WWE Fastlane 2018 - die Analyse: WrestleMania kann kommen!

Von Maurice Kneisel
Montag, 12.03.2018 | 09:06 Uhr
John Cena blieb sein 17. World-Title-Gewinn bei Fastlane verwehrt.
© getty

Bei Fastlane, dem letzten SmackDown-exklusiven PPV und dem finalen Event vor WrestleMania machte die WWE gleich mehrere Matches für den Showcase of the Immortals fix. Im Mittelpunkt stand dabei natürlich die Six-Pack-Challenge um die WWE-Championship von AJ Styles, bei der auch John Cenas Hoffnung auf ein WrestleMania-Match sowie die Fehde zwischen Kevin Owens und Sami Zayn zentrale Themen waren.

Mojo Rawley, Chad Gable & Shelton Benjamin vs. Tye Dillinger, Fandango & Tyler Breeze (Kickoff Match)

Sieger: Tye Dillinger und Breezango nach einem Schwinger von Dillinger gegen Rawley. Irgendein Match musste noch als Filler für den Kickoff angesetzt werden und es wurde in der Tat "irgendein Match". Gable und Benjamin als einzige Beteiligte, die in den letzten Monaten irgendeine Relevanz besaßen, landeten einmal mehr auf der Verliererseite, während die drei Publikumslieblinge tatsächlich ausnahmsweise nicht jobben mussten.

Für Rawley, der vor nicht einmal 12 Monaten bei WrestleMania noch die Andre the Giant Memorial Battle Royal gewann, ist es ein weiterer Tiefpunkt und Beleg dafür, dass sein Solo-Push nach der eigentlich gelungenen Trennung von Zack Ryder längst beendet ist. Für keinen der sechs Beteiligten wird dieses Match irgendwelche positiven Folgen haben.

Shinsuke Nakamura vs. Rusev

Sieger: Shinsuke Nakamura per Kinshasa. Zwei gute Nachrichten vorneweg: Aiden English hat seine Stimme wiedergefunden und begleitete seinen Partner singend und rappend zum Ring; außerdem wurde Rusev nicht gesquasht. Dass er nach einem ordentlichen Match am Ende trotzdem das Pin nehmen musste, war nur logisch, denn der Royal Rumble-Sieger und Nummer-1-Herausforderer auf die WWE Championship Nakamura benötigte logischerweise beim letzten PPV vor WrestleMania dringend einen Sieg.

Zwischen den beiden ging es hin und her, Rusev war mehrfach kurz davor, seinen Accolade anzusetzen und wurde insgesamt nicht schwach dargestellt. Somit hat man hier alles richtig gemacht und beide Männer werden sich ab Dienstag anderen Gegnern widmen - vorausgesetzt, man bookt Rusev, im Gegensatz zu den letzten Wochen, überhaupt.

United States Champion Bobby Roode vs. Randy Orton

Sieger und neuer United States Champion: Randy Orton per RKO. Mit diesem Titelgewinn krönte sich Viper zum 10. Grand Slam Champion der WWE-Geschichte. Zuvor lieferten er und Roode ein längeres Match, das ohne Eingreifen von Jinder Mahal auskam. Der Inder betrat die Halle stattdessen erst während Ortons Siegesfeier und attackierte den neuen Champ, bevor Roode beide abfertigte.

Ein Triple-Threat-Match zwischen den dreien für WrestleMania erscheint somit ziemlich wahrscheinlich und die kommenden Wochen bis zum PPV des Jahres werden mit abwechselnden Matches zwischen den Beteiligten gefüllt sein. Ob Randy, der den Titel primär zum Vollmachen seines Rekordes gewinnen durfte, dort einmal mehr den Übergangs-Champ für Jinder geben wird, bleibt abzuwarten, erscheint aber nicht unwahrscheinlich.

Bei Roode derweil schrillen alle Alarmglocken, denn sein Booking seit dem Call-up war trotz des Titelgewinns meist schwach und lässt befürchten, dass er nach besagtem Three-Way in der Belanglosigkeit verschwinden könnte.

Becky Lynch & Naomi vs. Natalya & Carmella

Siegerinnen: Natalya & Carmella per Kick von Carmella gegen Lynch, nachdem die Heels versuchten, den MitB-Koffer als Waffe einzusetzen und somit den Referee ablenkten. Dieser Erfolg sollte der Princess of Staten Island wohl noch einmal Momentum geben, bevor sie - wenn man den Gerüchten Glauben schenken will - bei WrestleMania oder spätestens im Anschluss daran ihren Koffer erfolglos eincashen wird.

Es wäre das traurige Ende eines erfolglosen und völlig einfallslosen Pushes infolge des Sieges bei Money in the Bank im vergangenen Jahr. Zu keinem Zeitpunkt seit der Trennung von James Ellsworth hatte man den Eindruck, dass die WWE weiß, was sie mit Carmella anfangen soll. Entsprechend wenig überraschend käme ein verbockter Cash-in.

Für die übrigen Beteiligten hat dieses Ergebnis wenig Bedeutung, doch dass Becky einmal mehr das Pin nehmen musste, zeigt auch deutlich, wie sehr ihr Standing seit dem Titelrun gesackt ist. Ein Turn wäre bei ihr dringend nötig, denn ansonsten droht die Irin bestenfalls zur Face-Version von Natalya zu verkommen.

SmackDown Tag Team Champions The Usos vs. The New Day

No Contest. Wer hier auf ein weiteres großes Match zwischen den beiden Top-Teams der WWE hoffte, wurde relativ schnell enttäuscht, denn die Bludgeon Brothers betraten nach einigen Minuten die Halle, um zunächst New-Day-Manager Big E und anschließend auch die vier Männer im Ring abzufertigen. Es folgte ein langer, absolut brutaler Beatdown, der Harper und Rowan nach ihren mittlerweile monatelangen Squash-Siegen auch als ernstzunehmende Kandidaten für die Tag-Titel etablierte.

Zunächst mag dieses Booking enttäuschend sein, da es die Fans um den heißesten Match-of-the-Night-Kandidaten brachte, doch die positiven Aspekte überwogen hier eindeutig: Usos gegen New Day war im Vorjahr eine lange, großartige Fehde, die letztlich eindeutig beendet wurde. Durch die eindrucksvoll gebookte Hinzunahme der Bludgeon Brothers hat man nun einen 3-Way für WrestleMania in petto, der sich frisch anfühlt und die Show stehlen könnte.

Harper & Rowan werden in den kommenden Wochen entsprechend weiter stark gebookt werden und beide Face-Teams dominieren, doch wer letztlich die Titel hochhalten wird, bleibt spannend. Alles richtig gemacht, WWE!

Seite 1: US Championship Match - Bobby Roode vs. Randy Orton, The Usos vs. The New Day

Seite 2: Charlotte Flair vs. Ruby Riott, Six-Pack Challenge Match um den WWE-Champion-Titel

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