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Das ist Österreichs neue Tennis-Sensation

Von SPOX Österreich
Sebastian Ofner trainiert bei Wolfgang Thiem in der Südstadt

Sebastian Ofner ist Österreichs neue Tennis-Sensation. Der 21-jährige Steirer feierte bei seinem Debüt auf dem heiligen Rasen von Wimbledon einen klaren 6:2,6:3,6:2-Erfolg gegen den Brasilianer Thomasz Bellucci. So richtig am Radar hatte ihn in Österreich aber kaum jemanden. Wer ist dieser Sebastian Ofner? Sechs Fakten über die neue Tennis-Hoffnung.

1. Ofner spielt zum ersten Mal auf Rasen

Auf dem grünen Belag hat er noch kein Turnier bestritten, dennoch hat er sich in der Qualifikation für Wimbledon bis in die Hauptrunde gekämpft. In der letzten Quali-Runde lag er gegen den Briten Jay Clarke bereits 0:2 in Sätzen zurück, dennoch gelang ihm noch der Turnaround. Dabei spielt er normalerweise am liebsten auf Sand.

2. Thiem trug zu seinem Erfolg bei

"Ich hätte den Schiedsrichter gerne gefragt, wie es bei Sebastian steht. Hoffentlich wird seine Leistung in Österreich hoch genug eingeschätzt", sagte Dominic Thiem kurz nach seinem Auftakt-Erfolg in London. Österreichs Nummer eins kennt seinen um zwei Jahre jüngeren Landsmann schon seit langer Zeit. Auch weil Ofner von Wolfgang Thiem trainiert wird. Der Vater von Dominic kümmert sich im ÖTV-Leistungszentrum in der Südstadt um die Betreuung des Sensations-Mannes.

3. Er ist auf ATP-Level ungeschlagen

Unglaublich, aber wahr: Ofner spielte vor Wimbledon noch nie auf der ATP-Tour. Er hat auch erst 16 Spiele auf Challenger-Ebene bestritten, 14 davon in diesem Jahr. Der 21-Jährige ist also ein echter Newcomer im Tennis-Zirkus. Letztes Jahr scheiterte er beim Stadthallen-Turnier in Wien noch in der Qualifikation, nun zeigt er in Wimbledon auf.

4. Besser als Muster

Ofner wurde in Bruck an der Mur geboren. Damit ist er der erste Steirer, der im Einzelbewerb von Wimbledon ein Tennis-Match gewinnen konnte. Nicht einmal der legendäre Thomas Muster hat dies vor ihm geschafft. Die ehemalige Nummer eins der Welt musste in London stehts schon in der ersten Runde die Segel streichen.

5. Er setzte erst spät auf die Tennis-Karriere

Vor einem Jahr befand sich Ofner nicht einmal unter den Top 500 der Weltrangliste. Das lag auch daran, dass er erst relativ spät damit begann, seine Tennis-Karriere zu verfolgen. "Ich habe erst nach meiner Matura mit 19 wirklich mit Tennis angefangen. Vorher habe ich schon auch gespielt, aber bei weitem nicht so viel trainieren können. Dann habe ich angefangen, zweimal am Tag zu trainieren, in den vergangenen Jahren hat sich sehr viel getan", erzählt Ofner der Kronen Zeitung. Zum Vergleich: Mit 19 Jahren spielte Dominic Thiem bereits ATP-Turniere.

6. In neuen Preisgeldshphären

Mit seinem Sensationserfolg am heiligen Rasen steht er nicht nur im Mittelpunkt des Interesses, sondern darf sich auch über seinen satten Geldregen freuen. Mit nur einem Spiel hat er mehr verdient als in seiner bisherigen Karriere. 65.000 Euro gibt es in Wimbledon allein für den Einzug in die zweite Runde, zuvor kam Ofner auf ein Gesamtpreisgeld von etwas mehr als 40.000 Euro.

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