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Eishockey

Weltverband wehrt sich gegen Generalverdacht

SID
Alexej Tscherepanow hat vor seinem Tod gedopt
© Getty

Nach dem erschütternden Befund zum Tod des russischen Eishockey-Spielers Alexej Tscherepanow hat sich der Weltverband IIHF gegen einen Doping-Generalverdacht gewehrt.

Nach dem erschütternden Befund zum Tod des russischen Eishockey-Spielers Alexej Tscherepanow hat sich der Weltverband IIHF gegen einen Doping-Generalverdacht gewehrt.

Als Argument für die Einzeltäter-Theorie veröffentlichte die IIHF die Bilanz der Dopingkontrollen der vergangenen Jahre.

Zehn positive Proben zwischen 2003 und 2008

"Es wird immer einzelne Athleten geben, die versuchen, zu betrügen, und die glauben, dass verbotene Substanzen ihre Leistung steigern", sagte IIHF-Chefmediziner Mark Aubry am Rande der U20-WM im kanadischen Ottawa.

Laut des Weltverbandes hat es zwischen 2003 und 2008 bei 1298 internationalen Wettkämpfen lediglich zehn positive Proben gegeben. Zusätzlich führten die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) sowie die nationalen Agenturen zwischen 2004 und 2007 noch einmal 14.506 unangemeldete Trainingskontrollen mit 56 positiven Befunden durch.

Tscherepanow war gedopt

Das vor zwei Monaten verstorbene Talent Tscherepanow hatte vor seinem Tod verbotene Substanzen eingenommen. Dieses Ergebnis war am Montag von den russischen Untersuchungsbehörden veröffentlicht worden.

Bei Analysen nach seinem Tod hatten Forensikexperten Spuren von leistungssteigernden Mitteln in seinem Blut gefunden. Der junge Spieler war am 13. Oktober in der Partie seines Klubs Awangard Omsk gegen Witias Tschechow im letzten Drittel zusammengebrochen.

"Sibirien-Express" hatte einen Herzfehler

Der Stürmer, 2007 vom NHL-Klub New York Rangers gedraftet, wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert, doch die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten.

Der "Sibirien-Express" galt als eines der größten russischen Eishockey-Talente der Gegenwart, hätte aber laut Befund wegen einer chronischen Herzmuskelentzündung gar nicht als Profisportler spielen dürfen.

Angeblich denkt die Staatsanwaltschaft über eine Klage gegen die Vereinsärzte nach.

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