Wintersport

Alice Robinson feiert in Sölden ersten Weltcup-Sieg - Mikaela Shiffrin geschlagen

Von SPOX Österreich/APA
Alice Robinson schlug Shiffrin.
© GEPA

Die erst 17 Jahre alte Alice Robinson hat am Samstag sensationell den Weltcup-Auftakt in Sölden gewonnen. Die Zweite des Finales der Vorsaison bezwang US-Topfavoritin Mikaela Shiffrin im Riesentorlauf um 0,06 Sekunden. Dritte wurde Vorjahressiegerin Tessa Worley (FRA/0,36).

Robinson feierte ihren ersten Sieg im Weltcup und bekommt dafür ein Preisgeld in Höhe von 45.000 Schweizer Franken. Nach dem ersten Rennen der Saison übernimmt sie somit auch die Führung im Gesamtweltcup. "Es war unglaublich eng, ich war sehr nervös und wollte aber das Rennen nur genießen", sagte Robinson.

Beim Saisonfinale im März in Soldeu (Andorra) hatte Robinson als Zweite hinter Shiffrin bereits groß aufgezeigt, davor war sie als 16. in Spindleruv Mlyn erst einmal in die Punkte gekommen. Im Betreuerteam des Teenagers sind ehemalige Coaches von Lindsey Vonn am Werk. Sie sorgte für den erst sechsten Weltcupsieg für Neuseeland, den ersten im Riesentorlauf.

Shiffrin verpasste es damit, nahtlos an ihre Erfolgsserie aus dem Vorjahr anzuschließen. "Im ersten Rennen auf dem Podium zu stehen, ist gut", sagte Shiffrin nach dem Rennen dem ORF. "Ich bin wirklich froh mit meiner Leistung. Ich schwankte am Morgen zwischen zwei verschiedenen Skiern, es war okay. Es wird jetzt interessant, wie es weiter geht. Alice ist wirklich stark, es ist cool, wie sie fährt."

Für die verletzungs-dezimierten ÖSV-Damen holte überraschend Franziska Gritsch als Siebente (1,41 zurück) das beste Ergebnis. Gritsch griff aus Halbzeitrang 28 an. "Ich freue mich wahnsinnig, dass ich es im zweiten Durchgang zeigen konnte. Ich habe Gas gegeben, ich finde das einfach mega", sagte die Ötztalerin, die in ihrem sechsten Riesentorlauf das erste Mal punktete. Eine weitere große Überraschung im Finale war die Norwegerin Maria Therese Tviberg, die mit Startnummer 58 nach Platz 26 zur Pause auf Endrang sechs fuhr. Es war erst ihr zweiter Weltcup-Riesentorlauf.

ÖSV-Damen bangen um Bernadette Schild

Aus ÖSV-Sicht wurde das Rennen von einem schweren Sturz von Bernadette Schild überschattet. Schild war zur Halbzeit als Zwölfte beste ÖSV-Läuferin gewesen, wurde nach einem Sturz im Finale aber mir Verdacht auf Knieverletzung mit dem Hubschrauber abtransportiert und ins Sanatorium Kettenbrücke nach Innsbruck geflogen.

Überhaupt nicht funktionierte es am Nationalfeiertag für Ricarda Haaser (28.) und Eva-Maria-Brem (25.), die vermeintlich Österreichs Hoffnungsträgerinnen gewesen waren. Im Gegenzug gab es den erfreulichen Angriff von Lokalmatadorin Gritsch, die sich von Rang 28 auf sieben verbesserte. "Ich freue mich wahnsinnig, dass ich es im zweiten Durchgang zeigen konnte. Ich habe Gas gegeben, ich finde das einfach mega", sagte die Ötztalerin, die in ihrem sechsten Riesentorlauf das erste Mal punktete.

