Tennis

Neu-Erfinder aus dem Himmel gesucht

Schweizer Erfolgsstories: Roger Brennwald und Roger Federer
© getty

Roger Brennwald veranstaltet mit den Swiss Indoors in Basel eines der größten Hallen-Turniere in Europa. Auch er denkt an die Zeit nach der Karriere seines Topstars Roger Federer.

Es war nicht immer alles eitel Wonne zwischen Roger Federer und dem Basler Turnierchef Roger Brennwald in den vergangenen Jahren, mittlerweile haben sich die beiden Schweizer allerdings längst wieder zusammen gerauft, wissen, was sie aneinander haben: Brennwald das weltweit stärkste Zugpferd im Tennissport, Federer sein Heimturnier, bei dem er in diesem Jahr seinen achten Titel anstrebt. Und das kontinuierlich an Verbesserungen arbeitet.

Was aber im Ergebnis so einfach aussieht, ist das Ergebnis harter Verhandlungen hinter den Kulissen. "Wir haben jedes Jahr extreme Probleme", erläuterte Brennwald gegenüber der Aargauer Zeitung. "Einmal sind es die Spieler, dann die TV-Stationen, die Sponsoren, die Behörden." In den kommenden Monaten sollen die Tribünen für den Center Court auf eine Kapazität von 10.000 Zuschauern erweitert werden - dem neuen Namen "Roger Federer Arena", angemessen.

Und möglicherweise auch einer weiteren Aufwertung des Turniers, Basel bringt sich bei Diskussionen um die Schaffung einer 750er-Kategorie immer gerne ins Gespräch mit ein.

Endliche Karriere

2017 allerdings wird noch um maximal 500 Punkte gespielt, Roger Federer hat gegen Frances Tiafoe einen souveränen Auftakt hingelegt. Rafael Nadal hat kurzfristig abgesagt, Marin Cilic firmiert nominell als der größte Herausforderer des Lokalmatadors. "Ich will die Swiss Indoors ja eigentlich nicht mit Roger vergleichen," so Brennwald. "Aber wir vertreten dieselben Werte: Qualität und Beständigkeit über einen langen Zeitraum."

Dass allerdings selbst die Karriere seines Topstars endlich ist, weiß natürlich auch Roger Brennwald. "Federer hat neue Maßstäbe gesetzt. Wir wissen nicht, was danach sein wird. Vielleicht gibt es eine Person, die einfach aus dem Himmel fällt und den Tennissport neu erfindet. Und vielleicht ist das ein Schweizer. Wir müssen einfach positiv denken, denn für uns sind die Swiss Indoors eine Erfolgsstory."

Hier das Einzel-Tableau in Basel

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