MySpox NBA Line der Woche


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Von: Mutu77
20.04.2013 | 1102 Aufrufe | 0 Kommentare | 3 Bewertungen Ø 9.3
Clippers vs. Grizzlies
LAC-MEM: taktische Einschätzung (1)
Clippers vs. Grizzlies
So spielen die Clippers:

Die Offensive der Los Angeles Clippers wird größtenteils von drei Spielern geprägt, auf die daher auch der Großteil der Spielzüge des Teams zugeschnitten sind: Chris Paul, Blake Griffin und Jamal Crawford. Diese Drei sind für mehr als die Hälfte der Punkte (51,4 von 101,1) und Assists (15,9 von 23,9) der Clippers verantwortlich, eine Aufstellung, bei der keiner der Drei auf dem Feld steht, existiert in der Taktik von Coach Vinny del Negro praktisch nicht.

Der geniale Spielmacher

Der wichtigste und am stärksten in die Offensive involvierte Spieler ist Chris Paul. Er ist nicht nur der verlängerte Arm von del Negro und als Spielmacher sowieso Ausganspunkt der meisten Spielzüge von Los Angeles, sondern auch die erste und beste Scoring Option in engen Partien.
Fast jeder Spielzug der Clippers wird mit einem frühen, sehr hohen Screen, noch vor der Dreierlinie, eingeleitet. Dadurch zwingt man die gegnerische Defensive in Bewegung zu kommen, da der Gegenspieler von Blake Griffin, der meist den Screen setzt, dazu gezwungen wird, mit an die Dreierlinie zu gehen, um dem eigenen Point Guard gegen einen Drive von Chris Paul helfend zur Seite stehen zu können.
Von diesem Zeitpunkt an stehen Los Angeles zahlreiche Optionen zur Verfügung. Bei fehlender Kommunikation der Verteidiger, kann Griffin sich frei zum Korb abrollen und so von Chris Paul bedient werden (http://www.youtube.com/watch?v=XL2xjinV38U). Geht der Gegenspieler von Paul unter dem Screen her und die Help-Defense bleibt aus, hat Paul genug Platz, um selbst einen Wurfversuch zu unternehmen. So kommt es, dass Chris Paul rund 40% seiner Punkte in den ersten 10 Sekunden der Shot Clock erzielt.
Generell kreiert Paul sich seine Wurfgelegenheiten in der Regel selbst. Nur 22% seiner Korberfolge geht ein Assist voraus, Isolations und Pick & Rolls machen mehr als zwei Drittel der Plays aus, die zu Korberfolgen von Paul führen. Wenn Chris Paul als Spot-Up-Shooter, der an der Dreierlinie auf den Pass eines Mitspielers wartet, fungiert, dann meist nur, wenn Blake Griffin im Lowpost den Spalding in den Händen hält und so einen zweiten Verteidiger auf sich zieht. So kommen 50% der Assists für Chris Paul von Blake Griffin, ein ungewöhnlicher Wert für einen Power Forward.
Was so manchen NBA-Fan überraschen könnte, ist der Fakt, dass 82% der Field Goals von Chris Paul durch Jump Shots erzielt werden, schließlich zählt der 27-jährige auch zur Liga-Elite, wenn es darum geht zum Korb zu gehen und auch dort abschließen zu können. Mit 48% weist er allerdings auch eine hervorragende Quote aus der Mitteldistanz auf.
Meist nutzt Paul seinen Zug zum Korb eher zum drive-and-kick, also dazu die Aufmerksamkeit der Verteidigung auf sich zu ziehen und die am Perimeter wartenden Scharfschützen zu bedienen, von denen sich in dieser Saison einige im Kader der Clippers befinden. (http://www.youtube.com/watch?v=OEk-xVRT5Tc#t=3m50s).
In der Endphase enger Spiele ändert Paul seinen Spielstil er versucht mehr selbst zu scoren, anstatt Mitspieler einzusetzen. Auf 48 Minuten hochgerechnet erzielt Paul in diesen Situationen 50 Punkte. Die 44% Feldwurfquote, bzw. 47% effektive Feldwurfquote, sind zudem starke Quoten, die Pauls Ruf als einer der besten Crunchtime-Spieler der Liga weiter untermauern.

