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Formel 1

Red-Bull-Doppelsieg: Vettel siegt vor Webber

SID
Sebastian Vettel gewann den zweiten Grand Prix seiner Karriere
© Getty

Sebastian Vettel ist auf dem Weg zum neuen Regengott der Formel 1. Der Deutsche gewann den China-GP bei extrem schwierigen Bedingungen souverän vor seinem Teamkollegen Mark Webber. Für Red Bull war es nicht nur der erste Sieg, es war sogar der erste Doppelsieg. WM-Spitzenreiter Jenson Button belegte im Brawn GP Platz drei.

Sebastian Vettel hat das zweite Formel-1-Rennen seiner Karriere gewonnen. Der 21-Jährige siegte beim turbulenten Großen Preis von China, der aus Sicherheitsgründen im strömenden Regen hinter dem Safety-Car gestartet worden war, vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber aus Australien.

"Ich bin extrem glücklich", sagte Vettel, der vor dem Rennen nicht einmal sicher gewesen war, ob sein Auto überhaupt halten würde. Schließlich hatte er das ganze Wochenende über große Probleme mit der Hinterradaufhängung. "Das Auto war fantastisch, man muss aber erwähnen, dass das Team wirklich verdammt gute Arbeit bei der Vorbereitung des Autos geleistet hat."

Red-Bull-Teamchef Christian Horner freute sich im Premiere-Interview ebenso riesig über den ersten GP-Erfolg seines Rennstalls. "Es war ein fantastisches Rennen des ganzen Teams. Ich bin irrsinnig stolz. Ein großartiges Ergebnis von Red Bull, ein unglaubliches Ergebnis."

Button: "Die Jungs konnten wir nicht herausfordern"

Rang drei belegte WM-Spitzenreiter Jenson Button (Brawn GP). "Die Jungs konnten wir heute nicht herausfordern, sie waren unglaublich schnell", sagte der der Brite. Button hat jetzt 21 Punkte auf dem Konto. Es folgt sein Brawn-GP-Kollege Rubens Barrichello mit 15 Zählern.

Der Brasilianer wurde im Rennen Vierter vor Silberpfeil-Pilot Heikki Kovalainen. Weltmeister Lewis Hamilton landete in seinem McLaren-Mercedes nach zahlreichen Drehern auf Position sechs.

Heidfeld und Rosberg kritisieren Bedingungen

Timo Glock fuhr im Toyota auf Rang sieben noch in die Punkte, Nick Heidfeld (BMW) landete auf Platz zwölf und beschwerte sich danach bei Premiere bitter über den Umgang der Stewards mit den Verhältnissen: "Für mich war es deutlich schlimmer als in Malaysia. Ich hätte das Rennen ehrlich gesagt nicht gestartet. Wir hatten katastrophale Sicht und Aquaplaning schon in den ersten Runden. Ich bin überrascht, dass nicht noch mehr passiert ist."

Nico Rosberg (Williams) wurde 15. und haderte ebenfalls mit den Bedingungen: "Ich konnte nix sehen. Demnach war es echt schwierig. Es war das erste Mal, dass ich mir überlegt habe, ob ich nicht in die Box fahre und das Auto abstelle."

Adrian Sutil (Force India) schied nach einem schweren Unfall kurz vor Schluss auf Punktekurs aus - bitter. "Ich hatte das gleiche Gefühl wie damals bei meinem Aus in Monaco. Man kann es nur schwer begreifen, wenn man so kurz vor dem Ende die Kontrolle verliert und plötzlich alles vorbei ist", sagte Sutil.

Erneutes Ferrari-Debakel

Ein Debakel erlebte das Weltmeister-Team Ferrari: Der Finne Kimi Räikkönen wurde als Zehnter gewertet, Vize-Weltmeister Felipe Massa (Brasilien) schied aus.

Damit steht die stolze Scuderia Ferrari nach drei Rennen immer noch ohne Punkte da. Der vierte WM-Lauf des Jahres findet schon am kommenden Sonntag in der Wüste Bahrains statt.

So lief das Rennen:

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