Tennis

"Es ist ein Schock" - Novak Djokovic' Formtief verwundert Trainer

Von tennisnet
Novak Djokovic steckt in einer Krise
© getty

Novak Djokovic steckt in einer sportlichen Krise und kommt nach seinem Comeback nicht richtig in den Tritt - das verwundert auch die Trainer auf der ATP-Tour.

2016 stand Novak Djokovic unangefochten an der Spitze der Weltrangliste und erreichte mit dem French-Open-Sieg den Karriere-Grand-Slam. Gut zwei Jahre später stellt sich die Situation gänzlich anders dar. Von einer Ellbogenverletzung gebeutelt, musste Djokovic eine lange Abstinenz von der ATP-Tour akzeptieren und befindet sich nach einer unvermeidlichen Operation auf dem Weg zurück.

Das allerdings ohne die üblichen Weggefährten. Andre Agassi und Radek Stepanek mussten ihre Plätze auf den Trainerstühlen räumen und ein weiterer Umbruch im Djokovic-Team scheint unumgänglich. Gerüchte besagen, dass Ex-Coach Marian Vajda im Gespräch sein soll. Von 2006 bis Mai 2017 war Vajda fester Bestandteil des Trainerstabes und führte Djokovic zur Nummer eins der Welt.

Djokovic ist nicht der einzige Superstar, der in vergangener Zeit Verletzungen Tribut zollen musste, jedoch verlief das Comeback des Serben anders als bei seinen Konkurrenten Rafael Nadal und Roger Federer. Federer und Nadal haben sich seit Beginn 2017 die Grand-Slam-Turniere geteilt und thron(t)en wieder an der ATP-Spitze.

Djokovic: Kein "Federer-Comeback"

Djokovic hingegen ist von solchen Sphären weit entfernt. Der tschechische Tennistrainer Zdenek Zofka fand drastische Worte für den Leistungsabfall des zwölfmaligen Major-Siegers: "Ich kann mich nicht erinnern, dass es in der Geschichte des ATP-Rankings einen derart heftigen Einbruch gegeben hat, wie bei Djokovic."

Im Moment rangiert Djokovic noch auf Rang 13 der Weltrangliste - ein Abrutschen in tiefer gesetzte Gefilde scheint nicht unmöglich. Bei den Masters-Turnieren in Miami und Indian Wells setzte es herbe Niederlagen für den "Djoker". Böse Zungen sagten ihm Lustlosigkeit und fehlenden Kampfgeist nach. Ein Schock für die Tenniswelt sei es allemal, so Zofka. "Egal, ob es fehlende Motivation oder eine private Angelegenheit ist, es ist ein totaler Schock", erklärte Zofka.

Die kommenden Wochen auf Sand und der Höhepunkt in Paris werden zeigen, ob der Serbe den alten Biss wiederfinden wird.

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