Wintersport

FIS-Präsidentschafts-Kandidat Johan Eliasch: „Wir müssen TV-tauglichere Formate finden“

Von SPOX Österreich
FIS-Präsidentschafts-Kandidat Johan Eliasch: „Wir müssen TV-tauglichere Formate finden“

Der britische Milliardär Johan Eliasch hat über seine Ziele und Visionen gesprochen, sollte er zum neuen Präsidenten des Welt-Skiverbandes (FIS) gewählt werden.

"Wir müssen bessere und TV-tauglichere Formate finden", sagt der Eigentümer des Sportartikelherstellers Head im Interview mit der Kleinen Zeitung. "Die Kombination ist im TV schlecht zu übertragen. Ein Parallelslalom ist aus meiner Sicht viel besser geeignet, um Leute zum Zuschauen zu bringen. Je unterhaltsamer es wird, desto mehr schauen zu - je mehr zuschauen, desto mehr bekommt man für TV-Rechte. Je mehr Geld wir bekommen, desto mehr können wir investieren."

Der schwedischstämmige Wintersportliebhaber, dessen Vermögen sich geschätzt auf rund 2,6 Milliarden Euro beläuft, will bei der kommenden Präsidentschaftswahl der FIS kandidieren. Die Wahl hätte ursprünglich Mitte Mai in Pattaya (Thailand) auf dem FIS-Kongress stattfinden sollen, aufgrund der Corona-Pandemie wurde diese jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben. Eliasch könnte Nachfolger von Gianfranco Kasper werden, der dieses Amt seit 22 Jahren innehat und dieses nun abgeben möchte.

"Wintersport sollte weltweit wahrgenommen werden wie die Formel 1 oder Tennis. Winter- und Skisport muss besser erkennbar sein, es braucht mehr Öffentlichkeit", stellt Eliasch klar und erklärt, was es dafür braucht: "Unterhaltung, Marketing, neue Formate, mehr weltweite Reichweite - alles Initiativen, die mehr Geld bringen sollen, das wiederum in den Sport und seine Entwicklung, sein Wachstum investiert wird."

Johan Eliasch: "Die Athleten müssen Stimmrecht haben"

Eliasch sieht vor allem Asien, Osteuropa, Russland und Südamerika als Märkte mit Wachstumspotential: "Wäre ein chinesischer Star nicht wunderbar?" Zudem appelliert er, dass der Sport inklusiver werden müsse. Der Unterhaltung zuliebe solle man "Frauen und Männer öfter an einem Ort fahren lassen".

Der Milliardär spricht sich weiter für mehr Mitspracherecht der Sportler und Sportlerinnen aus: "Die Athleten müssen Stimmrecht haben, nicht nur eine Stimme bekommen." Sollte Eliasch die Wahl nicht für sich entscheiden, hofft er, "dass die FIS einen wirklich qualifizierten Präsidenten bekommt. Ich selbst dachte immer, dass Peter Schröcksnadel der beste Mann wäre. Als ich ihn einmal fragte, warum er es nicht macht, sagte er: Warum nicht Du?"

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