Dienstag, 24.12.2013

NHL-Roundup

0:5! Pens kommen unter die Räder

Die erste Niederlage der Pens seit sieben Spielen hat es in sich! Crosby und Co. werden böse von den Senators vermöbelt. Auch die Chicago Blackhawks, Boston Bruins und Tampa Bay Lightning feiern Schützenfeste. San Jose zittert, aber die Sharks behalten die Nerven.

Marc Method sorgte gegen Pittsburgh für den Aufreger des Tages
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Marc Method sorgte gegen Pittsburgh für den Aufreger des Tages

Das Spiel der Nacht:

Ottawa Senators (15-17-7, 37 Pts) - Pittsburgh Penguins (27-11-1, 55 Pts) 5:0 BOXSCORE

Ottawa gelingt die Überraschung! Die Senators hatten die letzten drei Spielen allesamt verloren, während die Gäste aus Pittsburgh sieben Siege vorzuweisen hatten. Im direkten Duell siegten die Pens 12 von 13 Mal in Ottawa, zuletzt sieben Mal in Folge. Viel besser hätten die Vorzeichen für den Tabellenführer der Metropolitan Division vor der Reise nach Kanada zum Fünften der Atlantic Division wahrlich nicht sein können.

Doch was die Zuschauer im Canadian Tire Centre zu sehen bekamen, stellte alles auf den Kopf. Mit 0:5 gingen die Pens um Superstar Sidney Crosby unter und blieben zum erst zweiten Mal in der laufenden Saison ohne eigenes Tor. Für die Senators war es der erste Shutout seit dem 1:0 gegen die Sabres am ersten Spieltag.

"Wir haben das konsequenteste Spiel der Saison abgeliefert. Wir waren abgebrüht und hatten keine Angst", zeigte sich Goalie Craig Anderson nach dem 24. Shutout seiner Karriere begeistert. Auch Coach Paul McLean bezeichnete das Ergebnis als "bestmöglich", um in die Weihnachtspause zu gehen.

Der Aufreger des Spiels, in dem die Senators erst im Schlussdrittel mit drei Toren alles klar machten, war ein Bodycheck von Ottawas Marc Methot gegen Sidney Crosby. Der Topscorer der Pens fiel dabei so unglücklich in seinen Mitspieler Pascal Dupuis, das dieser mit einer Unterleibsverletzung vom Feld musste. Beide Spieler führten noch auf dem Feld eine lautstarke Diskussion, Methot stellte nach Schluss klar: "Ich habe unfassbar großen Respekt vor ihm. Er ist einer der besten Spieler der Welt, deshalb muss man ihn hart rannehmen. Das war unser Ziel."

Chicago Blackhawks: Die Championship Parade
Sie sind gekommen, um Lord Stanley zu sehen: Vor der Skyline von Chicago warteten rund zwei Millionen Fans auf ihre Helden: den Stanley-Cup-Gewinner 2013
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Im Konfettiregen zog der pompöse Triumphzug der Blackhawks durch die Straßen der 2,7 Millionen Einwohner Metropole
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Bei bestem Wetter konnten die Anhänger den Stanley Cup aus nächster Nähe bestaunen - hier hochgehalten von Kapitän Jonathan Toews
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An einem Meer aus rot-weißen Papierschnipseln sparte der fünffache Champion nicht - da war es schwer den Überblick zu bewahren
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Die Laune war nicht zuletzt dank des prächtigen Wetters bestens: Auch die Schminke hielt - einigermaßen zumindest
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Backup Ray Emery heizte auf einem der unzähligen Busse in feinster Hip-Hop-Manier die Stimmung an
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Im Bundesstaat Illinois versteht man es zu Feiern - egal ob es große oder kleine Fans sind
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Der Tross erreichte nach einiger Zeit sein Ziel: Ein großes Podest, auf dem die Spieler und Mitarbeiter nochmals den Erfolg zelebrierten
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Blackhawks-Besitzer William "Rocky" Wirtz, Chicagos Bürgermeister Rahm Emanuel sowie Illinois-Senator Richard Durbin ließen sich ebenfalls blicken
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Heiß begehrt an diesem Tag: Patrick Kane, Playoffs-MVP und Blackhawks-Superstars - die Sonnebrille verdeckt die Party-Strapazen gekonnt
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Nein, da hat sich kein Boxer mit dem WM-Gürtel verirrt: Das ist Torhüter Corey Crawford! Er lässt es nochmals richtig krachen - nach einer langen Saison mehr als verdient
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Die weiteren Spiele:

Chicago Blackhawks (26-7-6, 58 Pts) - New Jersey Devils (15-16-7, 37 Pts) 5:2 BOXSCORE

Die beste Offensive der NHL (145 Tore) ist weiter nicht zu stoppen. 37:12 Torschüsse standen am Ende des Tages zugunsten der Blackhawks, bei denen sich vor allem Patrick Sharp mit zwei Treffer in blendender Form präsentierte.

Die zwei glücklichen Tore der Gäste aus New Jersey brachten die ansonsten bärenstark verteidigenden Blackhawks nicht aus dem Konzept. Die Hausherren hatten die Devils im Griff und hätten sogar noch öfter treffen können, hätte New Jersey mit Cory Schneider nicht einen klasse Keeper zwischen den Pfosten gehabt. "Wir haben einfach nicht das Niveau erreicht, dass es zum Sieg bebraucht hätte", so der Goalie, der trotz fünf Gegentoren auf 32 Saves kam.

Auf Seiten der Gastgeber tat sich neben Sharp, der mit einem Pfostenschuss 39 Sekunden vor Schluss sogar kurz vor einen Hattrick stand, wieder einmal Patrick Kane hervor. Der 25-Jährige traf zum 21. Mal in der laufenden Spielzeit und steht in der Liste der Topscorer lediglich hinter Sidney Crosby.

