Kings schreiben Geschichte

Von Sebastian Hahn
Donnerstag, 01.05.2014 | 08:22 Uhr
Vor allem dank Jonathan Quick stehen die Los Angeles Kings im Conference-Halbfinale
© getty
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Drei Mal Game 7 in der ersten Runde der Playoffs - und jedes Spiel hatte es in sich. Jonathan Quick bringt die Los Angeles Kings gegen die San Jose Sharks mit seinen wahnwitzigen Saves auf die Siegerstraße. Auch die Minnesota Wild kommen zurück und gewinnen einen wilden OT-Krimi gegen die Colorado Avalanche. Im Spiel gegen die Philadelphia Flyers verteidigen die New York Rangers währenddessen den MSG.

New York Rangers (2) - Philadelphia Flyers (3) 2:1 Serie: 4-3 BOXSCORE

Die Festung MSG steht weiterhin! Auch im sechsten Game 7 im Madison Square Garden behielten die Rangers die Nerven und stehen nach dem Erstrunden-Sieg gegen die Flyers bei einer Bilanz von 6-0 in heimischen Entscheidungsspielen.

Die Rangers begannen stark, scheiterten jedoch wie so oft in der Serie am starken Flyers-Goalie Steve Mason, der insgesamt 33 Saves verzeichnete. Nach einem torlosen ersten Drittel nutzte Daniel Carcillo drei Minuten nach Wiederanpfiff einen hervorragenden Assist von Mats Zuccarello zu seinem zweiten Treffer der Serie.

Dass die zweite Garde der Rangers nicht zu unterschätzen ist, zeigte vor allem Benoit Pouliot, der neun Minuten später ebenfalls seinen zweiten Serien-Treffer markierte. Flyers-Rookie Jason Akeson gelang nach vier Minuten des dritten Drittels lediglich noch der Anschlusstreffer.

"Wir haben nach dem Anschlusstreffer versucht weiterhin selbstbewusst aufzutreten und mit den Fans im Rücken ist uns das auch gelungen", erklärte Mark Staal nach der Partie. Vor allem Goalie Henrik Lundqvist (27 Saves) ließ nichts mehr anbrennen und parierte unter anderem zwei Mal herausragend gegen Claude Giroux. Nächster Halt für die Rangers: Pittsburgh.

Colorado Avalanche (1) - Minnesota Wild (4) 4:5 OT Serie 3-4 BOXSCORE

Was für eine wilde Partie in Denver! Lange sahen die Avalanche wie der sichere Sieger aus und gingen insgesamt vier Mal in Führung. Jared Spurgeon rettete die Wild allerdings zweieinhalb Minuten vor Schluss in die Overtime. In dieser war es Nino Niederreiter, der mit seinem zweiten Treffer der Partie den ersten Serien-Gewinn der Wild seit 2003 perfekt machte.

Beide Teams kamen mit viel Ehrgeiz aus den Kabinen und lieferten sich von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Nick Holden nutzte bereits in der dritten Minute ein Power-Play zur Führung der Avs. Nur fünf Minuten später glich Mikko Koivu zum ersten Mal aus. Kaum hatten die Fans in der Mile High City etwas durchgeschnauft, da verwandelte Jamie McGinn auch schon einen Pass von Joey Hishon zur erneuten Führung für Colorado (13.). Anschließend benötigten wohl auch die Spieler eine kurze und es dauerte bis Mitte des zweiten Drittels, ehe Dany Heatley für Minnesota erneut ausglich und damit eine verrückte Schlussphase einleitete.

Zunächst versetzte Paul Stastny mit Playoff-Treffer Nummer fünf die Avs-Fans in Freudentaumel, dann glich Niederreiter in der siebten Minute des dritten Drittels mit seinem ersten Tor aus. Nur fünf Minuten später zappelte der Puck erneut im Netz: Erik Johnson schien mit seinem Treffer die Entscheidung für Colorado herbeigeführt zu haben, doch dann kam Spurgeon - und schließlich erneut Niederreiter in der fünften Minute der Overtime.

"Das war unglaublich! Ich kann es immer noch nicht fassen", erklärte Doppeltorschütze Niederreiter nach Spielende. Mit ihrem ersten Auswärtssieg der Serie wartet nun der Champion aus Chicago auf die Wild - und auf die Avs der Urlaub!

San Jose Sharks (2) - Los Angeles Kings (3) 1:5 Serie: 3-4 BOXSCORE

Die Kings haben es tatsächlich geschafft! Als viertes Team nach den Maple Leafs 1942, den Islanders 1975 und den Flyers 2010 konnte Los Angeles einen 0:3-Rückstand noch drehen. Dabei sah es zunächst gar nicht gut aus für die Comeback-Kids aus L.A.. Nach einem torlosen ersten Drittel besorgte Matt Irwin kurz nach Wiederbeginn das 1:0 für die Hausherren. Der Schock hielt nur vier Minuten, dann glich Drew Doughty durch ein Power-Play für L.A. aus.

Die Sharks rannten wie verrückt gegen die historische Blamage an. Patrick Marleau scheiterte während eines Power-Plays nur knapp am fantastischen Jonathan Quick, der den Schuss des Kanadiers noch von der Linie fischte und mit insgesamt 40 Saves glänzte. Ein Konter der Kings, abgeschlossen von Anze Kopitar, brachte die Sensation anschließen in Reichweite.

Tyler Toffoli sorgte zu Beginn des dritten Drittels für die Entscheidung, Dustin Brown und Tanner Pearson erzielten kurz vor Schluss noch zwei Empty-Net-Treffer und hinterließen so den Sharks nicht nur den Makel einer Blamage, sondern auch eine 1:5-Klatsche. "So ein Comeback ist etwas, auf das du nach deiner Karriere gerne zurückblickst. Aber jetzt gilt unser Fokus Anaheim. Das wird eine enge Serie", erklärte Torschütze Dustin Brown nach dem Spiel.

Die Playoffs im Überblick

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