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18.09.2010 um 18:59 Uhr
Herr Soldo, ...
... wir müssen miteinander sprechen

Der Kreisklassist hat gerade das zweite Null-zu-Null des FC Bayern München in Folge gesehen und kann sich darüber nicht freuen. Nein, er muss sich sogar ärgern.

Ausschlaggebend für meinen Ärger ist dabei nicht einmal der, sich gleichzeitig zugetragene, schwache Auftritt des SV Werder Bremen gegen die Tuchtel Truppe oder die Tatsache, dass ein Freund von mir seine letzten Geldreserven auf einen Sieg der Münchner gesetzt hat. Auch das erneute Reservistendasein des Mario Gomez widerstrebt mir nicht in dem Ausmaße wie die Attitüde des 1.Fc. Köln.

Nicht ohne Selbstgefälligkeit habe ich am Anfang der Konferenz meinen Mitbeoabchtern die Frage gestellt, mit wie vielen Säcken Zement die Gastmannschaft rund um Lukas Podolski auf den Platz marschieren wird. Keine Minute später gibt der Sky-Kommentator die Zahlen durch, wie sich das Verhältnis in Sachen Ballbesitz darstellt: Ein 90%-iger-Anteil für den Rekordmeister aus München. Neunzig Prozent! Es bedarf keines Mathematik-Studiums, um zu errechnen, dass Köln zehn Prozent Ballbesitz zu verbuchen hatte. Nicht aus einer brutal drückenden Münchner Überlegenheit heraus resultierend, vielmehr fanden die Zementsäcke bereits enorme Verwendung.

Alles schön und gut, man darf sich mit allen Mitteln wehren, „legitim" war das Wort welches bei der Definition des Kölner Defensivverhaltens häufig angewandt wurde. Ach, furchtbar ist sowas einfach! Wie hat man sich die Kabinen-Ansprache des Zvonimir Soldo also vorzustellen? „Jungs, ihr könnt einen Scheißdreck. Der Gegner ist auf allen Positionen dermaßen deutlich besser besetzt, dass wir das Fußball spielen komplett einstellen." Ich jedenfalls kann mir so einen Auftritt nicht schön reden. Beinahe hätte ja Freis sogar noch den Siegtreffer erzielt. Das Publikum hätte die Niederlage des FCB mit Pfiffen quittiert und Louis van Gaal hätte nachher Dieter Nickles das verlorene Spiel erklären müssen.

Denn, dass mal ein Konter passiert, dass mal ein Schweinsteiger oder van Bommel einen Fehlpass spielt, dass sich ein Daniel van Buyten von einem Miso Brecko (was einmal mehr die Untauglichkeit des Belgiers dokumentiert, aber das ist ein anderes Thema) austanzen lässt, kommt sogar in so einem Spiel mal vor. Dass es dem FC Bayern nicht gelungen ist, dieses Bollwerk zu knacken, darf man dem Team meinetwegen vorwerfen. Der FC Barcelona beweist immer wieder, dass mit flottem Angriffsfußball jede Defensivreihe zu umgehen ist. Nichtsdestotrotz hätte ich einen Sieg des 1.FC. Köln nach diesem Auftritt nicht verkraftet, der Punkt war schon zu viel.

Heiligt der Zweck am Ende alle Mittel? Mag sein, aber schimpfen muss man trotzdem.
Aufrufe: 1558 | Kommentare: 26 | Bewertungen: 22 | Erstellt:18.09.2010
ø 3.0
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Übersteiger
19.09.2010 | 15:08 Uhr
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19.09.2010 | 15:08 Uhr
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Schade, dass man keine Minuspunkte vergeben kann. Der Unsinn hier hätte jedenfalls welche verdient.
Canadien87
19.09.2010 | 17:04 Uhr
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Canadien87 : 
19.09.2010 | 17:04 Uhr
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Canadien87 : 
Warum?
ich finde er hat Recht,
mehr hat Köln gestern nicht gemacht und die Personalentscheidungen von vG kann ich auch nicht nachvollziehen
maxpower3000
19.09.2010 | 17:13 Uhr
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19.09.2010 | 17:13 Uhr
+3
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So viel Schmarrn in so wenig Text. Respekt.
themarsvoltaire
19.09.2010 | 17:31 Uhr
+6
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19.09.2010 | 17:31 Uhr
+6
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Danke für dieses Paradebeispiel an mangelndem Respekt dem Gegner gegenüber!

Der FCB ist nicht nur unfähig eine vorher bekannte Defensivtaktik des Gegners zu knacken, nein, seine Fans sind offenbar sogar unfähig, die Fehler bei sich zusuchen und lenken lieber von eigenen Problemen ab, in dem sie die Gastmannschaft denunzieren zu versuchen.

Erbärmlich! Mehr fällt mir dazu nicht ein. Extrem erbärmlich - und eine Schande das so jemand das Wort "Attitüde" überhaupt in den Mund nimmt. Pfui!

Aber euer Frust ist unsere Anerkennung. Danke dafür!
midget
19.09.2010 | 17:35 Uhr
+4
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midget : 
19.09.2010 | 17:35 Uhr
+4
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midget : 
Dieser Beitrag ist echt ärgerlich.

Aber jedem seine Meinung.

