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Eishockey

Deutschland wahrt Chance aufs Viertelfinale

Von Stefan Petri
Durch das starke 2:0 gegen Lettland wahrte sich das deutsche Team die Chance aufs Weiterkommen
© getty

Ein souveräner Sieg gegen Lettland hat dem DEB-Team bei der Eishockey-WM in Schweden und Finnland die Tür zum Viertelfinale offen gehalten. Zumindest der Klassenerhalt dürfte angesichts von vier Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Lettland sicher sein. Christoph Ullmann und Patrick Hager trafen für das deutsche Team, Rob Zepp lieferte seinen zweiten Shutout des Turniers.

"Mit dem Abstieg haben wir nichts mehr zu tun. Jetzt schauen wir nur noch nach oben", sagte Ullmann zu "Sport1". Und Hager meinte: "Es tut gut, dass wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Wir haben uns für das Turnier viel vorgenommen. Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition und zweimal zu null gespielt. Darauf können wir aufbauen."

Deutschland - Lettland 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)

Tore: 1:0 Ullmann (28:05), 2:0 Hager (43:05)

Strafen: 5:5

Das Spiel war in der Anfangsphase völlig offen, ein Schuss von Jens Baxmann war die erste gelungene Angriffsaktion, landete aber im Gesicht eines lettischen Verteidigers, der daraufhin behandelt werden musste.

Eine Minute später prüften Philip Gogulla und Christoph Ullmann Goalie Kristers Gudlevskis, der seinen Kasten aber zunächst sauber hielt. Auch in der Folge hatte Deutschland das Spiel unter Kontrolle und erspielte sich auch die eine oder andere Chance.

Nach zehn Minuten kassierte das deutsche Team innerhalb von zwei Sekunden zwei Zeitstrafen und musste dadurch fast zwei Minuten in doppelter Unterzahl auskommen. Die Letten wussten damit aber nichts anzufangen und kassierten ihrerseits nach einer Minute in Überzahl eine Zeitstrafe wegen Beinstellens - Deutschland hatte also nach überstandener Unterzahl selbst ein Powerplay, das aber nichts einbrachte.

Insgesamt hatte Deutschland in den ersten 20 Minuten ein leichtes Übergewicht, aber beide Teams vergaben ihre Großchancen fahrlässig. Ein weiteres Powerplay der Letten blieb ebenfalls ohne Konsequenzen.

Im zweiten Drittel waren die Letten die etwas bessere Mannschaft, auch wenn sich Deutschland ebenfalls gute Chancen erspielte. Mitten in einer Drangphase der Osteuropäer fiel dann der Führungstreffer für das Team von Bundestrainer Pat Cortina: Gogulla passte von links mit der Rückhand auf Ullmann, der zentral vor dem Tor aus etwa sieben Metern direkt abzog und den Puck links unter der Latte unterbrachte.

Danach hatten die Deutschen wieder Oberwasser und zeigten sogar ein viertes erfolgreiches Penalty Killing. Zepp bewies darüber hinaus ein ums andere Mal, dass die Entscheidung des Trainers, ihn erneut auf das Eis zu lassen, richtig gewesen war.

Im letzten Drittel ließen die Deutschen zunächst ein eigenes Powerplay ungenutzt, aber dann klingelte es doch: Patrick Hager zog freistehend ins gegnerische Drittel und hielt aus zentraler Position einfach mal drauf. Sein Schlenzer passte ganz genau links oben ins Eck - sein erstes Turniertor.

Anschließend wurde die Partie immer zerfahrener, beide Teams boten wenig Konstruktives nach vorn. Zehn Minuten vor dem Ende rettete Zepp einmal mehr stark gegen Lauris Darzins, die Letten bliesen zur Schlussoffensive.

Aber Deutschland verteidigte stark, gewann die Zweikämpfe und leistete sich keine Strafzeiten mehr. Hätte man die Konter in der Schlussphase besser ausgespielt, hätte der Sieg durchaus auch noch höher ausfallen können. Lettland gab sich geschlagen und nahm in den letzten Minuten auch den Goalie nicht mehr vom Eis, um einen weiteren Feldspieler zu bringen.

Aufregung gab es 15 Sekunden vor Schluss, als der Lette Martins Cipulis Yannic Seidenberg völlig grundlos einen Ellbogencheck gegen den Kopf verpasste und mit einer Großen Strafe rausmusste.

In der Tabelle der Gruppe H sind die Deutschen nun punktgleich hinter den Slowaken Fünfter, der vierte Platz würde fürs Viertelfinale reichen. Mit den USA und Russland haben die Slowaken allerdings ein schwereres Restprogramm als Deutschland, das sich am Sonntag mit den Amerikanern und zwei Tage später mit Frankreich messen muss.

Die Eishockey-WM im Überblick

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