari: Sebastian ist in der Tat ein gutes Beispiel für alle jungen Fahrer. Für mich ganz besonders, denn ich war mit ihm im Junior Team von Red Bull, als er Formel 3 gefahren ist.

SPOX: Vettel hatte bei seinem Einstieg den Vorteil, testen zu können. Das können Sie nicht. Wie wollen Sie sich trotzdem verbessern?

Alguersuari: Das lasse ich auf mich zukommen. Es geht nur darum, sich im Auto wohlzufühlen und Rennerfahrung zu sammeln. Wenn man ein guter Fahrer ist, ist man ein guter Fahrer.

SPOX: Klingt sehr selbstbewusst. Haben Sie gar keine Angst, dass der Schritt für Sie zu früh kam und die ganze Sache schiefgeht?

Alguersuari: Nicht wirklich. Dieses Jahr ist ein reines Lehrjahr. In der kommenden Saison sehen wir dann weiter.

SPOX: Da Sie so plötzlich in die Formel 1 gekommen sind, sind Sie vielen deutschen Fans noch recht unbekannt. Wie ist Ihr sportlicher Weg in die Formel 1 verlaufen?

Alguersuari: Ich habe in Spanien 1997 mit dem Kartfahren begonnen, als ich sieben Jahre alt war. Erst bin ich nur in Spanien gefahren, später ging es dann auch nach Italien und ganz Europa. Mit 15 bin ich dann ein Red-Bull-Junior geworden und vom Kart in die Renault 2.0 Euroseries umgestiegen. Mein größter Erfolg war der Gewinn der britischen Formel-3-Meisterschaft 2008.

SPOX: Lassen Sie mich mal raten, wer Ihr Vorbild war: Fernando Alonso?

Alguersuari: Als ich noch Kart gefahren bin, wurde ich vor allem von ihm beeinflusst, aber auch von Michael Schumacher. Dennoch würde ich eher Fernando als Vorbild nennen. Er ist einer der besten und routiniertesten Fahrer der Welt. Hoffentlich kann ich ihn eines Tages schlagen!

SPOX: Kannten Sie ihn schon vor Ihrem Debüt persönlich?

Alguersuari: Ja. Ich kenne ihn schon, seit er 1998 in der Formel Nissan gefahren ist.

SPOX: Jetzt aber genug vom Motorsport. Wie sieht es mit Ihrem persönlichen Werdegang aus?

Alguersuari: Ich habe das Gymnasium beendet und wäre als nächstes auf die Universität gegangen.

SPOX: Um welchen Beruf auszuüben?

Alguersuari: Ich wäre wohl Musik-Produzent oder DJ geworden, wenn es mit dem Motorsport nicht geklappt hätte.

SPOX: Musik ist Ihr großes Hobby. Was haben Sie sonst noch für Interessen? Filme zu Beispiel?

Alguersuari: Stimmt, ich mache in meiner Freizeit hauptsächlich Musik. Ich produziere und mixe elektronische Musik, House oder Tech Tendencies. Ich mag alle Arten von Musik, aber in erster Linie Dance-Musik. Und ach ja: Mein Lieblingsfilm ist "Armageddon".

Jaime Alguersuari im Porträt

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