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Power Ranking nach der Free Agency: Wie hoch klettern die Browns?

SPOX blickt auf die 32 Teams nach der ersten Free-Agency-Welle.

Die erste große Welle der Free Agency ist vorüber. Die Jaguars haben einen neuen Quarterback, zwei Elite-Receiver wechseln die Teams, und die Spitzenteams machen das, was Spitzenteams in der Free Agency so machen. Doch was bedeutet das für das Gesamtbild der Liga? SPOX-Redakteur Adrian Franke gibt seine Einschätzung mit dem Power Ranking der 32 Teams zwischen Free Agency und Draft ab.

NFL Power Ranking nach der Free Agency

32. Miami Dolphins

Die Dolphins wollen 2019 nicht möglichst viele Spiele gewinnen, das hat inzwischen hoffentlich jeder bemerkt. Für Miami geht es um zwei Dinge: einen drastischen Rebuild einleiten, indem man Draft-Picks sammelt - und die jungen Spieler im eigenen Team testen, um zu sehen, wer langfristig eine Option sein sollte. So sieht der Kader auch zunehmend aus, während etablierte Größen wie Cameron Wake, Ja'Wuan James, Frank Gore und inzwischen auch Ryan Tannehill weg sind. Um es sportlich zu betrachten: Die Offensive Line, das Receiving-Corps und der Pass-Rush werden Baustellen sein, umso mehr, da Robert Quinn ebenfalls noch via Trade gehen könnte. Miamis Fokus sind nicht Siege auf dem Feld in der kommenden Saison, und der Kader spiegelt das immer mehr wieder.

31. Washington Redskins

Case Keenum oder Colt McCoy wäre Stand heute der Starting-Quarterback, mit einem Receiving-Trio bestehend aus Paul Richardson, Brian Quick und Josh Doctson - in einer Liga, in der das Passing Game dominiert, sind das denkbar schlechte Voraussetzungen. In Jamison Crowder haben die Redskins einen sehr guten Slot-Receiver verloren, mit Preston Smith ihren Nummer-2-Pass-Rusher und mit Ty Nsekhe einen der besten Swing-Tackles der Liga, in einer Line, die zuletzt durchaus mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Washington ist ein heißer Kandidat für einen Trade im Draft - oder für Josh Rosen, sollte Arizona Rosen tatsächlich abgeben. Vorerst aber regiert das Prinzip Hoffnung in einer Saison, die durch den teuren Vertrag von Alex Smith, der mutmaßlich aber nicht spielen können wird, schnell zu einer verlorenen Saison werden kann.

30. New York Giants

Wo sich die Dolphins ohne Zweifel im Rebuild befinden, scheint über diese Frage bei den Giants Unklarheit zu herrschen. Landon Collins und Odell Beckham abzugeben könnte darauf hindeuten - Eli Manning zu behalten und Golden Tate für vier Jahre zu verpflichten eher nicht. Wo also stehen die Giants? New York hat auch ohne Beckham noch ein gutes Waffenarsenal mit Tate, Sterling Shepard, Evan Engram und Saquon Barkley. Die Offensive Line ist durch den Trade für Kevin Zeitler nochmals deutlich verbessert und wird zunehmend von einer Schwäche zu einer Stärke, Right Takle mal außen vor. Bleibt die Frage, in wie weit Manning all das noch zusammenführen kann, und die Eindrücke aus der vergangenen Saison lassen da nicht allzu viel hoffen. Doch werden die G-Men reichlich punkten müssen, denn die Defense besteht ohne Collins, Olivier Vernon, Damon Harrison und Eli Apple aus sehr vielen Fragezeichen. Pass-Rush, Linebacker, Cornerback - wie New York gegnerische Offenses stoppen will, bleibt abzuwarten.

29. Cincinnati Bengals

Gewohnt ruhige Free Agency in Cincinnati, Punktabzug gibt es aber für einige der unerwartet teuren Verträge für eigene Free Agents. Ansonsten ist das Bild in Cincinnati weitestgehend unverändert: Man hat klare Säulen auf beiden Seiten des Balls, A.J. Green sowie Geno Atkins vorneweg, doch auch Joe Mixon und Tyler Boyd stoßen nach starken Vorsaisons zunehmend in die Säulen-Kategorie vor, in der sich auch etwa William Jackson befindet. Aber die Bengals haben eben in der Summe auch eine leicht unterdurchschnittliche Offensive Line und einen Quarterback in Andy Dalton, der eine saubere Pocket unbedingt braucht. Cincinnati hat vereinzelt individuelles Talent, da besteht kein Zweifel. Aber noch zu wenige Bausteine um diese Spieler herum.

