Fussball

Peter Hlinka spricht über plötzliche Trennung bei First Vienna FC und SK Rapid Wien

Von SPOX Österreich
Peter Hlinka

Peter Hlinka musste nach erfolgreicher Zeit überraschend den Hut bei der First Vienna FC werfen. Im Interview mit ligaportal.at sprach der Ex-Rapidler über die Gründe für das Aus und seinen "Lieblingsverein" Rapid Wien.

Vor zwei Jahren wagte Peter Hlinka den Sprung vom Co-Trainer von Wiener Neustadt zum Cheftrainer bei der Vienna. In der Premierensaison der 2. Landesliga gelang dem gebürtigen Slowaken gleich der Wiederaufstieg in die Stadtliga. In dieser Saison blieb man unangefochten weiterhin auf Meisterkurs Richtung Regionalliga Ost, doch aufgrund der Corona-Maßnahmen wurde die Meisterschaft annulliert und so muss man nächste Saison nochmals angreifen.

Bei ligaportal.at bezeichnete der Trainer selbst das vorzeitige Aus als "überraschend". So habe es aufgrund der lückenhaften Kommunikation erste Anzeichen gegeben, dass man sich trennen werde. Eine Aussprache mit Sportdirektor Markus Katzer hat für klare Verhältnisse gesorgt: "Nach dem Gespräch haben wir die Zusammenarbeit beendet bzw. mein Vertrag wurde nicht verlängert."

Sportlich war die Entlassung schwer zu rechtfertigen, immer war die Vienna rund 18 Monate ungleschlagen. "Ich war vom Aufstieg überzeugt. Wir waren mit sechs Punkten Vorsprung und Torverhältnis am besten Weg in die Regionalliga", so Hlinka.

Dennoch: "Im Grunde ist es so: Der sportliche Leiter (Markus Katzer) findet meinen Ansatz für die Zukunft nicht ideal und entspricht nicht seinen Vorstellungen, deswegen gehen wir getrennte Wege", erklärt Hlinka, der die Trennung professionell nimmt: "Ich glaube, wenn beide Seiten bzgl. Herangehensweise unterschiedlicher Auffassung sind, dann ist es so einfach besser - auch wenn es bitter und enttäuschend ist. Wenn die sportliche Führung etwas anderes möchte, ist das legitim und zu akzeptieren." Der sportliche Erfolg sei demnach "kein Garant".

Wickel zwischen den beiden ehemaligen Rapid-Kollegen gibt es dennoch nicht: "Markus war mein Vorgesetzter. Wir sind nach wie vor Freunde, weil wir beide gut darin sind, das Privatleben vom Beruflichen zu trennen. So ist das einfach im Fußballgeschäft. Die Entscheidung ist gefallen - das Fußball-Leben geht weiter", schaut Hlinka nach vorne, der im Herbst die UEFA Pro Lizenz absolviert.

Hlinka über Rapid Wien: "Der Weg stimmt"

Den österreichischen Fußball sieht er hingegen auf einem guten Weg. Insbesondere Red Bull Salzburg findet er interessant: "Mir gefällt die Art und Weise, wie die Salzburger über Jahre hinweg sehr ruhig und behutsam gearbeitet haben. Das hat mir imponiert."

Aber auch für seinen "Lieblingsverein" Rapid hat der Trainer lobende Worte: "Ich habe mir die Partie gegen den WAC angeschaut. Auch, wenn die Partie ausgeglichen war und Rapid trotz des Abseitstores als Sieger hervorgegangen ist, muss ich sagen, dass der Weg einfach aktuell stimmt." Denn: "Wenn man in den Playoffs (Meistergruppe; Anm. d. Red.) spielt, dann zählen nur die Ergebnisse. Das macht Didi Kühbauer gut. Auch die Energie passt. Das ist vielleicht etwas, dass wir die letzten Monate und Jahre vermisst haben."

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