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Formel 1

Ecclestone: "Wir haben Ferrari gekauft"

SID
Formel-1-Boss Bernie Ecclestone rettete angeblich den Williams-Rennstall höchstpersönlich
© Getty

Beim Dauer-Thema Geldverteilung ist Formel-1-Chef Bernie Ecclestone angesichts der Nobel-Probleme von Branchen-Krösus Ferrari offensichtlich der Kragen geplatzt.

Während das Honda-Team nach dem Ausstieg des namengebenden Hauptsponsors verzweifelt nach einem neuen Geldgeber sucht, hatte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Ansprüche auf Mehreinnahmen bei der Vermarktung der Königsklasse gestellt.

Die Forderung lässt Ecclestone aber nicht gelten. "Ferrari erhält mehr Geld als jedes andere Team. In diesem Jahr haben sie die Konstrukteurswertung gewonnen und 80 Millionen Dollar mehr erhalten als McLaren. Ferrari hat über Jahre hinweg die größte Unterstützung erhalten. Statt mehr Geld zu fordern, sollte es sich di Montezemolo überlegen, die Extra-Einnahmen mit anderen Rennställen zu teilen", sagte Ecclestone in einem Interview der "Times".

Und mehr noch: "Wir haben Ferrari gekauft. Wir haben uns ihre Loyalität erkauft. Daher kommen die 80 Millionen Dollar", polterte Ecclestone los. Dabei bezog er sich auf das Jahr 2003, als Ferrari als einziger Hersteller gegen die Einführung einer Konkurrenz-Serie zur Formel 1 war.

Angebote für Honda-Rennstall

Die Idee des Teilens kommt derzeit im Prinzip gerade beim Honda-Team gut an. Dem Rennstall fehlen rund 300 Millionen US-Dollar, nachdem der Sponsor Honda Motor Company wegen der aktuellen Weltwirtschaftslage den Formel-1-Ausstieg Anfang des Monats beschlossen hatte.

Team-Exekutivchef Nick Fry gibt sich dennoch zuversichtlich: "Ich habe zusammen mit Teamchef Ross Brawn Gespräche mit potenziellen neuen Eignern geführt und interessante Angebote erhalten". Zu den Interessenten sollen "zwei oder drei "Global Player" gehören", Details gebe es allerdings noch nicht.

Auf jeden Fall werde zunächst die Entwicklung des neuen Boliden für die Saison 2009 vorangetrieben. "Wir werden auch in den nächsten Wochen an dem neuen Wagen weiterarbeiten, um für den Saisonstart Ende März in Melbourne gerüstet zu sein", sagt Fry.

Der Formel-1-Rennkalender 2009 im Überblick

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