Tennis

Davis Cup: Frankreich verkürzt im Finale gegen Kroatien

Von SID / tennisnet
© getty

Titelverteidiger Frankreich hat im Davis-Cup-Finale gegen Kroatien die vorzeitige Niederlage abgewendet. Im Doppel gewannen Nicolas Mahut und Pierre-Hugues Herbert gegen Ivan Dodig und Mate Pavic 6:4, 6:4, 3:6, 7:6 (7:3) und verkürzten damit auf 1:2.

In einer aufgeheizten Atmosphäre drehten Dodig und Pavic noch ein Break Rückstand in Durchgang drei zum Satzgewinn, auch in Durchgang vier wehrten sie beim 4:5 drei Matchbälle in Folge ab. Im Tiebreak spielten Herbert und Mahut jedoch vorneweg.

Am Freitag hatten Borna Coric und Marin Cilic vor fast 20.000 Zuschauern im Fußballstadion des OSC Lille die Gäste durch klare Einzelsiege in Führung gebracht.

Cilic kann am Sonntag die Entscheidung schaffen

Den Kroaten reicht am Sonntag (ab 13.00 Uhr) ein weiterer Erfolg, um den zweiten Davis-Cup-Titel nach 2005 zu gewinnen. Cilic und Coric sind für die beiden Abschlusseinzel eingeplant. Frankreich hat in Jeremy Chardy und Lukas Pouille wohl nur noch zwei gesunde Einzelspieler, nachdem Jo-Wilfried Tsonga am Freitag über Leistenprobleme geklagt hatte.

Dem zehnmaligen Titelträger fehlen ohnehin seine Spitzenspieler Richard Gasquet und Gael Monfils. Kapitän Yannick Noah verzichtete zunächst auch auf seine etatmäßige Nummer eins Pouille. Kroatien tritt dagegen mit der besten Mannschaft an. Vor 13 Jahren hatten Ivan Ljubicic, heute Trainer des Schweizers Roger Federer, und Mario Ancic die drei Punkte zum Sieg über die Slowakei geholt.

Letztes Finale dieser Art

Die Begegnung zwischen Frankreich und Kroatien ist das letzte Finale, das im alten Modus ausgetragen wird. Im September hatte der Weltverband ITF eine ebenso radikale wie umstrittene Reform verabschiedet. Anstelle von vier über das Kalenderjahr verteilten Runden mit Heim- und Auswärtsspielen in der Weltgruppe wird es Ende November 2019 in Madrid erstmals ein Finalturnier für 18 Mannschaften geben.

Im Stadion in Lille gab es zu Beginn der Begegnung ein gellendes Pfeifkonzert für ITF-Präsident David Haggerty, als dieser auf der Leinwand eingeblendet wurde.

Der Termin und der Modus des neuen Davis Cup hatten in den vergangenen Monaten heftige Kritik hervorgerufen. Etliche Topspieler wie auch Deutschlands frischgekürter ATP-Finalsieger Alexander Zverev haben ihre Teilnahme an dem neugeschaffenen Event bereits kategorisch ausgeschlossen.

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