Fussball

SK Sturm Graz - SV Mattersburg 1:2: Andreas Gruber schießt Grazer in die Krise

Von SPOX Österreich
Mattersburg.

Der SK Sturm Graz hat auch den Frühjahres-Auftakt in der Bundesliga verpatzt. Nach dem Ausscheiden im ÖFB-Cup-Viertelfinale setzte es für die Grazer am Sonntag eine empfindliche 1:2-Heimniederlage gegen den SV Mattersburg. Andreas Gruber sorgte im Alleingang für den fünften Saisonsieg der Burgenländer.

Der Top-Scorer der Gäste erzielte auf unterdurchschnittlichem Rasen in der zehnten und der 14. Minute einen Doppelpack und entschied damit früh die Partie zugunsten des Teams aus der unteren Tabellenhälfte.

Die Fans der Grazer stellten ihre Unterstützung für die Mannschaft von Trainer Nestor El Maestro während der Partie ein, stimmten nach dem Freistoßtreffer von Jakob Jantscher in der 67. Minute aber wieder Fangesänge an.

Im Parallelspiel holte die Admira beim SKN St. Pölten nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2.

Mattersburg schockt Sturm früh

Sturm-Trainer Nestor El Maestro musste sechs Stammspieler vorgeben und schickte gegenüber dem Cupspiel vier neue Kräfte aufs Feld. Das Angreifer-Trio blieb unverändert und hatte in der 9. Minute die Riesenchance auf die Führung. Bekim Balaj und Philipp Huspek konnten mit einer guten Hereingabe von Thorsten Röcher aber nichts anfangen.

Und im Gegenzug schlugen die Burgenländer erstmals zu. Vier Minuten später war das Duo Gruber-Kuen nach Ballverlust von Christoph Leitgeb wieder erfolgreich, die dritte Chance von Gruber nach Kuen-Vorarbeit konnte Torhüter Jörg Siebenhandl entschärfen (24.).

Danach allerdings war der Nachmittag für Gruber beendet. Der Offensivspieler, der nach einer Verletzungspause erstmals seit 2. November wieder im Einsatz war, humpelte nach Foul von Tobias Koch in der 29. Minute verletzt vom Feld. "Das war das vierte, fünfte Foul innerhalb von 25 Minuten. Mir hat es das Knie ausgedreht, ich hoffe, dass es nicht zu viel ist", sagte Gruber im Sky-Interview.

Der Mattersburger Schwung litt darunter. Sturm, bis dahin behäbig und mit vielen unerzwungenen Ballfehlern, kam besser ins Spiel, Huspek und Jakob Jantscher vergaben im Doppelpack die großen Chance auf den Anschlusstreffer vor der Pause (34.).

Sturm drückt in zweiter Hälfte auf den Ausgleich

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich eine unterhaltsame Partie mit vielen Strafraumszenen und guten Chancen auf beiden Seiten. Die Burgenländer vergaben zwei große Chancen auf die Entscheidung (51., 59.), ehe Jantscher nach einem umstrittenen Handspiel per Freistoß die Partie wieder spannend machte.

Die im bisherigen Saisonverlauf anfällige Defensive der Mattersburger hielt mit dem neuen Abwehrchef Jano im Finish im Verbund mit Torhüter Markus Kuster dann aber dicht. Florian Hart (80.) hätte vorzeitig alles klar machen können, sein Schuss fiel aber zu unplatziert aus. Den zweiten Sieg in den jüngsten zehn Spielen und den Vorstoß auf Rang neun ließ sich Mattersburg nicht mehr nehmen. Die Grazer kassierten schon die fünfte Niederlage im zehnten Saisonheimspiel.

SK Sturm Graz - SV Mattersburg

Tore: 0:1 (10.) Gruber 0:2 (14.) Gruber 1:2 (67.) Jantscher (Freistoß)

Sturm - Mattersburg: Stimmen zum Match

Nestor El Maestro (Sturm-Trainer via Sky): "Es ist sehr bitter. Als Trainer arbeitet man täglich, um Einfluss auf den Erfolg zu nehmen. Zwei Fast-Blackouts von uns. Ich hinterfrage meine Startaufstellung. Aus der zweiten Halbzeit kann man leicht positive Schlüsse ziehen. Es liegt alles in meiner Verantwortung - ich bin derjenige, den die Leute am meisten schimpfen - nicht nur, weil ich am nächsten zu ihnen stehe. Die Spieler sind nicht grundsätzlich zu schwach. Die Einzelszenen, direkte Duelle, waren wenig erfolgreich. Wir sind eine gut gefestigte, stabile Truppe. Vielleicht gewinnen wir schon nächste Woche wieder. Ohne Siegesserie ist es aber fast unmöglich, sich mit einem System zu stabilisieren. Das gelingt aber ohnehin in jeder Liga nur ein, zwei Mannschaften. Wir sind wie sieben, acht andere Teams, die sich im brutalen Tagesgeschäft befinden. Die auch zu viel auf die Gegner schauen, um diese zu neutralisieren. Ich suche nach keinen Ausreden, aber unsere Ausfälle erleichtern diese Niederlage etwas."

Franz Ponweiser (Mattersburg-Trainer): "Das war ein ganz wichtiges Spiel für uns und ein ganz wichtiger Sieg. Uns erwarten noch 13 ganz harte Wochen, wir haben aber in Graz die Richtung vorgegeben. Wir haben es verabsäumt, das dritte Tor zu machen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, auch wie sie in der zweiten Halbzeit mit der Wucht der Grazer umgegangen ist. Im Herbst hätten wir ein solches Spiel noch klar verloren."

SKN Sankt Pölten - FC Admira

Tore: 1:0 (54.) Hofbauer 2:0 (61.) Pak 2:1 (77.) Bakis 2:2 (91.) Kerschbaum

Bundesliga: Tabelle vor Rapid - WSG Tirol

Mit Rapid - WSG Tirol (JETZT im LIVETICKER) steht noch eine Partie des 19. Spieltags aus.

Platz

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Diff

Punkte

1.

LASK Linz

19

14

3

2

40:18

22

45

2.

Red Bull Salzburg

19

13

5

1

68:21

47

44

3.

WAC

19

10

4

5

44:23

21

34

4.

Rapid Wien

18

9

5

4

38:21

17

32

5.

SK Sturm Graz

19

8

4

7

34:25

9

28

6.

TSV Hartberg

19

8

4

7

33:40

-7

28

7.

Austria Wien

19

5

7

7

30:33

-3

22

8.

SCR Altach

19

6

2

11

31:40

-9

20

9.

SV Mattersburg

19

5

2

12

25:48

-23

17

10.

SKN St. Pölten

19

3

7

9

20:46

-26

16

11.

FC Admira

19

3

6

10

19:40

-21

15

12.

WSG Tirol

18

3

3

12

20:47

-27

12

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