Die athletische Highlight-Maschine

Topscorer der Clippers ist trotz Pauls Qualitäten mit 18,5 Punkten pro Partie Power Forward Blake Griffin. Ebenso wie sein Point Guard war Griffin in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge Starter beim All-Star-Game und zählt mit seinen 24 Jahren bereits zu den Aushängeschildern der NBA.
Dank seiner unglaublichen Explosivität und Athletik ist er Pauls Anspielstation Nummer Eins. 56% der Assists, die Griffin erhält kommen von ihm. Besonders im Pick&Roll und beim Fast Break harmonieren die Beiden hervorragend miteinander, sodass Griffins Erfolgsquote bei diesen Angriffen besonders hoch ist: 62% der Plays, die Griffin als Abroller im Pick&Roll involvieren, und 71% von Transition-Angriffen mit Griffins Beteiligung führen zu Punkten.
Trotzdem ist der Oklahoma-Absolvent durchaus in der Lage sich selbst Wurfpositionen zu erarbeiten: Rund 35% von Griffins Körben geht kein Assist voraus. Meist sind dies Spielsituationen, in denen das Team eine Feldhälfte für Griffin im Low oder High Post isoliert, woraus er variabel agieren kann. Hookshots, Spins oder auch einen Drive nach dem Face-up hat Griffin im Repertoire (http://www.youtube.com/watch?v=1TnYnbksB20 ). Da er bereits zu den besten Passgebern der NBA aus dem Post heraus zählt, ist es für die gegnerische Verteidigung zudem problematisch ihn dort zu doppeln.
Griffins Arbeitsbereich in der Offensive hat in den drei Jahren, in denen er mittlerweile in der Liga ist, stetig zugenommen. Mittlerweile sind mehr als die Hälfte der Wurfversuche Griffins Jump Shots und keine Lay-ups oder Dunks. Da er ehrgeizig daran arbeitet seinen Wurf von außen zu verbessern, erlaubt Coach del Negro ihm dies trotz mäßigem Erfolg: 34% aus der Mittel- und 37% aus der Nahdistanz sind extrem schwache Wurfquoten. Ebenso wird die Nummer 32 der Clippers immer häufiger als Ballhandler involviert, mittlerweile trägt Griffin den Ball mehrmals pro Spiel selbst nach vorne und startet den eigenen Angriff. Voll ausgereift ist dies allerdings noch nicht, teilweise überdreht Griffin in diesen Situationen und leistet sich so fast einen Turnover, der aus einem Fehler beim Ball Handling resultiert, pro Partie.
In der Crunchtime wird Griffin weniger in Angriffe involviert. Auf 48 Minuten gerechnet kommt er in dieser Phase des Spiels auf nur 12 Feldwurfversuche und 17,6 Punkte, was acht Versuchen und neun Punkten weniger entspricht, als Griffins Leistung in der restlichen Phase des Spiels. Ein Grund dafür ist unter anderem seine weiterhin nicht überwundene Freiwurfschwäche. Er trifft in dieser Saison zwar schon 14% besser von der Linie, ist mir 66% aber immer noch ein leichter Risikofaktor.

Der Anführer der Second Unit

Der dritte Eckstein der erfolgreichen Clippers-Offense ist Shooting Guard und Sixth Man Jamal Crawford. Vor allem, weil er die offensive Scoringlast trägt, wenn Paul und Griffin eine Pause bekommen. J-Crossover, wie ihn die Fans nennen, führt die so viel gelobte Bank der Clippers an und steht somit meistens mit Eric Bledsoe, Matt Barnes, Lamar Odom und Ryan Hollins oder Ronny Turiaf auf dem Parkett. In diesem Lineup ist Crawford die klare erste Scoringoption.
Der 33-jährige ist ein Jump Shooter, 88% seiner Wurfversuche sind Sprungwürfe. Trotzdem ist er kein klassischer Spot-up-Shooter, der mit einem Pass an der Dreierlinie bedient wird und direkt abdrückt. 42% seiner Korberfolge geht kein Assist voraus, für einen Shooting Guard spielt er eine große Anzahl von Isolations (26%), in denen er dank seines herausragenden Ballhandlings und seiner Beweglichkeit extrem schwer zu verteidigen ist (45% führen zu Punkten, http://www.youtube.com/watch?v=UILWenokHpg).
Häufig bringt Crawford den Spalding auch eigenhändig in die gegnerische Spielhälfte und geht somit direkt in ein Eins-gegen-Eins mit einem Verteidiger, so erzielt auch er über ein Drittel seiner Punkte während der ersten 10 Sekunden der Shot-Clock. Trotzdem ist Crawford selbst kein Spielmacher, auf einen Pass von ihm, der zu einem Ballverlust führt, kommen nur 2,7 Assists, sodass del Negro ihn fast immer zusammen mit Chris Paul oder Eric Bledsoe auf den Court schickte. Und selbst in den wenigen Ausnahmefällen, in denen Crawford mal auf der Eins spielen sollte, wurde sicher gegangen, dass zumindest Forward Grant Hill, der über genügend Ruhe und Ballfertigkeiten verfügt, um selbst einen Angriff zu koordinieren, mit ihm auf dem Parkett stand.
Denn auch in Angriffen, die nicht Crawford selbst als Scorer vorsehen, kann er als Schütze, der das Feld auseinander zieht, überaus wertvoll sein. In den Ecken postiert er sich zwar nur äußerst selten, damit er auch immer seinen Crossover nutzen kann, trifft aus den mittleren Shooting-Spots hinter der Dreierlinie aber knapp 40%, was einen hervorragenden Wert darstellt.
Trotz seiner Rolle als Sixth Man, steht Crawford in der Schlussphase enger Spiele aber fast immer auf dem Feld, auch wenn er dann seinen Spielstil anpassen muss. Den Ballvortrag übernimmt in dieser Phase nur noch Chris Paul, Crawford schließt wesentlich mehr Angriffe als gewöhnlich per catch-and-shoot ab, in der Crunchtime gehen fast 80% seiner Punkte ein Assist voraus. Trotzdem stellt Crawford auch in dieser Rolle eine hervorragende Scoring Option dar. Bei Spielzügen, in denen er den Ball nach einem Off-Ball-Screen erhält, trifft er rund 48% aus dem Feld und 38% seiner Dreier. Insgesamt stellt Crawford in dieser Saison mit 38 Punkten auf 48 Minuten hochgerechnet und überragenden Quoten (53% Feldwurftquote, 66% effektive Feldwurfquote) einen der besten Crunchtimespieler der Liga dar. Mit 87% von der Freiwurflinie ist er zudem einer der Spieler, bei denen jeder Gegenspieler in der Schlussphase tunlichst vermeiden will, diesen zu foulen.
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