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Eishockey

DEB-Team überzeugt bei WM-Genaralprobe

SID
Uwe Krupp ist seit Dezember 2005 Trainer der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft
© Getty

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat eine erfolgreiche WM-Generalprobe gefeiert. Sechs Tage vor der Weltmeisterschaft in der Schweiz gewann das Team von Bundestrainer Uwe Krupp sein letztes Vorbereitungsspiel 7:2 (1:1, 3:0, 3:1) gegen Dänemark.

Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die bereits zwei Tage zuvor denselben Gegner 3:0 geschlagen hatte, bestätigte noch ohne ihre NHL-Profis und die Spieler der DEL-Finalisten Eisbären Berlin und Düsseldorfer EG ihre zuletzt starken Leistungen.

Vor 3321 Zuschauern in Memmingen erzielten Torjäger Michael Wolf von den Iserlohn Roosters (18., 21. und 42.), der Kölner Moritz Müller (30.), der Mannheimer Marcus Kink (30.), der Tölzer Travis James Mulock (46.) und der Wolfsburger Kai Hospelt (55.) die Treffer für die DEB-Auswahl, die ihren vierten Sieg im sechsten WM-Test feierte.

Nur Tschechien war besser

Nur gegen den elfmaligen Weltmeister Tschechien hatte das Krupp-Team zweimal verloren (2:6, 3:5).

Die Dänen, die die sechste Niederlage in Folge gegen die deutsche Mannschaft kassierten, hatte Nicklas Hardt in Führung gebracht (12.). Zudem traf Peter Regin (47.).

"Das war die beste Leistung in der Vorbereitung. Wir haben unser Spielsystem umgesetzt, das Überzahlspiel war effektiv - ich bin rundum zufrieden", sagte Krupp.

WM-Auftakt gegen Russland

Für die DEB-Auswahl beginnt die WM am kommenden Freitag gegen Titelverteidiger Russland, die weiteren Vorrundengegner sind Gastgeber Schweiz und Frankreich. Im Tor kam Dimitri Pätzold von den Hannover Scorpions zu seinem ersten Einsatz in der Vorbereitung.

Der 26-Jährige ist für die WM als Nummer eins gesetzt. Nicht mehr zum Team gehörte Rückkehrer Thomas Greilinger. Der Ingolstädter, der nach fünf Jahren sein Comeback in der Nationalmannschaft gegeben hatte, musste den Traum von der WM-Teilnahme wegen einer Schultereckgelenksprengung begraben.

NHL-Stars noch nicht dabei

Während die Dänen bereits ihre NHL-Profis Peter Regin (Ottawa Senators) und Mikkel Bödker (Phoenix Coyotes) aufs Eis schickten, stößt die deutsche Verstärkung aus Übersee erst Anfang der kommenden Woche zum Team.

Verteidiger Christoph Schubert (Ottawa) und Stürmer Jochen Hecht (Buffalo Sabres) reisen direkt in die Schweiz. Am Dienstag fliegen auch die Berliner und Düsseldorfer Nationalspieler nach Bern.

Bangen um Hecht

Die WM-Teilnahme von NHL-Profi Jochen Hecht ist allerdings noch unklar, weil die Zustimmung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) fehlt. Hecht steht nur auf Abruf im WM-Aufgebot, das Krupp nach dem Spiel benannte.

Der Stürmer gehörte nicht wie von der NADA gefordert zum vorläufigen WM-Kader, der vor einem halben Jahr erschienen war, und hofft nun auf eine Ausnahmegenehmigung.

Deshalb unterzog sich Hecht in Buffalo bereits einer Dopingkontrolle, die im beschleunigten Verfahren ausgewertet wird. Der DEB rechnet bis Dienstag mit grünem Licht. "Ich bin optimistisch", sagte DEB-Präsident Uwe Harnos.

Zeitstrafen prägen die Partie

Im Anfangsdrittel bot sich für das Krupp-Team viel Gelegenheit, Unter- und Überzahl zu üben. Als gleich zwei Spieler auf der Strafbank saßen, funktionierte das "Penalty-Killing" nicht: Pätzold wehrte einen Schuss von Regin nach vorne ab, Hardt bugsierte den Puck ins Netz.

Auf der Gegenseite hätte Sebastian Osterloh in Unterzahl fast den Ausgleich erzielt. Der Frankfurter Verteidiger spielte bei einem Konter Torhüter Patrick Galbraith aus, verfehlte dann aber aus spitzem Winkel das leere Tor (17.).

Starkes deutsches Powerplay

Besser lief es im Powerplay. Nachdem Galbraith einen Schuss von Sven Butenschön noch abgewehrt hatte, schaufelte Torjäger Wolf die Scheibe ins Netz. Es war bereits das 24. Länderspieltor des Iserlohners.

Nummer 25 folgte nur zehn Sekunden nach Wiederbeginn - damit war das DEB-Team auf der Siegerstraße. Noch einmal wurde es gefährlich, als NHL-Profi Regin allein auf das deutsche Tor zusteuerte, doch Pätzold parierte glänzend (30. ).

Nachdem Moritz Müller in Überzahl und Kink mit einem Bauerntrick innerhalb von 20 Sekunden auf 4:1 erhöht hatten, war der Widerstand der Dänen gebrochen.

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