Tennis

Davis Cup Finale: Marin Cilic gegen die Dämonen von 2016

Von Jens Huiber
Da war 2016 noch alles in Ordnung für Marin Cilic
© getty

Marin Cilic kann für Kroatien den ersten Davis-Cup-Titel seit 2005 holen. Der US-Open-Sieger geht als klarer Favorit in die Begegnung mit Jeremy Chardy.

7:6 und 6:2, mit diesem Vorsprung lässt sich in jedem Best-of-Five Tennismatch gut arbeiten. Zumal, wenn auf der anderen Seite des Netzes ein Mann steht, dem es zuvor noch nie gelungen war, einen 0:2-Satzrückstand wettzumachen. Die Aussichten waren also bestens für Marin Cilic im November 2016 im vierten Match des Davis-Cup-Finales gegen Juan Martin del Potro.

Die Kroaten führten gegen DelPos Argentiner mit 2:1, wie auch in der aktuellen Ausgabe gegen Frankreich. Das Ergebnis war zwar auf etwas andere Weise zustanden gekommen (2016 hatten die Kroaten im Doppel die Nase vorne, del Potro sein Einzel gegen Ivo Karlovic am ersten Tag gewonnen), bei Cilic dürften dennoch Erinnerungen an die verpasste Chance von vor zwei Jahren aufkommen.

Einziger Titel 2018 im Queen´s Club gegen Djokovic

Die kroatische Nummer eins hat das Jahr mit dem Finaleinzug bei den Australian Open hervorragend begonnen, hatte in Melbourne gegen Roger Federer seinen zweiten Grand-Slam-Titel auf dem Schläger. Leistete sich aber im fünften Satz eine kurze Schwächeperiode, die der Schweizer gnadenlos und keineswegs unglücklich zu seinen Gunsten nutzen konnte.

Cilic spielte daraufhin, wie gewohnt, eine solide Saison, erreichte in Rom das Halbfinale - und holte sich wenige Wochen später im Londoner Queen´s Club den einzigen Titel der Saison. Im Endspiel gegen Novak Djokovic. Gegen den er allerdings sowohl in Cincinnati wie auch in Paris-Bercy und zuletzt bei den ATP Finals in London verlor.

Cilic mit positiver Bilanz gegen Chardy

Für den Sonntag in Lille ist nun Jeremy Chardy avisiert, es sei denn, Yannick Noah zieht doch noch Lucas Pouille aus seinem Köcher. Die Bilanz gegen Chardy ist für Cilic mit 3:2-Erfolgen knapp positiv, zum ersten Mal standen sich die beiden 2009 in München auf Sand gegenüber, damals setzte sich der Franzose in drei Sätzen durch.

Die Eindrücke vom Freitag lassen allerdings Marin Cilic als klaren Favoriten in das dritte Einzel gehen: Der Kroate überstand die wenigen kritischen Situationen gegen Jo-Wilfried Tsonga letztlich souverän, Chardy war gegen Borna Coric von Beginn an chancenlos. Aber das war Juan martin del Potro 2016 gegen Cilic in Zagreb ja auch.

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