Ich respektiere das, erweitert aber meinen Groll gegen Bayern"Fans"!

Gute Nacht!

- Wenns so einfach ist defensiv gut zu stehen, warum kassiert gladbach dann 7 tore? viel mehr nach vorne als der fc in münchen haben die auch nicht gemacht.

bisschen respekt für die leistung kann man ja mal bringen, fällt einem ja kein zacken aus der krone.
man man man
hipiccolo
19.09.2010 | 17:42 Uhr
+6
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hipiccolo : 
19.09.2010 | 17:42 Uhr
+6
-1
hipiccolo : 
Bayern hatte 69% Ballbesitz, nicht 90%.

Ansonsten lese ich da nur viel Blub.
Viperz
19.09.2010 | 17:43 Uhr
+5
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Viperz : 
19.09.2010 | 17:43 Uhr
+5
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Viperz : 
Ich muss ehrlich bezweifeln ob du das Spiel überhaupt gesehen hast oder nur die Konferenz?! Das war taktisch eine super Leistung des FC, inklusive eines überragendem Geromel. Desweiteren wäre auch noch fast das Siegtor gelungen. Diese Leistung schlecht zu reden zeugt von einem armseeligen Fußballverstand.
bierzart
19.09.2010 | 17:47 Uhr
+1
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bierzart : 
19.09.2010 | 17:47 Uhr
+1
-5
bierzart : 
ähm, ich denke Bayern hat ausreichend offensiv gespielt...

Wer aktiv Fussball spielt, der weiss, wie schwer es ist, gegen eine so defensive Ausrichtung ein Tor zu schießen und gleichzeitig aufzupassen, nicht in einen fatalen Konter zu laufen!

Natürlich hat der letzte präzise Pass gefehlt, weil vor allem die Offensivkräfte der Bayern zu selten schnell in die Gasse gelaufen sind bzw. nicht die Seiten gewechselt haben. Contento hat Ribery im Stich gelassen und Kross war das ein oder andere mal deutlich lauffaul. Das 1:2-Verhältniss der Bayern-Spieler in den Kölner Hälften hat sein übriges dazu beigetragen.

Dennoch muss jedem objektiven Fussballfan aufgefallen sein, dass die Spielweise des FC Köln äußerst schäbig daher kommt und in dieser Spielklasse nichts verloren hat. Wie hält man den Gegner am besten von seinem eigenen Kasten weg?

Ich rede ja nicht mal davon, dass Köln auf totale Offensive setzt - nein, es geht darum, erst nicht am eigenen 16er anzugreifen, sondern den Gegner mit attraktivem Pressing das Aufbauspiel schwer zu machen. Das Dient nicht nur dem Spiel der Kölner, sondern erfreut auch die Fans!

Und, wie wir alle wissen, spielen die Jungs auf Platz für uns - für die Fans. Ohne attraktiven Fussball, sprich das Gekicke anno 1970, wird Fussball wieder zu der langweiligen Sportart, die sie damals war...

Denkt mal drüber nach, ihr Kölner Fans und alle, die den defenisven Fussball als Mittel zum Zweck beurteilen und vehement verteitigen!
themarsvoltaire
19.09.2010 | 17:51 Uhr
+4
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19.09.2010 | 17:51 Uhr
+4
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Hab drüber nachgedacht, hier das Ergebnis:

1. Du faselst halbgaren Bullshit - aber wems gefällt, bitte schön.
2. Ihr habt alle einen Inter-Mailand-Komplex und kommt nicht darauf klar

3. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, dass wir noch die nächsten 8 Jahre genau mit der Taktik Punkte in München holen, bis euch die Arroganz aus den Ohren quilt.

4. Der Effzeh spielt ausschließlich für die Effzeh-Fans, nicht für Fußballfans im allgemeinen und schonmal garnicht für euch Bayern-Fans: Um das Münchener Publikum zu unterhalten, spielen wir nicht Fußball. Das müsst ihr schon selbst machen: Und wenn ihr es nicht könnt: PECH gehabt. Denn...

5. Für mich war das grandiose Unterhaltung gestern! Selten lache ich soviel, wie bei den Spielen in München! Also: Unsere Mannschaft hat ihre Mission erfüllt.

PS: Die Inter-Fans waren auch nicht traurig über ihre "schäbige" Taktik. Die hatten ja den Pokal.

PPS: Schon interessant, dass du indirekt zugibst, dass der FCB nicht in der Lage ist eine "schäbige" und "zweitklassige" Mannschaft zu schlagen.
maxpower3000
19.09.2010 | 18:03 Uhr
+3
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19.09.2010 | 18:03 Uhr
+3
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Der FC hat sich eben nicht "einfach mit 10 Mann hinten rein gestellt", wie man das überall liest.

Es wurde intelligent und im Verbund verteidigt, das viel zitierte Verschieben auf den Ballführenden wurde hervorragend praktiziert und Geromel war den Bayern in den entscheidenden Situation eben immer einen Gedanken voraus, so was liest man in den ganzen Disstexten leider nicht.

Die taktische Disziplin war herausragend und die Anzahl hochkarätiger Chancen war ausgeglichen. Es gibt wirklich schäbigere Leistungen im Fußball.

Bei der Fußball-WM habe ich gefühlte 90% solcher Spiele anschauen müssen.
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