Tennis

ATP Paris-Bércy: Alexander Zverev gegen Frances Tiafoe souverän weiter

Von Ulrike Weinrich
Alexander Zverev
© getty

Alexander Zverev hat das NextGen-Duell gegen Frances Tiafoe gewonnen und steht erstmals im Achtelfinale des ATP-Masters-1000-Turniers in Paris.

Nach 1:44 Stunden verwandelte der an Position vier gesetzte Zverev in seiner Auftaktpartie den zweiten Matchball gegen den Weltranglisten-44. Tiafoe zum 6:4, 6:4. Es war bereits sein 53. Sieg des Jahres (17 Niederlagen).

In der Partie um den Sprung ins Viertelfinale trifft der gebürtige Hamburger am Donnerstag entweder auf den Argentinier Diego Schwartzman (Nr. 15) oder den routinierten Qualifikanten Feliciano Lopez aus Spanien.

Zverev will sich in Paris Selbstvertrauen für London holen

Nach zuletzt zwei Halbfinal-Teilnahmen beim 1000er-Masters in Shanghai und beim 500er-Turnier in Basel will sich Zverev in Paris-Bercy weiteres Selbstvertrauen für das anstehende letzte Mega-Event der Saison, die ATP-Finals in London (11. bis 18. November), holen.

Im 12. Arrondissement im Osten der französischen Metropole war Zverev bislang nur 2017 angetreten. Damals hatte er seine Auftaktbegegnung gegen Robin Haase (Niederlande) verloren. Im Duell mit seinem Kumpel Tiafoe wurde schon in der Anfangsphase deutlich, dass das Projekt Achtelfinale mit viel Mühe verbunden sein würde. Bereits die allererste Rally bestand aus 19 Schlägen.

Breakball-Festival - "Sascha" schwächelte beim Aufschlag

Vor allen Dingen beim ersten Aufschlag schwächelte der 21-Jährige, der nach drei Servicegames bereits drei Doppelfehler auf dem Konto hatte. Allerdings war er hochkonzentriert, wenn es um gefährliche Breakbälle ging. Mit einem Vorhand-Winner (154 km/h) wehrte er den ersten beim Stand von 1:1 ab.

Und auch in den folgenden beiden Aufschlagspielen der deutschen Nummer eins hatte Tiafoe insgesamt sechsmal (!!!) die Möglichkeit, dem Favoriten schon früh einen Dämpfer zu verpassen. Der Schlaks aus Orlando/Florida konnte sie nicht nutzen. Aber: Zverev machte es nicht besser und vergab beim 3:2 seine Breakbälle eins, zwei beziehungsweise drei.

Zverev nutzte seine sechste Chance

Die Partie der beiden NextGen-Stars, die sich am Mittwochmorgen noch Seite an Seite auf einem Platz eingeschlagen hatten, blieb fehlerbehaftet. In der entscheidenden Phase des ersten Durchgangs besann sich der Weltranglistenfünfte aber auf seine Stärken und nahm Tiafoe mit seiner sechsten Chance das Service ab - es war gleichbedeutend mit dem Satzgewinn nach 52 Minuten.

Bei Zverev landeten in dieser Zeit nur 43 Prozent seiner ersten Aufschläge im Feld, 18 Unforced Errors waren sicher auch nicht nach dem Geschmack des Wahl-Monegassen. Doch "Sascha" behielt das Momentum und stellte in der Folge auf 2:0. Tiafoe allerdings kämpfte sich nach dem Fehlstart zurück und hielt das nun niveauvoller werdende Match offen.

Die Vorentscheidung fiel, als Zverev nach einem neuerlichen Aufschlagverlust sofort das Rebreak zum 4:4 gelang - und er danach Tiafoe dessen Aufschlag abnahm. Den ersten Matchball konnte der US-Amerikaner noch abwehren, beim zweiten machte Zverev alles klar.

Sein Coach Ivan Lendl saß nicht in der Box, die frühere Nummer eins erholt sich noch von einer Operation am Handgelenk, wird seinen Schützling allerdings neben Vater Alexander Zverev Sr. bei den ATP-Finals in London (11. bis 18. November) wieder betreuen.

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