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NFL Week 15 Roundup: RedZone-Konferenz, Highlights, Videos, Ergebnisse

Von SPOX
Antonio Brown stellte mit seinem Touchdown gegen die Patriots einen Franchise-Rekord ein.

Week 15 in der NFL - und es hagelte Entscheidungen! Die Bears schlagen Green Bay und beenden so nicht nur die Playoff-Träume der Packers, sondern setzen sich selbst auch zum ersten Mal seit 2010 die Division-Krone auf. Die Steelers wiederum schaffen einen so seltenen Sieg über New England, das zahlreiche Negativ-Marken aufstellte. Derweil gelingen den Colts gegen Dallas sowie den Titans bei den Giants-Shutout-Siege, die G-Men sind damit, genau wie Green Bay, auch rechnerisch aus dem Playoff-Rennen raus. Das gilt auch für die Lions, Buccaneers, Falcons und die Broncos.

NFL Week 15 Recaps und Highlights:

Pittsburgh Steelers (8-5-1) - New England Patriots (9-5)

Ergebnis: 17:10 (7:7, 7:0, 0:3, 3:0) BOXSCORE

  • Big Point für die Steelers! Durch ihren ersten Sieg über New England seit 2011 - und fünf Pleiten in Serie gegen die Patriots - wahren die Steelers ihre Chance auf den Sieg in der AFC North.
  • Der zweite Touchdown Pittsburghs, ein 17-Yard-Catch von Antonio Brown, war die Krönung eines 92-Yard-Drives. Dies war der längste Touchdown-Drive gegen die Patriots in dieser Saison. Zuvor hatten sie keinen TD-Drive zugelassen, der länger als 85 Yards ging.
  • Browns Touchdown war zugleich sein 13. in dieser Saison. Der Wide Receiver stellte damit seinen eigenen Franchise-Rekord bei den Steelers ein.
  • Die Patriots standen sich im gesamten Spiel eklatant selbst im Weg: Sie begingen 14 Penalties (die meisten seit 2014 für New England) für 106 Yards und das hauptsächlich in der Offense mit Holdings und Pre-Snap-Strafen. Überdies leisteten sich die Patriots-Receiver drei Drops (Edelman 2, Gordon 1) - Season-High für New England.
  • Mehr noch: Die Patriots haben erstmals seit 2009 fünf Spiele in einer Saison verloren. Seitdem Bill Belichick 2000 das Ruder übernahm, ist dies den Patriots erst zum siebten Mal insgesamt passiert. Und: die Patriots erzielten keine Punkte im zweiten Viertel, was ihnen zum ersten Mal in diesem Jahr passierte. Zuletzt kassierten sie im Oktober 2016 einen Shutout im zweiten Viertel gegen Buffalo - und ohne Tom Brady, der damals gesperrt war. Damit riss eine Serie von 41 Spielen in Folge mit Punkten im zweiten Viertel für New England.
  • Es war außerdem die zweite Dezember-Pleite für die Patriots in diesem Jahr. So viele Niederlagen im Dezember erlitt New England zuletzt 2002!

Chicago Bears (10-4) - Green Bay Packers (5-8-1)

Ergebnis 24:17 (7:0, 7:3, 0:11, 10:3) BOXSCORE

  • Historischer Nachmittag in Chicago, auf den Bears-Fans sehr lange warten mussten! Zum ersten Mal seit 2010 haben die Bears - nach vier Jahren in Folge auf dem letzten Platz der Division - die NFC North gewonnen, und das mit ihrem ersten Sieg gegen die Packers seit 2015. Bears-Coach Matt Nagy hat zwei Spieltage vor Saisonende bereits mit Chicago-Legende George Halas für die meisten Siege eines Bears-Head-Coaches im ersten Jahr gleichgezogen.
  • Dabei war wieder einmal das Duell an der Line of Scrimmage ein zentrales Thema. Die durch Verletzungen dezimierte Packers-Line konnte Chicagos Front nicht kontrollieren; Aaron Rodgers (25/42, 274 YDS, INT) steckte fünf Sacks ein und das Run Game (19 ATT, 88 YDS, TD) funktionierte insgesamt überhaupt nicht. 25 der 88 Yards kamen bei Rodgers-Scrambles zustande, nachdem Aaron Jones früh im Spiel mit einer Knieverletzung raus musste.
  • Chicago auf der anderen Seite war im Passing Game über Mitch Trubisky (20/28, 235 YDS, 2 TD) deutlich effizienter, Tarik Cohen lieferte früh einen sehenswerten Yards-after-Catch-Touchdown und beim Opening-Score durch Jordan Howard (19 Att, 60 YDS, TD) marschierte Howard ohne Gegner-Berührung in die Endzone.
  • Und doch war das Spiel lange eng. Chicago stand sich bei einem Fumble und einem missglückten Fake Punt selbst im Weg, Green Bay kam nach zwei Field Goals durch einen Jamaal-Williams-Touchdown mit anschließender 2-Point-Conversion zum Ausgleich. Der war aber nur von kurzer Dauer.
  • Trubisky fand Trey Burton gegen eine sehr softe Packers-Coverage zur erneuten Führung, als Green Bay etwas später die Chance auf den erneuten Anschluss hatte, konnte Jimmy Graham einen Rodgers-Pass in der Endzone nicht kontrollieren - der abgefälschte Ball landete bei Eddie Jackson zur Interception. Den Packers blieb nach einem späten Field Goal nur noch der Onside Kick Sekunden vor dem Ende, der jedoch nicht klappte. Damit ist Green Bay aus dem Playoff-Rennen nun auch rechnerisch ausgeschieden!

