Tennis

"Ich will das wirklich" - Novak Djokovic glaubt an den Grand-Slam-Rekord

Von Nikolaus Fink
Djokovic scheint das Feuer in sich wieder gefunden zu haben
© getty

Novak Djokovic darf trotz des verlorenen Endspiels bei den ATP Finals in London auf eine fantastische Spielzeit zurückblicken. In Wimbledon und New York holte er die Grand-Slam-Trophäen 13 und 14. Nun traut sich der Serbe gar zu, den Grand-Slam-Rekord von Roger Federer einzustellen.

Der Schweizer konnte in seiner Karriere bislang 20 Major-Triumphe feiern und führt die ewige Bestenliste somit vor dem Spanier Rafael Nadal (17) und Novak Djokovic bzw. Pete Sampras (je 14) an. Aufgrund des zurückgewonnenen Selbstvertrauens traut sich "Nole" aber durchaus zu, den Rekord des 37-Jährigen zu knacken.

"Ja, ich glaube daran", antwortete der Branchenprimus auf die Frage des Mediums Sportski Zurnal, ob er 20 Grand-Slam-Titel einfahren könne. "Ich weiß nicht, ob es passieren wird. Aber ich bin selbstbewusst, dass es so sein könnte. Ich will das wirklich", so Djokovic weiter.

Voraussetzung für Djokovic: Von Verletzungen verschont bleiben

Durch die Erfolge in London und New York konnte der Djoker im Jahr 2018 zwar etwas Boden auf seine beiden Dauerkonkurrenten gutmachen, leicht wird die Aufgabe für den 31-Jährigen aber keineswegs. Denn sowohl Federer als auch Nadal spielen nach wie vor auf allerhöchstem Niveau und konnten in den vergangenen beiden Jahren je drei Major-Siege einfahren.

Vor allem Federer blieb zudem weitestgehend von Verletzungen verschont. Ein Umstand, den auch der Serbe benötigen wird, will er den Rekord des Maestros ernsthaft gefährden. "Erstens kommt es darauf an, wie lange ich spielen werde. Und zweitens müssen wir schauen, wie lange ich auf diesem Niveau agieren kann und mein Körper und Geist das aushalten. Momentan glaube ich daran, dass ich bei all diesen Dingen sehr gute Aussichten habe", erklärt Djokovic.

Wimbledon-Semifinale als Knackpunkt

Trainer Marian Vajda sieht das im Gespräch mit Ubitennis ähnlich: "Sein Körper ist noch außergewöhnlicher als der von Federer. Wenn er will, kann er noch viele große Titel gewinnen." Sein Selbstvertrauen habe Djokovic in erster Linie aus dem Fünfsatzsieg über Rafael Nadal im Wimbledon-Halbfinale gezogen: "Nach diesem Match war die Angst wie weggeblasen."

Der Weltranglistenerste selbst gibt sich trotz seines vorhandenen Optimismus durchaus pragmatisch: "Die Zeit wird zeigen, ob ich dieses unglaubliche Ziel erreichen kann." Bis dorthin dürfen sich die Tennisfans mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf viele weitere epische Duelle zwischen Federer, Nadal und Djokovic freuen.

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