Tennis

ATP: Novak Djokovic durch Trennung von Radek Stepanek "aufgewacht"

Von tennisnet
2013 noch im Davis Cup gegeneinander: Novak Djokovic und Radek Stepanek
© GEPA

Die Trainer-Spieler-Beziehung zwischen Radek Stepanek und Novak Djokovic war nur von kurzer Dauer. Freunde sind die beiden dennoch geblieben.

Alles neu, das war die Idee von Novak Djokovic, als er mit dem Gewinn der French Open 2016 zwar sein letztes großes Karriere-Ziel erreicht hatte, danach aber in ein Motivationsloch fiel, kombiniert mit kleineren gesundheitlichen Problemen, die nach und nach größer wurden. Marian Vajda und Boris Becker wurden von Djokovic freundliche, aber bestimmt verabschiedet, Fitness-Guru Gebhard Gritsch ebenso.

Das entstandene Vakuum wollte Djokovic, der bekanntermaßen längst wieder mit Vajda und Gritsch zusammenarbeitet, Ende 2017 auch mit Radek Stepanek füllen, einem Kumpel, mit dem sich der aktuelle Weltranglisten-Erste auf der ATP-Tour bestens verstanden hatte. Die Zusammenarbeit währte nicht lange, auch Teilzeit-Coach Andre Agassi zog sich schnell zurück - oder wurde zurück gezogen, je nach Sichtweise.

Djokovic gegen Nadal - Kampf der Titanen

Stepanek aber ist nicht im Groll geschieden, wie er kürzlich in einem Interview beschied. "Es musste einfach so kommen", erklärte der mittlerweile 40-jährige Tscheche. "Nichts im Leben passiert ohne Grund. Wir sind immer noch gute Freunde, das ist das Wichtigste." Und Djokovic habe nach der Trennung von Stepanek und Agassi ja auch wieder besser gespielt. "Ich glaube, diese Trennung hat Novak aufgeweckt."

Zwei Grand-Slam-Siege hat Novak Djokovic in diesem Jahr eingefahren, sechs fehlen dem Branchenprimus auf den Rekord von Roger Federer. Für Stepanek keine Frage, dass Djokovic den Schweizer nicht nur ein-, sondern sogar überholen kann. "Er kann die 20-Major-Marke brechen", so Stepanek. "Und ich glaube, er wird das auch schaffen. Als ich ihn im Halbfinale von Wimbledon gegen Rafael Nadal gesehen habe, dachte ich mir: Das ist wie in alten Zeiten ein Kampf der Titanen."

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