Indianapolis Colts (8-6) - Dallas Cowboys (8-6)

Ergebnis 23:0 (7:0, 3:0, 10:0, 3:0) BOXSCORE

  • Fantastischer Auftritt für ein Colts-Team, das sich mit diesem Sieg weiterhin mitten im Playoff-Rennen befindet - und bei dem ein klarer Unterschied feststellbar war: mit der Rückkehr von Center Ryan Kelly war die Offensive Line wieder so dominant, wie zwischenzeitlich in dieser Saison bereits zu beobachten war.
  • Das Run Game über Marlon Mack (27 ATT, 139 YDS, 2 TD) funktionierte so wieder deutlich besser, und auch Andrew Luck (16/27, 192 YDS) erhielt deutlich mehr Zeit in der Pocket. Dallas' Defense ließ so erstmals seit Woche 7 wieder im ersten Viertel Punkte zu. So präsentierte sich die Colts-Offense auch wieder deutlich ausbalancierter und legte mehrere lange Drives hin.
  • Doch gehörte das Scheinwerferlicht in dieser Partie zu noch größeren Teilen der eigenen Defense. Insbesondere Linebacker Darius Leonard, der erneut einige Argumente für die Auszeichnung zum Defensive Rookie des Jahres sammelte, hatte eine fantastische Vorstellung, Indianapolis stoppte Chicago mehrfach auch bei Fourth Down und Leonard selbst blockte einen Field-Goal-Versuch.
  • In der Folge fand Dallas, das ohne Guard Zack Martin antreten musste, offensiv nie in diese Partie. Dak Prescott (24/39, 206 YDS, INT) konnte nie die Big Plays auflegen, die gegen Philly in der vorwoche zu sehen waren. Auch Ezekiel Elliott (18 ATT, 87 YDS) und das Run Game konnten gegen eine sehr explosive Colts-Front die Partie nicht kontrollieren - dennoch hielt Jason Garrett auch spät im Spiel mit 20 Punkten im Rückstand am Run Game fest.
  • Das wurde bestraft: zum ersten Mal seit 15 Jahren müssen die Cowboys eine Shutout-Pleite über sich ergehen lassen! Das war Dallas zuletzt in Week 11 2003 passiert, oder auch 243 Partien in Folge nicht mehr. Nur drei Teams (Saints/269, Ravens/267 und Panthers/258) hatten vor diesem Spieltag eine längere aktive Serie.

San Francisco 49ers (4-10) - Seattle Seahawks (8-6)

Ergebnis: 26:23 OT (7:6, 10:7, 3:0, 3:10, 3:0) BOXSCORE

  • Rückschlag für die Seahawks! Durch die Pleite in Santa Clara müssen die Seahawks wieder um die Wildcard bangen. Sie lassen die Türe offen für Teams wie die Redskins, Vikings und möglicherweise auch Eagles, die allesamt noch dranbleiben.
  • Für die Entscheidung sorgte Kicker Robbie Gould, der knapp drei Minuten vor Ende der Overtime sicher aus 36 Yards zum Sieg traf. Zuvor hielten die Niners die Seahawks 3-and-out.
  • Nachdem die Seahawks den ersten Touchdown der Partie erzielt hatten - ein 5-Yard-Catch von Doug Baldwin im ersten Viertel -, antworteten San Francisco mit einem 97-Yard-Kick-Off-Return zum Touchdown von Richie James. Für den Rookie war es der erste Touchdown überhaupt in der NFL.
  • Die Seahawks präsentierten sich insgesamt äußerst undiszipliniert und kassierten 14 Strafen für 148 Yards! Die Niners hatten acht für 66 Yards.
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