Sonntag, 22.12.2013

NHL-Roundup

Uneinnehmbarer Garten in Boston

Martin Jones verschweißt gegen Colorado sein Tor und führt die Kings auf rekordverdächtigen Spuren zum Sieg. Die Bruins feiern ihren nächsten Heimsieg und die Red Wings brechen gegen die Maple Leafs ihren Shootout-Bann.

3 aus 3: Martin Jones zeigte im Shootout eine bärenstarke Leistung und verhalf den Kings zum Sieg
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3 aus 3: Martin Jones zeigte im Shootout eine bärenstarke Leistung und verhalf den Kings zum Sieg

Das Spiel der Nacht:

Ottawa Senators (14-17-7, 35 pts) - Phoenix Coyotes (19-10-6, 44 pts) 3:4 OT BOXSCORE

Was für ein Spiel im Canadian Tire Centre in Ottawa. Ausgerechnet ein alter Bekannter fügte den Senators eine bittere 4:3-Niederlage in der Overtime zu. Antoine Vermette lief zwischen 2003 und 2009 für die Gastgeber auf, für sentimentale Gefühle war während des Spiels jedoch kein Platz.

Zunächst rettete er die Coyotes mit seinem Treffer zwei Minuten vor Schluss in die Overtime. Dort zeigte der Center dann seine Extraklasse und machte nach Zuspiel von Derek Morris nicht nur den Sieg perfekt, sondern schnürte auch gleich einen Hattrick gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber.

"Es wird hier immer etwas Besonderes für mich sein. Ich habe meine Karriere hier begonnen und verbinde viele schöne Erinnerungen mit Ottawa. Als ich vom Flughafen zur Arena fuhr, fühlte es sich ein wenig wie zu Hause an", sagte Vermette nach Spielende.

Die weiteren Spiele:

Pittsburgh Penguins (27-10-1, 55 pts) - Calgary Flames (13-17-6, 32 pts) 4:3 BOXSCORE

Dank des 20 Saisontors von Sidney Crosby haben die Penguins auch ihr siebtes Spiel in Folge gewonnen. "Wenn du gewinnst, macht es die Dinge immer besser", sagte Crosby, der den Vorsprung für die Gastgeber im zweiten Drittel auf 3:1 ausbaute.

Zuvor hatten bereits Pascal Dupuis und Harry Zolnierczyk für die Penguins getroffen. Als die Gäste aus Calgary zu Beginn des Schlussdrittels durch Jiri Hudler auf ein Tor herankam, kratzten die Flames an einer Overtime. Doch daas Team von Dan Bylsma rettete die knappe Führung über die Zeit. Enttäuscht zeigte sich Flames-Coach Bob Hartley: "Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir vielleicht den Ausgleich geschafft. Die Niederlage ist schwer zu verdauen."

Los Angeles Kings (25-8-4, 54 pts) - Colorado Avalanche (23-10-2, 48 pts) 3:2 SO BOXSCORE

Im STAPLES Center in Los Angelos taten sich beide Teams sehr schwer mit dem Toreschießen. So sah dann auch das erste Tor des Abends aus. Jeff Carter brachte die Kings kurz vor der ersten Drittelpause nach einem Getümmel vor dem Gästetor in Führung.

Justin Williams baute den Vorsprung im zweiten Drittel aus. Doch das Team von Patrick Roy zeigte Moral. Erst gelang Erik Johnson der Anschluss, ehe Ryan O'Reilly mit einem Treffer aus kurzer Distanz den Ausgleich besorgte und die Overtime erzwang. Im Penaltyschießen überragten die beiden Goalies. Da Semyon Varlamov nur zwei Versuche abwehrte, sein Gegenüber Martin Jones jedoch alle drei, feierten die Kings ihren dritten Sieg in Folge.

"Ehrlich gesagt, weiß ich nicht einmal, wo der Rekord liegt", sagte der gefeierte Held nach Spielschluss, als er auf Bob Froeses Startrekord aus der Saison 1982/1983 angesprochen wurde.

Boston Bruins (24-10-2, 50 pts) - Buffalo Sabres (9-24-3, 21 pts) 4:1 BOXSCORE

Die Bruins scheinen in TD Garden derzeit unbesiegbar zu sein. Auch gegen die Sabres jubelte am Ende wieder der Gastgeber und feierte seinen siebten Heimsieg in Folge. Zu Beginn hielten die Sabres die Partie allerdings ausgeglichen. Zemgus Girgensons glich die Führung durch Reilly Smith aus.

Im zweiten und vor allem im Schluss-Drittel drückten die Bruins dem Spiel jedoch ihren Stempel auf. David Krejci und Milan Lucic brachten den Führenden der Atlantic Division auf die Siegerstraße, ehe Reilly Smith mit seinem zweiten Treffer den Endstand herstellte.

"Das ist es, was du jedes Jahr versuchst. Die willst, dass deine Heimstätte schwer einzunehmen ist", freute sich Lucic über die beeindruckende Heimserie in Boston.

Toronto Maple Leafs (18-16-4, 40 pts) - Detroit Red Wings (17-12-9, 43 pts) 4:5 SO BOXSCORE

Die Red Wings und die Shootouts. Es schien eine Neverending-Story zu werden. Doch gegen die Maple Leafs platzte der Knoten und das Team von Mike Babcock gewann nach elf erfolglosen Penaltyschießen wieder ein Spiel im Shootout. "Es war eine mentale Blockade für uns. Mit diesem Sieg können wir das nun hoffentlich hinter uns lassen", analysierte der Coach.

Sein Gegenüber war nach Spielende besonders über das erste Drittel aufgebracht: "Wir haben das erste Tor erzielt und sind danach nur noch herumgestanden, haben ihnen zugeschaut, wie sie ihr Ding durchziehen." 3:1 stand es nach 20 Minuten für die Red Wings. Im Shootout leisteten sich die Maple Leafs dann zwei Fehlschüsse und kassierten nach dem knappen Sieg gegen die Phoenix am letzten Spieltag wieder eine Niederlage.

Tampa Bay Lightning (22-11-3, 47 pts) - Carolina Hurricanes (14-14-8, 36 pts) 3:2 OT BOXSCORE

Ein Goalie unter Dauerbeschuss. Justin Peters hielt die Hurricanes mit 47 Saves lange Zeit im Spiel. Am Ende musste jedoch auch er sich geschlagen geben und die 3:2-Niederlage nach Overtime hinnehmen. "Wir haben hart gekämpft, aber leider konnten wir uns die zwei Punkte nicht holen", sagte Peters enttäuscht.

Dennoch bekam er auch von Lightning-Coach Jon Copper Lob: "Manchmal ist der Goalie der beste Mann auf dem Eis und das war er heute Abend." Radko Gudas gelang es dennoch den Mann des Abends zu überwinden und führte Tampa Bay mit seinem Treffer in der Overtime zum vierten Sieg in Folge.

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Tim Noller

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