Tennis

Tokio 2020 lässt grüßen - ITF vergibt Wildcards

Von tennisnet
Bilder aus Rio 2016 - Angelique Kerber und Monica Puig
© getty

Interessante Änderungen für die Teilnehmer-Felder bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio: Jeweils sechs Startplätze bei den Damen und Herren werden nach einem neuen Modus vergeben.

Die Olympischen Spiele in PyeongChang haben längst Fahrt aufgenommen, noch bis zum Ende der kommenden Woche werden in Südkorea Medaillen vergeben. Dann allerdings richtet sich die Aufmerksamkeit der olympischen Bewegung schon Richtung Tokio, wo in zweieinhalb Jahren die nächsten Sommerspiele stattfinden werden. Und in Bezug auf den Tennissport hat der Internationale Tennisverband (ITF) einige Änderungen hinsichtlich der Qualifikations-Kriterien bekannt gegeben.

64 Plätze werden in den Tableaus der Damen und der Herren vergeben, 56 davon fallen den in den Weltranglisten Bestplatzierten zu - sofern die dazu Berechtigten auch wollen. Die Erfahrung von Rio de Janeiro lehrt, dass der Wunsch, an Olympischen Spielen teilzunehmen, nicht bei allen Spitzenkräften im Tennissport nachhaltig ausgeprägt ist.

Aufwertung der Kontinental-Spiele

Acht Starttickets allerdings vergibt die ITF, wie deren Präsident David Haggerty erklärte. Und davon wiederum sechs können über Qualifikations-Turniere erspielt werden. So gibt es jeweils eine Wildcard für die Gewinner der African Games und die beiden Finalisten der Pan America Games, die jeweils 2019 ausgetragen werden. Etwas früher dürfen die Einzel-Champions der Asian Games für Tokio 2020 planen, diese werden schon im kommenden Jahr ermittelt.

In Europa und Ozeanien bekommen vor allem kleinere Verbände eine Chance: Jeweils ein Startplatz geht an diejenige Dame oder jenen Herren, die in der Weltrangliste als Beste ihres Landes klassiert, allerdings direkt nicht qualifiziert sind.

Die Qualifikationen bei den einzelnen Kontinental-Spielen sei ein Weg, um die Bedeutung dieser Veranstaltungen zu stärken, so Haggerty. In Rio de Janeiro hatten Profis aus 56 Nationen an den Tennis-Wettbewerben teilgenommen, die Goldmedaillen im Einzel errangen Monica Puig und Andy Murray.

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