Tennis

Peking: Stephens besiegt Asien-Fluch und legt sich mit Gegnerin an

Von Ulrike Weinrich
Sloane Stephens muss auf Brisbane verzichten
© getty

Nach einer dreijährigen Durststrecke hat Sloane Stephens in Peking ihren Asien-Fluch besiegt.

Bevor der 6:7 (8:10), 6:4, 6:4-Erfolg gegen Anastasia Pavlyuchenkova (Russland) in der ersten Runde unter Dach und Fach war, musste die letztjährige US-Open-Siegerin aber hart arbeiten. Exakt 2:53 Stunden lang. Für Stephens war es der erste Erfolg in Asien seit 2015, als sie bei den China Open immerhin ein Match gewinnen konnte.

In den vergangenen beiden Wochen war die Weltranglistenneunte in Tokio und Wuhan jeweils gleich zum Auftakt gescheitert. Stephens kämpft noch um die Qualifikation für das WTA-Finale in Singapur (ab 21. Oktober), an dem die besten acht Spielerinnen der Saison teilnehmen. Im ausschlaggebenden Porsche Race to Singapore liegt die 25-Jährige derzeit auf dem siebten Platz.

Umkämpftes Match: Allein elf Satzbälle im ersten Durchgang

Im Duell mit Pavlyuchenkova tat sich Stephens in der Night Session im National Tennis Stadium lange Zeit schwer. Im verrückten Tiebreak des ersten Durchgangs gab es insgesamt elf Satzbälle - "ihre" Nummer sieben konnte die Russin verwandeln, ehe sie sich in der Folge den Unmut von Stephens zuzog.

Die Amerikanerin beklagte sich nach dem Gewinn des zweiten Durchgangs, dass Pavlyuchenkova bei einem 2:5-Rückstand wegen einer Schulterblessur den Physio hatte kommen lassen. "Das ist respektlos, du bist doch gar nicht verletzt", sagte Stephens in Richtung ihrer Gegnerin. Es entwickelte sich ein Disput, in dessen Verlauf die Stuhlschiedsrichterin beruhigend auf beide Spielerinnen einwirken musste.

Nach der Diskussionsrunde ging Stephens im entscheidenden Durchgang schnell mit 3:0 in Front. Die French-Open-Finalistin aus Florida musste zwar noch ein paarmal zittern, doch nach knapp drei Stunden und bei kühlen Temperaturen konnte sie sich über den ersten Erfolg in Asien seit 36 Monaten freuen. Stephens trifft nun in der zweiten Runde des mit 8,285 Millionen dotierten Premier-Mandatory-Events auf die chinesische Wildcard-Inhaberin Saisai Zheng.

Das Einzel-Draw aus Peking

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