28. Arizona Cardinals

Gute Free Agency bei den Cardinals, die mehrere Baustellen adressierten - ohne sich finanziell langfristig zu hohe Lasten ans Bein zu binden. Robert Alford als zweiter Cornerback, Terrell Suggs für die Edge-Rush-Rotation gegenüber von Chandler Jones, Jordan Hicks, um die Linebacker-Lücke zu schließen, J.R. Sweezy und Marcus Gilbert, um der Offensive Line eine höhere Base-Line zu geben und Kevin White als "Neuanfang"-Projekt. White sollte sich zurück in der Air Raid Offense deutlich wohler fühlen. Arizona ist mit der Frage, wie die Offense von Kliff Kingsbury in der NFL funktionieren kann, ohnehin eines der spannenderen Teams - durch die Gerüchte über Kyler Murray und einen potentiellen Trade von Josh Rosen werden den Cardinals die Schlagzeilen bis zum Draft wohl sicher sein. Rein sportlich betrachtet sieht das Team aktuell definitiv besser aus als zum Ende der Vorsaison, mit einem guten Kern in der Defense und Talent auf den offensiven Skill-Positions. Die zentralen Baustellen sind die Defensive Line sowie noch immer Outside Receiver und Offensive Line.

27. Denver Broncos

So richtig kann ich die Free Agency der Broncos noch nicht greifen. Matt Paradis - mutmaßlich aufgrund seiner Knöchelverletzung - gehen zu lassen reißt ein riesiges Loch in die Offensive Line, mit Shaquil Barrett geht ein sehr guter, junger Pass-Rusher, der in Denver schlicht keine Chance auf einen Startplatz hatte. Neuzugang Bryce Callahan ist ein sehr guter Slot-Cornerback, Ja'Wuan James zumindest ein Upgrade auf Right Tackle. Dennoch kommt die Offensive Line noch immer mit riesigen Fragezeichen daher, und das lässt sich auch über das Wide Receiver Corps außerhalb von Courtland Sutton sagen - inklusive Emmanuel Sanders, der sich erst im Dezember die Achillessehne gerissen hat. Joe Flacco ist ein leichtes Upgrade gegenüber Case Keenum, den Trade sehe ich dennoch weiter kritisch; was das Passing Game angeht sind die Broncos in einem Umbruch, inklusive Rookie-Coordinator Rich Scangarello. 2019 sieht in dieser Hinsicht wie ein Übergangsjahr aus - war das kleine Upgrade von Keenum zu Flacco da nötig? Das Herz der Broncos ist noch immer der Pass-Rush mit Von Miller und Bradley Chubb, ohne Barrett und Shane Ray fehlt aber auch hier Tiefe.

26. Buffalo Bills

Mitch Morse und Spencer Long sind deutliche Upgrades in der Interior Offensive Line. Cole Beasley ist einer der verlässlichsten Slot-Receiver der vergangenen Jahre. John Brown war in der vergangenen Saison zumindest mit Flacco wieder ein gefährlicher Deep-Threat-Receiver, Ty Nsekhe ist ein Swing-Tackle mit Potential für mehr und Tyler Kroft ist ein solider Tight End. Andre Roberts war letztes Jahr einer der besten Returner der Liga und Frank Gore ist auch als 36-Jähriger ein überraschend guter Back, der vor allem in Pass-Protection extrem weiterhilft. Kurzum: Buffalo hatte bereits eine Top-8-Defense und hat jetzt intelligent die Offense verstärkt. Die Bills hatten unter dem Strich bislang eine sehr gute Offseason, die große Frage wird jetzt lauten: Was sehen wir von Josh Allen in seiner zweiten NFL-Saison?

25. New York Jets

Der Award für die "most splashy" Free Agency gehört wohl den Jets. C.J. Mosley mit einem Monster-Vertrag gelockt, Kelechi Osemele via Trade von den Raiders in den Big Apple geholt, dazu Le'Veon Bell und Jamison Crowder - und nur haarscharf an einer Verpflichtung von Anthony Barr vorbeigeschrammt. Warum also die Jets trotzdem nur auf Rang 25? Sie haben am teuersten in zwei Positionen investiert, die in der heutigen NFL nicht mehr die Bedeutung haben wie noch vor einigen Jahren: Off-Ball-Linebacker (Mosley) und Running Back (Bell). Beide machen die Jets natürlich besser, aber wie sehr? Und wie sehr fällt es auf der anderen Seite ins Gewicht, dass man keinen der Top-Center bekommen hat, dass der Edge-Rush noch immer ohne Antworten dasteht und dass die Secondary Claiborne und Skrine verloren hat? All diese Positionen sind für das Passing Game wichtig, die Jets haben vor dem Draft also einige klare Hausaufgaben. Über allem steht aber selbstredend noch die Entwicklung von Sam Darnold, und da war der Saison-Schlussspurt ausgesprochen ermutigend. Außerdem muss der neue Trainerstab, in dem es doch einiges an Konfliktpotential gibt, funktionieren.

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