Goran Ivanisevic und die Lehren aus dem Vorjahr

"Wenn Federer down ist, muss man ihn killen"

Samstag, 15.07.2017 | 20:14 Uhr
LONDON, ENGLAND - JULY 06: Roger Federer of Switzerland plays a forehand during the Men's Singles Quarter Finals match against Marin Cilic of Croatia on day nine of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and Croquet C...
© Adam Pretty

Im Viertelfinale des Vorjahres führte Marin Cilic gegen Roger Federer mit 2:0-Sätzen und hatte Matchbälle - Federer aber siegte. Ex-Coach Goran Ivanisevic weiß, was Cilic diesmal anders machen muss.

Es war bereits im Vorjahr alles angerichtet für Marin Cilic. Der Kroate spielte einmal mehr das Match seines Lebens und hatte drei Matchbälle, Federer aber fightete und siegte letztlich mit 6:7 (4), 4:6, 6:4, 7:6 (9), 6:3. Im Anschluss herrschte Verbitterung im Cilic-Camp, also auch beim damaligen Coach Goran Ivanisevic, der den Fehler seines Schützling ausgemacht hat. In einem Kommentar für die britische Times beschrieb Ivanisevic nun, wie man gegen einen angeschlagenen Federer spielen müsse.

"Wenn es eine Lektion aus dem Vorjahr gibt, ist es die, dass wenn Federer am Boden ist, man auf ihm rumtrampeln muss, ihn wegkicken, ihm noch mehr wehtun", schrieb Ivanisevic. "Roger ist wie jemand aus einem Film: Töte ihn, und er steht wieder auf, also musst du ihn noch mal umbringen. Du musst ihn ungefähr 77 Mal killen", meinte der Kroate mit leichter Übertreibung.

Cilic' aktueller Coach Jonas Bjorkman sieht diesen in der aktuellen Auflage auf einem guten Weg. "Wenn du ein netter Typ bist, wie Marin, musst du auch etwas das Biest in dir rauslassen. Und das hat er die letzten Matches ganz gut gemacht. Ich habe einiges mehr an Faust gesehen und das ist großartig. Und kannst eine Menge Spieler einschüchtern und deinen Charakter zeigen - dass du da draußen stehst, um zu gewinnen", meint der Schwede.

Federer selbst zeigt vor allem großen Respekt vorm Aufschlag Cilics. "Er hat ihn unter Ivanisevic arg verbessert. Er trifft ihn schneller nach dem Ballwurf, dadurch ist er schwieriger zu lesen. Denn ehrlicherweise hat er früher, für seine Größe, nicht so gut serviert wie er hätte sollen. Nun schlägt er sehr sehr gut auf."

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