Speed-Spezialistin Ramona Siebenhofer fuhr sich im Finale von 27 auf zehn. Für sie war es der erste Riesentorlauf seit Jänner 2016, in Sölden war sie zuletzt 2015 mit dabei. "Alte Liebe rostet nichts, es ist ein bisschen eine Herzensdisziplin von mir. Ich möchte mir offen halten, wo ich fahre, der Fokus soll auf den Speed-Disziplinen bleiben." Katharina Truppe wurde 19. Und Brem rätselte. "Eigentlich passt alles, aber es hat heute nicht hingehaut. Es ist jetzt wichtig, dass ich mich nicht verunsichern lasse."

Zwar mit großem Rückstand, aber immerhin hatten es sechs ÖSV-Läuferinnen in den zweiten Durchgang geschafft, für Elisa Mörzinger (54.), Nadine Fest (56.) und Rosina Schneeberger (59.) war die Aufgabe mit ihren höhen Startnummern zu schwierig gewesen. Nur drei Ausfälle bei 63 Zielankünften zeigten aber, dass die Piste gut standgehalten hatte.

Riesenslalom Sölden: Endstand zum Weltcup-Auftakt

Platz

Athletin

Zeit

Rückstand

1. Lauf

2. Lauf

1.

Alice Robinson (NZL)

2:17,36

1:08,03

1:09,33

2.

Mikaela Shiffrin (USA)

2:17,42

+00,06

1:07,89

1:09,53

3.

Tessa Worley (FRA)

2:17,72

+00,36

1:09,13

1:08,59

4.

Mina Fürst Holtmann (NOR)

2:18,21

+00,85

1:08,95

1:09,26

5.

Federica Brignone (ITA)

2:18,23

+00,87

1:08,75

1:09,48

6.

Maria Therese Tviberg (NOR)

2:18,39

+01,03

1:10,43

1:07,96

7.

Franziska Gritsch (AUT)

2:18,77

+01,41

1:10,55

1:08,22

8.

Lara Gut-Behrami (SUI)

2:18,82

+01,46

1:09,97

1:08,85

9.

Michelle Gisin (SUI)

2:18,83

+01,47

1:10,00

1:08,83

10.

Ramona Siebenhofer (AUT)

2:18,86

+01,50

1:10,49

1:08,37

11.

Tina Robnik (SLO)

2:18,91

+01,55

1:10,08

1:08,83

12.

Marta Bassino (ITA)

2:19,02

+01,66

1:09,93

1:09,09

13.

Viktoria Rebensburg (GER)

2:19,09

+01,73

1:09,76

1:09,33

14.

Petra Vlhova (SVK)

2:19,14

+01,78

1:09,36

1:09,78

15.

Wendy Holdener (SUI)

2:19,21

+01,85

1:09,96

1:09,25

16.

Andrea Ellenberger (SUI)

2:19,25

+01,89

1:10,24

1:09,01

17.

Sara Hector (SWE)

2:19,35

+01,99

1:09,82

1:09,53

18.

Lena Dürr (GER)

2:19,43

+02,07

1:10,39

1:09,04

19.

Katharina Truppe (AUT)

2:19,67

+02,31

1:10,05

1:09,62

20.

Thea Louise Stjernesund (NOR)

2:19,78

+02,42

1:09,55

1:10,23

21.

Irene Curtoni (ITA)

2:19,84

+02,48

1:10,02

1:09,82

.

Nina O'Brien (USA)

2:19,84

+02,48

1:10,32

1:09,52

23.

Ana Bucik (SLO)

2:19,95

+02,59

1:10,00

1:09,95

24.

Roberta Melesi (ITA)

2:20,01

+02,65

1:10,81

1:09,20

25.

Eva-Maria Brem (AUT)

2:20,14

+02,78

1:10,41

1:09,73

26.

Francesca Marsaglia (ITA)

2:20,15

+02,79

1:09,73

1:10,42

27.

Alexandra Tilley (GBR)

2:20,77

+03,41

1:10,86

1:09,91

28.

Ricarda Haaser (AUT)

2:25,16

+07,80

1:10,35

1:14,81

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