Nashville Predators (16-17-4, 36 Pts) - Boston Bruins (25-10-2, 52 pts) 2:6 BOXSCORE

Der nächste Kantersieg! Die Bruins zerlegen, angeführt von den überragenden Jarome Iginla (zwei Tore) und Carl Soderberg (ein Tor, zwei Assists), die Predators in der Bridgestone Arena und schenken ihrem Coach Claude Julien den 400. NHL-Sieg seiner Karriere.

Boston-Keeper Tuukka Rask, der sich lediglich Craig Smith zwei Mal geschlagen geben musste, freute sich für seinen Trainer. "Das ist großartig", so der 26-Jährige, der sich nach einer starken Partie mit 32 Saves über den perfekten Abschluss vor der Pause freute.

Edmonton Oilers (12-24-3, 27 Pts) - Winnipeg Jets (16-18-5, 37 Pts) 6:2 BOXSCORE

Viel werden die Oilers mit den Playoffs nicht zu tun haben, dennoch durften sich Fans, Mannschaft und Verantwortliche nach einer Serie von zuletzt sechs Niederlagen - unter anderem einem 0:6 gegen St. Louis - über einen Achtungserfolg gegen Winnipeg freuen.

Dabei bewiesen die Jungs aus Edmonton gute Moral, als sie Mitte des zweiten Drittels zum zweiten Mal den Ausgleich kassierten, in der Folge aber stark zurück kamen und die Jets förmlich überrannten. Allen voran Taylor Hall war maßgeblich am Sieg der Oilers beteiligt. Zwei Assists und ein Tor steuerte der Left Wing in der entscheidenden Phase des Spiels bei.

Während sich Edmontons Nail Yakupov über "das gute Gefühl vor Weihnachten" freute, wütete Jets-Verteidiger Mark Stuart nach dem Spiel gegenüber Journalisten. "Schreibt über uns was ihr wollt", schimpfte der 29-Jährige. "Und nehmt kein Blatt vor den Mund. Das haben wir nicht verdient!"

San Jose Sharks (23-8-6, 52 Pts) - Colorado Avalanche (23-10-3, 49 Pts) 5:4 SO BOXSCORE

Wildes Spiel samt Shootout in San Jose! Knapp 18.000 Fans im SAP Center sahen eine mitreißende Partie, dass nach einem starken Schlussdrittel der Gäste aus Colorado mit zwei Toren innerhalb von zwölf Sekunden schon verloren schien.

Doch Joe Pavelski behielt 20 Sekunden vor dem Ende die Nerven und erzwang die Overtime - sehr zur Freude seines Coaches Todd McLellan. "Pav war in den letzten zwei Wochen in den entscheidenden Situationen da. Er ist momentan unser Go-to-Guy", so der Trainer.

Nach einer torlosen OT mussten beide Teams ins Shootout. Auch hier hielten die Nerven der Gastgeber, die sich nach zwei Saves ihres Schlussmanns Antti Niemi durch Tore von Logan Couture und Patrick Marleau den Sieg sicherten.

Florida Panthers (14-19-5, 33 Pts) - Tampa Bay Lightning (23-11-3, 49 Pts) 1:6 BOXSCORE

Nach Sean Bergenheims Führungstreffer 64 Sekunden vor Ende des ersten Drittels keimte beim Vorletzten der Atlantic Division aus Florida etwas Hoffnung auf. Doch Tampa Bay, das nach dem Sieg den Bruins weiter hartnäckig auf den Fersen bleibt, schlug in Person von Alex Killorn nur 19 Serkunden später zurück.

Drei Tore in Abschnitt zwei entschieden die Partie früh. Neben Doppeltorschütze J.T. Brown zeichnete sich vor allem Martin St. Louis in Abwesenheit des verletzten Steven Stamkos aus. Ein Tor und einen Assist trug er zum fünften Lightning-Sieg in Folge bei.

Los Angeles Kings (25-9-4, 54 Pts) - Dallas Stars (18-12-6, 42 Pts) 2:5 BOXSCORE

L.A. verliert in der Pacific Division nach der Niederlage gegen die Stars an Boden und steht nur noch zwei Punkte vor den San Jose Sharks. Nach einem spektakulären ersten Drittel, in dem Justin Williams und Jarret Stoll für die Kings und Tyler Seguin und Jamie Benn für die Stars trafen, hatten die Hausherren der Dallas-Offensive vor allem im Schlussdrittel nichts mehr entgegenzusetzen.

Calgary Flames (14-17-6, 34 Pts) - St. Louis Blues (24-7-5, 53 Pts) 4:3 SO BOXSCORE

Buffalo Sabres (10-24-3, 23 Pts) - Phoenix Coyotes (19-10-7, 45 Pts) 2:1 OT BOXSCORE

New York Rangers (18-18-2, 38 Pts) - Toronto Maple Leafs (18-16-5, 41 Pts) 2:1 SO BOXSCORE

Washington Capitals (19-14-4, 42 Pts) - Anaheim Ducks (27-7-5, 59 Pts) 2:3 BOXSCORE

Carolina Hurricanes (14-15-8, 36 Pts) - Columbus Blue Jackets (16-17-4, 36 Pts) 3:4 BOXSCORE

Detroit Red Wings (17-13-9, 43 Pts) - New York Islanders (11-20-7, 29 Pts) 0:3 BOXSCORE

Philadelphia Flyers (17-16-4, 38 Pts) - Minnesota Wild (20-14-5, 45 Pts) 4:1 BOXSCORE

Die NHL-Spielplan im Überblick

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