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Fussball

Geschäftsbericht: FK Austria Wien muss heftigen Verlust vorweisen

Von SPOX Österreich
Peter Stöger und Markus Kraetschmer von FK Austria Wien
© GEPA

Die Wiener Austria veröffentlichte ihren Geschäftsbericht für 2019/20 und hat, wie es nach den bisherigen Finanz-Meldungen des Vereins sowie der Corona-Krise zu erwarten war, ein heftiges Minus vorzuweisen.

So veröffentlichten die Wiener wie gewohnt einen detaillierten Bericht zur finanziellen Lage des Vereins. Dass diese alles andere als rosig aussieht, betonen die Verantwortlichen in Wien-Favoriten bereits seit längerem.

Nun steht es Schwarz auf Weiß: So schrumpften die Gesamterträge im Vergleich zum Vorjahr von 38,7 auf 22,7 Millionen Euro (41,3 Prozent), das Jahresergebnis um 18,8 Mio. Euro und das Eigenkapital um 14,5 Mio. Euro. Einen großen Teil dieser schlechten Zahlen schiebt der Verein auf die Situation um Covid-19, welche Sponsoring/VIP (11,3 Mio. Euro), Ticketing (1,1 Mio. Euro) und Merchandising (271.000 Euro) in Mitleidenschaft gezogen hat.

FK Austria Wien: "Mit strategischem Partner zu Europacup-Teilnahmen kommen"

Eine Erklärung wurde im aktuellen Bericht von Seiten der Veilchen ebenfalls mitgeliefert und lautet wie folgt:

"Grund für das negative Jahresergebnis, insbesondere für das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von -11.903 TEUR, sind schmerzliche Einmaleffekte, ohne die das operative Ergebnis positiv wäre. Aus kaufmännischer Vorsicht mussten ein nationaler und ein internationaler Großsponsor wertberichtigt werden. Eine mögliche Einbringung dieser beider Forderungen wurde durch die COVID- 19-Krise deutlich erschwert. Diese zwei Einzelwertberichtigungen ergeben eine Summe im zweistelligen Millionenbereich.

Das Geschäftsmodell des FK Austria Wien war immer darauf aufgebaut, sich mit regelmäßigen Europacup-Teilnahmen und Transfers weiterzuentwickeln. Diese Einnahmen machten in der Saison 2017/18, in der Austria Wien das letzte Mal die UEL-Gruppenphase erreichte, in Summe rund 11,5 Millionen Euro und damit mehr als ein Drittel der damaligen Umsatzerlöse aus.

Der Klub erstellte einen Maßnahmenkatalog, der streng verfolgt wird und dem Klub künftig die Wettbewerbsfähigkeit garantieren soll. Eine dieser Maßnahmen ist, gemeinsam mit einem strategischen Partner wieder dorthin zukommen, dass sich der Klub mit regelmäßigen Europacup-Teilnahmen und Transfers stetig weiterentwickeln kann."

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