Schweizer Erfolgserlebnisse am Dienstag

Der "Maestro" in Rekordlaune

Dienstag, 04.07.2017 | 21:26 Uhr
Roger Federer beim lockeren Einschalgen mit Alexandr Dolgopolov
© getty
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Lange ist Roger Federer am Dienstag nicht beschäftigt gewesen - der Eineinhalb-Sätze-Auftritt gegen Alexandr Dolgopolov hat dem Schweizer dennoch gereicht, um ein paar Rekorde zu brechen.

Von Jörg Allmeroth aus London

Es war eigentlich ein Spätprogramm, auf das sich die Centre Court-Zuschauer mit größtem Recht freuen konnten. Erst sollte sich Novak Djokovic auf dem berühmtesten Tennis-Grün der Welt mit dem durchaus gefährlichen Slowaken Martin Klizan duellieren, dann würde Roger Federer gegen den unberechenbaren Ukrainer Alexandr Dolgopolov um den Einzug in die zweite Runde kämpfen. Doch die beiden Superstars aus der Elitegruppe der "Big Four", der dreifache und der siebenfache Wimbledon-Champion, mussten an diesem leicht frustrierenden Dienstag gar nicht bis zum Matchball spielen, um weiter ihre Titelhoffnungen an der Church Road zu wahren.

Als sich die Fans soeben von der Enttäuschung erholt hatten, dass Djokovics Rivale Klizan beim Stande von 3:6 und 0:2 und nur 40 Minuten Spielzeit den Verletztungs-Rückzug angetreten hatte, wiederholte sich das Geschehen in der Federer-Partie fast deckungsgleich. 6:3 und 2:0 stand es für Federer, als Dolgopolow zum Netz marschierte und das Handtuch warf - das Aus wegen einer Knöchelverletzung nach 43 Minuten, bitter nicht nur für Dolgopolov, sondern erst recht für die Centre Court-Kartenbesitzer an diesem zweiten Tag der Ausscheidungsspiele bei den "Championships". "Ich fühle mit den Zuschauern mit. Das war kein schöner Tag", sagte Federer später, "für mich bedeutet es natürlich auch, Kräfte und Energien gespart zu haben." Federer trifft nun in der zweiten Runde auf den 27-jährigen Serben Dusan Lajovic, die Nummer 79 der Weltrangliste. Gegen Lajovic hat Federer bisher noch kein Match bestritten.

Kurz und effizient

Federer reichte die Kurzschicht auf seinem geliebten Terrain allerdings, um drei weitere historische Bestmarken in seiner Karriere festzuschreiben. Im ersten Satz schlug Federer das 10.000. Ass in seiner Karriere, ein Meilenstein, den Federer später auch seinen frühen Trainern Peter Carter und Peter Lundgren zuwies: "Mit den beiden habe ich sehr stark an meinem Aufschlag gefeilt. Ein guter Aufschlag ist wichtig, weil es der einzige Schlag ist, der vom Gegner unbeeinflußt ist", sagte er, "Power, Präzision, hohe Konzentration. Es ist ein Zusammenspiel von vielen Faktoren, das zählt."

Mit dem erfolgreichen Auftakt der 2017er Mission in Wimbledon setzte sich Federer auch allein an die Spitze mit den meisten Karrieresiegen hier im Südwesten Londons, mit 85 gewonnenen Matches führt der Maestro die Bestenwertung nun allein an, vor dem Amerikaner Jimmy Connors. Und auch dies galt es noch zu notieren: Mit seiner nun besiegelten 70. Teilnahme an einem Grand Slam-Wettbewerb egalisierte er den bisherigen Rekord des Franzosen Fabrice Santoro. "Ich hätte es nie gedacht, dass ich eine so lange und so erfolgreiche Karriere haben würde", sagte Federer, "aber ich glaube, ich habe immer ein gewisses Gespür gehabt, wie und mit wem man bestimmte Dinge tun muss, um erfolgreich zu sein. Und zwar nachhaltig." Wichtig seien für ihn in der Spätphase seines Wirken besonders die richtig gesetzten Pausen gewesen: "Sie sind kein Problem, keine Behinderung. Sondern ein elementarer Teil der guten Planung."

Zwei Schweizer Erfolge

Nach dem enttäuschenden Schweizer Auftaktmontag, insbesondere mit dem Scheitern von Stan Wawrinka, gab es neben Federers Sieg noch weitere positive Meldungen: Denn auch Timea Bacsinszky und Viktoria Golubic zogen in die zweite Runde ein. Bacsinszky schlug Olympiasiegerin Monica Puig (Puerto Rico) mit 6:1, 3:6 und 6:0 und trifft nun entweder auf die Slowakin Kristina Kucova oder die Kanadierin Bianca Andreescu. Den größeren Coup landete jedoch Golubic bei ihrer Wimbledon-Premiere - mit dem 6:3, 6:7 (2:7), 6:1-Sieg gegen die an Nummer 30 gesetzte Chinesin Shuai Zhang. Die 24-jährige bekommt es nun mit Lesia Tsurenko (Ukraine) zu tun.

Hier die Ergebnisse bei den Herren in Wimbledon

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