Tennis

WTA: Patrick Mouratoglou sieht das Positive an Serenas US-Open-Finale

Von tennisnet
Patrick Mouratglou hat mit Serena Williams einiges zu besprechen
© getty

Serena Williams hat nach dem Eklat im Finale der US Open im Jahr 2018 kein Match mehr bestritten. Ihr Coach, Patrick Mouratoglou, der die Ereigniskette gewissermaßen ausgelöst hatte, sieht dennoch mindestens einen positiven Effekt aus jenem legendären Match.

Patrick Mouratoglou hat sich nicht um ein klare Aussage herumgedrückt, gleich nach dem bemerkenswerten Damen-Endspiel der US Open 2018. Ja, er habe Serena Williams im Duell mit Naomi Osaka ein Zeichen gegeben, ihre Court-Position etwas zu verändern. Dass die 23-fache Major-Siegerin diese Anweisung ihres Coaches gar nicht gesehen hatte, tat da wenig zur Sache. Carlos Ramos, der Stuhlschiedsrichter, ahndete das Vergehen. Und Serena verlr in der Folge nicht nur die Contenance, sondern auch das Match.

Schon im Nachklapp zu diesem Spiel hatte Mouratoglou aber bereits auch ein flammendes Plädoyer für die Einführung des On-Court-Coachings auch bei Grand-Slam-Turnieren gehalten. Nun legte der Franzose im Editorial des Tennis Head Magazines nach.

"Sie ignorieren die offensichtlichen Beweise"

"Eine gute Sache, die sich als Konsequenz aus der Erfahrung von Serena im US Open Finale ergeben hat, ist: Die Leute im Tennissport diskutieren nun wieder das Thema des On-Court-Coachings", so Mouratoglou. "Es ist eine Angelegenheit, die schon fünf Jahre lang auf der Agenda der Verbände steht."

Nach Ansicht Mouratoglous würde eine Freigabe des Coachings lediglich die ohnehin gelebte Praxis legitimieren. "Es ist eine platte Wahrheit, dass die überwiegende Mehrheit der Tennis Coaches während der Matches coacht", erklärte der 48-Jährige. "Gegen die bestehenden Regeln. Diejenigen, die immer noch gegen das On-Court-Coaching sind, schauen sich die Matches entweder im TV an, wo sie nicht alles sehen, was auf dem Platz passiert. Oder sie ignorieren die offensichtlichen Beweise einfach."

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