Toni Nadal über die starken Auftritte seines Neffen Rafael in Paris

"Ich habe immer Angst, wenn er locker gewinnt"

Dienstag, 06.06.2017 | 11:15 Uhr
Toni und Rafael Nadal
© getty

Mit beeindruckender Dominanz ist Rafael Nadal bei den French Open ins Viertelfinale gestürmt. Auf seinem Weg zum zehnten Titel hat der Spanier erst 20 Spiele abgegeben. Für Trainer und Onkel Toni Nadal ist das dennoch kein Grund, in überschäumende Euphorie zu verfallen.

Vieles erinnert im Moment an die French Open der Jahre 2008 und 2010. Es waren Nadals absolute Glanzzeiten. Zeiten, in denen der Sandplatzkönig ohne Satzverlust durchs Feld pflügte. Bleibt Nadal auch auf seiner Mission "La Decima" ohne Makel? Onkel Toni sind die starken Auftritte seines Neffen fast schon ein bisschen unheimlich.

"Ich habe immer Angst, wenn er mühelos gewinnt", sagt die 56-jährige Trainer-Legende vor Nadals heutigem Viertelfinale gegen Pablo Carreno Busta (zweites Match ab 14 Uhr in unserem LIVETICKER). "Plötzlich hast du ein enges Match, wo es 4:4 oder 5:5 steht und du bist überrascht von dieser Situation", fügt Toni hinzu.

"Thiem ist bereit, um zu gewinnen"

Auch Trainer-Kompagnon Carlos Moya hebt warnend den Zeigefinger: "Wir sind uns bewusst, dass ein schlechter Tag genügt, um nach Hause zu fahren. Gegen Pablo wird es nicht einfach, auch wenn uns der interne Vergleich zuversichtlich stimmt." Nadal führt im Head-to-head mit 3:0 gegen Carreno Busta, zwei Mal siegte er auf der roten Asche (Rio de Janeiro 2015, 2016).

Das mögliche Halbfinale gegen Novak Djokovic oder Dominic Thiem hat Toni Nadal trotzdem schon im Hinterkopf. Es werde einer harter Kampf zwischen beiden, bei dem Österreichs Nummer eins nicht chancenlos sei: "Thiem ist bereit, um zu gewinnen. Von den letzten Acht ist er einer der Spieler mit den größten Erfolgschancen. Allerdings ist seine Auslosung sehr hart."

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