Fussball

SK-Rapid-Präsident Martin Bruckner fordert bei Saison-Abbruch: "Die derzeitige Tabelle hat zu zählen"

Von SPOX Österreich
Martin Bruckner würde im Falle eines Saison-Abbruchs den derzeitigen Tabellenstand werten lassen.

In Zeiten der Corona-Krise kämpfen viele Vereine der österreichischen Bundesliga mit massiven finanziellen Einbußen wie auch mit der Ungewissheit, wie es mit der Saison weiter geht. Für Rapid-Präsident Martin Bruckner ist eines klar, bei einem Liga-Abbruch muss die momentane Tabellensituation gewertet werden.

"Es gibt erste Ligen, die die Saison abbrechen. Ich hoffe, dass wir weiterspielen, aber ob ich dem mehr als 50 Prozent Wahrscheinlichkeit gebe, weiß ich nicht", zeigte sich Bruckner über die weitere Vorgehensweise der Bundesliga unsicher. Wie letztlich bei einem vorzeitigen Ende der Saison gewertet wird, entscheidet das ÖFB-Präsidium.

Auf die Frage, welche Lösung bei einem Abbruch am fairsten wäre, positionierte sich Bruckner auf der Vereinshomepage ganz klar: "Wenn es an der ganzen Geschichte ein Gutes gibt, dann dass wir in der Liga es geschafft haben, punktgenau bis zum Spielabbruch eine Heim- und Auswärtspartie alle gegeneinander gespielt zu haben. Das ist somit eine gerechte Tabelle."

Rapid-Präsident Bruckner: "Tabelle, die repräsentativ ist"

"Es hat keiner einen Vorteil. Wir haben auch keine Nachtragsspiele mehr. Jetzt gibt es meiner Meinung nach eine Tabelle, die repräsentativ und richtig ist. Wenn es zu einem Abbruch kommt, dann hat diese zu zählen," argumentierte der 55-Jährige weiter.

Die Vorjahrestabelle gelten zu lassen, stelle keine sinnvolle Option dar: "Das entbehrt jeder Grundlage. Es ist einfach so wie es ist. Man braucht sich nie der Realität zu entschließen. In anderen Ligen gibt es solch einen fairen Saisonabschluss wie bei uns nicht, da verstehe ich schon, dass man andere Optionen in Erwägung zieht."

SK Rapid Wien mit guten Chancen auf Europa League

Der SK Rapid befindet sich derzeit auf dem dritten Tabellenplatz und wäre somit für die dritte Runde der Europa-League-Qualifikation berechtigt, im Falle eines Salzburg-Cupsieges hätten die Hütteldorfer sogar einen Fixplatz in der Gruppenphase. Vergangenes Jahr rangierte Rapid zum selben Zeitpunkt nur auf Platz sieben.

"Hätte es uns damals so getroffen, dann wäre es halt auch so gewesen. Das wäre für uns damals auch nicht lustig gewesen, keine Frage. Aber wenn man von außen darauf schaut, war es jetzt fairer Abschluss des ersten Meisterschaftsteiles. Das muss man einfach hinnehmen", erklärte der Rapid-Präsident.

In den vergangenen Tag kam es zum ersten offiziellen Spielabbruch in Europas Top-Ligen. Die belgische Division 1A erklärte Club Brügge zum Meister und gab gleichzeitig Neuerungen für die kommende Saison bekannt.

 

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