Tennis

ATP: Die #NextGen ist ins Stottern geraten

Von Jens Huiber
Stefanos Tsitsipas sollte seinen Platz in Mailand sicher haben
© getty

In wenigen Wochen steht zum zweiten Mal das #NextGen-Masters für die besten Spieler der ATP-Tour, die 21 Jahre alt oder jünger sind, an. Die jüngsten Ergebnisse der Final-Kandidaten waren nicht berauschend.

Alexander Zverev spielt in einer eigenen Liga, so viel war auch schon 2017 klar, als die deutsche Nummer eins die Jahreswertung der U-21-Spieler überlegen angeführt hatte, auf eine Teilnahme an den Wettkämpfen beim #NextGen-Masters in Mailand aber verzichtete. Ein kurze Stippvisite nach Norditalien, ein noch kürzerer Schaukampf, das war es dann auch für Zverev, der sich auf seine erste Teilnahme bei den ATP Finals in London konzentrierte.

Im laufenden Jahr ist die Situation sehr ähnlich, wieder würden Zverev ein Viertel seiner Punkte ausreichen, um sich dennoch für den Jahresabschluss der kommenden Generation zu qualifizieren. Was in erster Linie für den gebürtigen Hamburger spricht. Aber auch gegen die übrigen Youngsters.

Tiafoe und de Minaur im Davis Cup

Am besten läuft es noch für Stefanos Tsitsipas, der Grieche liegt im Race to Milan auf Position zwei. Sucht aber seit Wochen nach geistiger und körperlicher Frische und spielerischen Erfolgen, in Shenzhen war schon in der ersten Partie gegen Pierre-Hugues Herbert Schluss. Ähnlich ergeht es Denis Shapovalov, der in China zwar ein Match gewann, seinen zweiten Auftritt in Shenzhen aber gegen Yoshito Nishioka aber in drei Sätzen verlor.

Gute Chancen auf eine Qualifikation haben auch Alex de Minaur und Frances Tiafoe. Beide haben vor ein paar Tagen für ihre Nationalteams gespielt, beide haben an den Sonntagen große kämpferische Leistungen geliefert, beide haben dann doch gegen Dominic Thiem bzw. Borna Coric verloren.

Auger-Aliassime mit Außenseiter-Chancen

Andrey Rublev, im vergangenen Jahr in Mailand im Finale Hyeon Chung unterlegen, kommt nach seiner Rückenverletzung nicht so recht in Form, hätte im Moment aber einen Platz sicher. Bleibt Taylor Fritz, der sich in dieser Woche in Chengdu müht. Dort besiegte der US-Amerikaner in Runde eins den Taiwaner Hsun Sin Tseng, steht nach einem Erfolg gegen Mikhail Kukushkin in der Runde der letzten Acht.

Und vielleicht hat ja auch Félix Auger-Aliassime noch ein starkes Finish in sich. Der Kanadier hat als Lucky Loser in Chengdu zwei Partien gewonnen, steht dort im Viertelfinale.Um den augenblicklich Achten des Race to Milan, Jaume Munar, einzuholen, würde aber nicht einmal ein Turnier-Sieg beim ATP-World-Tour-250-Turnier reichen: Auger-Aliassime fehlen 256 Punkte auf Munar.

Hier der aktuelle Stand im Race to Milan

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