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Formel 1

Die große bunte Massa-Show

Von SPOX
Felipe Massa war im ersten Training der schnellste Mann auf der Strecke
© xpb

München - Felipe Massa ist der große Gewinner des Freitagstrainings zum Frankreich-GP. Bereits in der ersten Session am Vormittag knallte der Ferrari-Pilot in 1:15,306 Minuten die klare Tagesbestzeit auf den Asphalt.

Offenbar mit neuen Reifen und relativ leerem Tank legte der Brasilianer knapp fünf Zehntelsekunden zwischen sich und den zweitbesten, Doppelweltmeister Fernando Alonso.

Der Spanier machte mit einer Showrunde kurz vor Ende der zweiten Session die französischen Renault-Fans glücklich und lieferte die Bestzeit am Nachmittag. Im Rennen wird er diesen Platz gegen Ferrari, McLaren-Mercedes und BMW-Sauber aber kaum halten können.

BMW-Sauber in Schlagdistanz

Hinter dem Spanier lieferten sich Kimi Räikkönen, Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen ein enges Duell. Ferrari und McLaren-Mercedes scheinen also ungefähr auf Augenhöhe zu sein.

Hier geht's zu den besten Bildern vom Training

Nicht schlecht war auch die Leistung von BMW-Sauber. Robert Kubica landete mit rund einer Sekunde Rückstand auf die Bestzeit auf Platz sieben. Nick Heidfeld war nur knapp langsamer und wurde Achter. Traditionell decken die Weiß-Blauen im Training ihr wahres Potenzial noch nicht auf.

Es gab aber auch noch kleine Probleme: "Das war ein recht schwieriger Freitag für mich. Wegen eines technischen Problems haben wir im zweiten Training etwas Zeit verloren. Außerdem war die Fahrzeugbalance etwas seltsam und das Auto daher schwierig zu fahren", sagte Kubica.

Vettel bärenstark

Eine bärenstarke Vorstellung lieferte Sebastian Vettel ab. Er kommt mit dem neuen Toro Rosso immer besser zurecht und mischte als Sechster mitten im Konzert der ganz Großen mit.

Nico Rosberg, der wie Hamilton wegen des Crashes in der Boxengasse von Montreal zehn Startplätze Strafe bekommen hatte, landete auf Position elf. Timo Glock und Adrian Sutil belegten die Plätze 14 und 20.

FIA testet neue Safety-Car-Regeln

Nach Abschluss der zweiten Session testete die FIA noch eine neue technische Lösung für die Safety-Car-Phasen. Die meisten Piloten fuhren eine Abschlussrunde, in der die Computer die Rundenzeit festlegten, die mindestens gefahren werden muss, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Diese Zeit soll 20 Prozent über der jeweiligen Bestzeit des Piloten liegen.

Reifen machen Probleme

Eine weitere spannende Frage der Sessions war: Wie bekommt man das extreme Graining der Reifen in den Griff?

Jedes Team hatte vor allem am Vormittag schon bei den harten Pneus damit zu kämpfen, dass das Gummi schnell anfing zu körnen und somit der Grip vor allem auf den Vorderreifen stark nachließ. Starkes Untersteuern und rutschen waren die Folgen.

"Es geht schon in der ersten Runde los. In der zweiten und der dritten ist es dann ganz extrem", beschwerte sich WM-Leader Robert Kubica über Funk bei seinen Mechanikern.

Asphalttemperatur entscheidend

Am Nachmittag kamen dann auch die weicheren Reifen zum Einsatz. Es gab zwar weiterhin einige Ausrutscher, bei heißerem Asphalt waren aber ähnliche Rundenzeiten möglich wie am Morgen mit den härteren Pneus.

Es wird also wesentlich von den Streckentemperaturen am Samstag abhängen, mit welcher Reifenmischung die Teams das Qualifying angehen.

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