Roger Federer über die beunruhigende Anspannung im Melzer-Match

Unerwartete Nervosität beim "Maestro"

Dienstag, 17.01.2017 | 14:19 Uhr
Nervöser Start - Roger Federer hatte in Melbourne mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen
© getty

Es war ein holpriger Auftaktsieg, ein Viersatzerfolg gegen den österreichischen Qualifikanten Jürgen Melzer, den sich Roger Federer hart erarbeiten musste. Nach dem Match gab der "Maestro" zu, dass er von seiner anfänglichen Nervosität selbst etwas beunruhigt ist.

So schwer hatte sich Roger Federer seine Rückkehr auf die große Tennis-Bühne nicht vorgestellt. Erstrundengegner Jürgen Melzer agierte lange auf Augenhöhe - erst ab Satz drei konnte der 17-fache Grand-Slam-Sieger die Weichen auf Sieg stellen. Die Gründe für seine Anlaufschwierigkeiten offenbarte Federer nun im Interview mit der Schweizer Blick.

Bis zum Einspielen sei es ihm noch sehr gut ergangen. "Aber nach meinem Fehlstart mit vier Rahmenschlägen und Fehlern im ersten Game wurde ich nervös. Mir ging durch den Kopf, dass es wohl doch nicht so leicht wird, wie ich dachte", so der 35-jährige Schweizer. Die Suche nach dem richtigen Gefühl habe länger gedauert als gedacht. "In der Mitte des dritten Satzes hatte ich mein Selbstbewusstsein zurück, dann wurde alles besser. Aber das ist zu spät für mich! Ich habe nicht erwartet, dass ich so nervös werde - das ist schon etwas beunruhigend", fügte Federer hinzu.

Jürgen Melzer: Lange auf Augenhöhe mit dem Maestro

Die Lockerheit, die noch beim Hopman Cup da war, habe er vermisst. Noch sei die gewünschte Selbstverständlichkeit nicht zurück: "Statt dass ich reinkomme und denke, jetzt haue ich dem mal die Bälle um die Ohren, bin ich nach meiner Knieverletzung erst mal nur froh, hier zu sein. Es ist normal, dass ich zunächst mit wenig zufrieden bin. Aber dieses Gefühl muss dann irgendwann auch mal weg!"

"Jetzt wird alles einfacher"

Gegen seinen nächsten Kontrahenten, den US-Qualifikant Noah Rubin (ATP 197), will Federer von Beginn an zur Stelle sein. Der Druck sei nun etwas geringer: "Im ersten Match drehte sich fast alles um mich, wie ich mit meiner Situation umgehe, weniger um den Gegner. Ab jetzt wird alles einfacher, denke ich." Vor allem die Schlaghand des 20-Jährigen sei von Vorteil: "Er ist ein Rechtshänder, deshalb erwarte ich einen leichteres Match. Melzer ist Linkshänder, das macht es mit meiner einhändigen Rückhand schwieriger. Das ist keine Entschuldigung, nur ein Fakt."

Die Partie könnt ihr auf tennisnet.com ab 3:30 Uhr MEZ in den Livescores, im Liveticker sowie im TV live auf "Eurosport" oder im "Eurosport Player" verfolgen.

Die Australian Open im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung