Nach dem erfolgreichen Laver Cup

Wie geht es mit der IPTL weiter?

Montag, 25.09.2017 | 14:41 Uhr
Roger Federer war mit dem IPTL-Debüt zufrieden
© getty

Die Erstausgabe des Laver Cups war ein voller Erfolg. Aber wie geht es im Spätjahr mit der International Premier Tennis League weiter?

2014 war sie das große Gesprächsthema. Der ehemalige Doppelspezialist Mahesh Bhupathi hatte zur Premiere seiner IPTL die Topstars der Szene zusammengetrommelt: Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic, Andy Murray, Pete Sampras, Andre Agassi, Maria Sharapova, Serena Williams, Caroline Wozniacki und Co. waren bei der Showkampfserie durch Asien am Start und rüttelten die Szene ordentlich durcheinander.

Zwei Jahre später machten Probleme bei der Finanzierung einer glanzvollen Wiederholung einen Strich durch die Rechnung. Federer und Williams fehlten trotz Ankündigung, weil die geldwerten Absprachen angeblich nicht eingehalten werden konnten. Die Teams schrumpfen, die Topstars hießen Feliciano Lopez, Tomas Berdych, Sania Mirza oder Jelena Jankovic.

Gibt es die IPTL im Jahr 2017?

Wie die Times of India kürzlich berichtete, sind die finanziellen Probleme der IPTL nach wie vor nicht gelöst. So hätten die Singapore Slammers die IPTL beschuldigt, Zahlungen nach wie vor nicht geleistet zu haben, rechtliche Schritte könnten folgen. Die ausstehenden Zahlungen beträfen "Big Names", so eine Quelle, sowohl indische Spieler als auch internationale Größen. "Und von der IPTL hört man dazu nichts."

Das Geschäftsmodell sei "ein großes Mysterium", heißt es weiter. Bis zum heutigen Tag sei die Höhe der Franchise-Gebühren nicht benannt worden. "Das war als neues Modell sicher eine Attraktion. Aber aus finanzieller Sicht war immer klar, dass es ein Desaster wird. Sportligen können nicht aus Gefühl oder durch fehlende Logik bestehen." Bhupathi versuche nun, erneut den Modus zu ändern und dem Ganzen eine neue Note zu geben. Angeblich sei ein Investor schon vor der Premierenausgabe abgesprungen, weil das Finanzierungsmodell nicht nachhaltig gewesen und nicht klar gewesen sei, wie es überhaupt funktionieren habe sollen.

Ob es eine Neuauflage 2017 geben wird? Man weiß es nicht. Die Website der IPTL ist zumindest aktuell "nicht erreichbar".

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