Tennis

Davis Cup: Topspieler sprechen sich gegen Antreten aus

Von Nikolaus Fink
Pique steht unter Druck
© getty

Die Kritik am neuen Davis Cup lässt nicht nach. Nun sollen sich die Topspieler geschlossen gegen ein Antreten beim ältesten Teambewerb des Tennissports ausgesprochen haben.

Alexander Zverev hatte eine Teilnahme beim Davis-Cup-Finalturnier schon früh ausgeschlossen, nun scheinen es ihm seine Kollegen gleichzutun. Laut L'Equipe haben die Topstars der Szene per Brief bekannt gegeben, dass sie im kommenden Jahr nicht in Madrid vertreten sein werden.

Pikant: Die Reform wurde vor allem aufgrund der mangelnden Einsätze der Superstars initiiert. Nun droht der treibenden Kraft Gerard Pique gemeinsam mit Davis-Cup-Boss ein absolutes Horrorszenario. Der Spieler des FC Barcelona war beim Turnier in Shanghai vor Ort, um Novak Djokovic und Roger Federer von seinen Plänen zu überzeugen.

Federer und Djokovic skeptisch

Gebracht hat dies scheinbar nichts, beide Spieler haben sich öffentlich noch nicht zu einem Antreten in der spanischen Hauptstadt bekannt. Federer kritisierte den Verteidiger bereits am Rande der US Open ungewohnt scharf: "Es ist schon etwas merkwürdig, einen Fußballer in unserer Welt zu haben. Er muss sehr vorsichtig sein, damit es keinen Pique-Cup gibt."

Einzig Rafael Nadal zeigte sich von der Reform durchaus angetan und bestätigte laut Pique bereits sein Antreten beim Turnier in Madrid. "Wenn er fit ist, wird er spielen", so der Katalane. "Sollte die Nummer eins der Welt antreten, ist das bereits mehr als genug." Zudem mache ohnehin der Teamgedanke den Reiz des Davis Cups aus.

Termin macht den Topspielern zu schaffen

Dennoch darf bezweifelt werden, dass das Event ohne Topspieler zu einem vollen Erfolg wird. Vor allem der Termin macht den Profis zu schaffen: Die Premiere wird vom 18. bis 24. November 2019 stattfinden.

"Ich will im November nicht mehr Tennis spielen. Ein Turnier zu diesem Zeitpunkt zu veranstalten, ist verrückt. Ich denke, dass alle Topspieler das Gleiche sagen werden", so Sascha Zverev. Der Brief der Stars an den internationalen Tennisverband soll dem Deutschen nun Recht geben.

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