Cookie-Einstellungen
Formel 1

Hülkenberg fasziniert - Slicks dominieren

SID
Hülkenberg, Nico
© Getty

Frankfurt - Nach seinen ersten Fahrten im Formel-1-Flitzer hatte Nico Hülkenberg das PS-Fieber so richtig gepackt.

"Das Faszinierende sind die Fliehkraft und die Beschleunigung und wie schnell alles auf einen zukommt", berichtete der 20-Jährige aus Emmerich nach seinen Runden mit einem Williams-Toyota im spanischen Jerez.

Der Schützling von Michael-Schumacher-Manager Willi Weber hofft auf einen Job als Testfahrer bei dem englischen Rennstall, für den bereits Nico Rosberg aus Wiesbaden seit zwei Jahren als Stammpilot fährt. "Es ist ein Kennenlernen zwischen uns und Williams, um zu sehen, ob eine weitere Zusammenarbeit möglich ist", sagte Hülkenberg.

Großes deutsches Aufgebot 

Der aus Emmerisch stammende gelernte Speditionskaufmann zählte beim Auftakt der viertägigen Tests auf dem andalusischen Asphalt zum deutschen Aufgebot mit Nick Heidfeld (BMW-Sauber) aus Mönchengladbach, Sebastian Vettel (Toro Rosso) aus Heppenheim und Toyota-Debütant Timo Glock aus Wersau.

Zudem stoßen noch Ralf Schumacher - der Kerpener will im Wagen des indischen Teams Force India seine Visitenkarte um Kampf um ein Cockpit 2008 abgeben - sowie Rosberg, Adrian Sutil (Force India/Gräfelfing) und auch Michael Schumacher hinzu. Der vor über einem Jahr zurückgetretene Rekord-Weltmeister wird für Ferrari testen, zwei Tage nachdem Nachfolger und Champion Kimi Räikkönen im roten Renner saß.

Vizeweltmeister Lewis Hamilton steigt am 5. Dezember ins Testgeschehen ein, und voraussichtlich kommt es einen Tag darauf zum Aufeinandertreffen mit dem siebenmaligen Titelträger Schumacher.

Slicks domieren das Training

Die Bestzeit am ersten Trainingstag fuhr Nick Heidfeld im BMW Sauber mit 1:19.042 Minuten) vor Jenson Button im Honda (+ 0,113 Sek.). Beide Piloten waren zu Testzwecken als erste Fahrer seit vielen Jahren auf Slicks unterwegs und distanzierten prompt die Konkurrenz.

Heidfeld war dabei sogar zwei Sekunden schneller als mit den normalen Rillenreifen. Auf diesen war auch Pedro de la Rosa unterwegs, der mit 0,670 Sekunden Rückstand Dritter wurde.

Die weiteren Deutschen folgten mit großem Abstand. Glock wurde mit 2,294 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit 13, Hülkenberg bei seiner Premiere mit 2,514 Sekunden Rückstand 15.

Unter großer Beobachtung stand auch das Comeback von Kimi Räikkönen, der sich vergangene Woche eine kleine Auszeit gegönnt hatte, und in Jerez nun mit 1,041 Sekunden Vierter wurde. Deutlich vor seinem Teamkollegen Marc Gene (9./+ 1,885 Sekunden).

Viele Knöpfe und Lichter 

Hülkenberg, der bis zur Mittagspause 30 Runden absolvierte und dabei nach einem Dreher einmal im Kies landete, wird von Experten eine große Karriere vorausgesagt. In der vergangenen Saison trug er maßgeblich zum Gesamtsieg des deutschen Weber-Teams in der A1-Grand- Prix-Serie bei.

2005 hatte Hülkenberg bereits die Formel BMW ADAC gewonnen. Im kommenden Jahr wird er wie schon 2007 auch in der Formel 3 Euroseries an den Start gehen. Von seinen bisherigen 14 Rennen der Nachwuchsrunde entschied er drei zu seinen Gunsten.

Ein mögliches Engagement als Testpilot bei Williams-Toyota, für das neben Rosberg im kommenden Jahr der Japaner Kazuki Nakajima fahren wird, wäre terminlich kein Problem, versicherte Hülkenberg. Er fühle sich "sehr, sehr wohl" in dem Auto - auch wenn es im Cockpit "viele Knöpfe und Lichter" gibt.

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung