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NFL

Week 15 Samstagsspiele: Browns schocken Broncos - Hopkins zerlegt Jets

Von SPOX
Baker Mayfield (r.) und die Cleveland Browns sind nach dem Sieg in Denver weiter im Playoff-Rennen.
© getty

Die Cleveland Browns haben eine lange Durststrecke beendet und ihre Playoff-Chancen durch einen Sieg über die Denver Broncos gewahrt. Die Houston Texans wiederum setzten sich nach hartem Kampf gegen die New York Jets durch. Überragender Mann dabei war Wide Receiver DeAndre Hopkins, der zwei Touchdowns erzielte.

Week 15 Samstagsspiele

New York Jets (4-10) - Houston Texans (10-4)

Ergebnis: 22:29 (3:3, 6:13, 6:0, 7:13) BOXSCORE

  • Die Houston Texans kamen zu einem hart umkämpften Auswärtssieg dank einer überragenden Vorstellung von Wide Receiver DeAndre Hopkins. Dieser erzielte beide Touchdowns der Texans. Der erste war eine 45-Yard-Bombe, bei der Hopkins völlig offen war. Der zweite zur Entscheidung kurz vor Spielschluss wiederum war ein 50-50-Ball über 14 Yards, den er trotz enger Coverage sicher aus der Luft pflückte. Hopkins beendete das Spiel mit 10 Receptions für 170 Yards.

  • Die Texans präsentierten sich vor der Pause sehr effektiv und punkteten in ihren ersten vier Drives des Spiels. Neben der 45-Yard-Bombe von Deshaun Watson auf Hopkins zum 13:3 Mitte des zweiten Viertels gelangen Kicker Ka'imi Fairbairn drei Field Goals.

  • Sein Gegenüber, Jason Myers, hatte hingegen keinen so effektiven Auftritt. Nach den ersten beiden Touchdowns der Jets vergab er jeweils den Extra-Punkt. Beim ersten Versuch ging der Kick rechts vorbei, beim zweiten Mal dann links. Damit hat er seit 2015 nun 15 PAT vergeben - die meisten in der NFL in dem Zeitraum. Zuvor traf er jedoch sicher aus 26 Yards kurz vor Ende des ersten Viertels zum zwischenzeitlichen 3:3.

  • Watson hatte einen insgesamt schweren Stand in New Jersey. Er kassierte insgesamt fünf Sacks und steckte sechs QB-Hits ein. Effektivster Pass-Rusher der Jets war dabei Defensive End Henry Anderson mit drei Sacks. Generell machten die Jets viel Druck auf Watson und zwangen ihn so häufig zu überhasteten Pässen, die entweder ungenau waren oder zumindest nicht zu First Downs führten. Insgesamt kassierte Watson nun 52 Sacks - die meisten nach 14 Spielen seit Jot Kitnas 55 in der Saison 2006.

  • Abgesehen von diesen Schwierigkeiten baute Watson aber auch eine beeindruckende Serie aus: Es war sein 19. Spiel in Serie mit mindestens einem Touchdown-Pass. Er hat damit weiterhin in jedem NFL-Start seiner Karriere mindestens einen TD-Pass geworfen.

  • Auf dem Weg zum dritten Jets-Touchdown durch Elijah Maguire wurde Trenton Cannon vermeintlich bei einem 3rd&1 an der 25 der Texans ohne Raumgewinn gestoppt. Videobilder zeigten jedoch, dass er sehr wohl ein First Down erzielt hatte. Kurioserweise verzichtete Jets-Coach Todd Bowles auf eine Challenge und ließ den vierten Versuch schnell ausspielen. Sein Gegenüber, Bill O'Brien, kam ihm jedoch zuvor und nahm eine Timeout. Und selbst danach verzichtete Bowles auf die Challenge. Ein neues First Down schafften die Jets aber dennoch - Sam Darnold fand Robby Anderson für eine 6-Yard-Completion.

  • Darnold zeigte sich sehr gut zu Fuß (6 CAR, 35 YDS) und lief damit zu einigen First Downs. So auch vorm Maguire-Touchdown. Auch dank seiner Athletik entging er meist dem Druck. Er steckte nur einen Sack und drei QB-Hits ein.

  • Premiere für die Texans: Erstmals unter Head Coach Bill O'Brien haben sie nun zehn Spiele in einer Saison gewonnen.

Denver Broncos (6-8) - Cleveland Browns (6-7-1)

Ergebnis: 16:17 (7:7, 3:3, 3:0, 3:7) BOXSCORE

  • Jabrill Peppers setzte den Schlusspunkt unter eine ereignisreiche Partie in der Mile High City. Sein Sack 40 Sekunden vor Schluss knipste den Broncos buchstäblich die Lichter aus. Zugleich endete damit eine Pleitenserie von elf Spielen der Browns gegen die Broncos, die erstmals seit 1990 wieder gegen Denver gewannen. Die Browns waren damit ihre Playoff-Chancen.

  • Die Cleveland Browns schafften einen frühen Stop gegen die Broncos und marschierten dann mit ihrer Offense zum ersten Touchdown des Spiels - Baker Mayfield feuerte einen 31-Yard-Touchdown-Pass in die Endzone zu Breshad Perriman. Damit erzielten sie zum dritten Mal in ihren letzten vier Spielen einen Touchdown in ihrem ersten Drive. Das war ihnen in den ersten zehn Spielen der Saison gar nicht gelungen.

  • Zur Pause stand es 10:10, was auch an einer sehenswerten Sequenz vor Ende der ersten Halbzeit lag: Zunächst fing Peppers eine Interception in der eigenen Endzone gegen Case Keenum. Da waren noch 1:42 Minuten auf der Uhr. Es folgten zwei schnelle 3-and-Outs auf beiden Seiten, ehe Cleveland den Ball nochmal zurückbekam. Von der 41-Yard-Linie Denvers warf dann Mayfield eine Interception zu Dymonte Thomas, sodass es zur Pause keine weiteren Punkte mehr gab.

  • Zur Pause hatten beide Teams jeweils 144 Total Yards. Bemerkenswert war dabei vor allem, dass Denver ganze 12 Rushing Yards zustande gebracht hatte - am Ende waren es nicht bedeutend mehr (32).

  • In der zweiten Halbzeit folgten vor allem zahlreiche Flaggen für Penalties. Die Browns (6 für 75 Yards) langten hier besonders hin und brachten sich dabei des Öfteren in arge Bedrängnis. Die aber wohl größte Strafe des Spiels war eine gegen Denver-Cornerback Jamar Taylor: Der nämlich wurde am Ende des dritten Viertels wegen eines Faustschlags des Feldes verwiesen.

  • Das wiederum traf die Broncos besonders hart, denn ihre Personaldecke auf der Cornerback-Position war aufgrund der Verletzungen von Chris Harris und Isaac Yiadom von vornherein schon prekär. Im Laufe des Spiels zog sich dann noch Brendan Langley eine Gehirnerschütterung zu und Bradley Roby biss sich auf die Zunge und musste auch raus.

  • Für die Wende im Spiel sorgte schließlich Keenums zweiter Pick zum Start des vierten Viertels. Im folgenden Drive nämlich fand Mayfield Antonio Callaway für einen 2-Yard-Touchdown-Pass zur zwischenzeitlichen 17:13-Führung für die Gäste. Zwei Angriffsserien zuvor hatten die Browns noch einen 15-Play-Drive durch einen Mayfield-Fumble verschwendet.

  • Linebacker Von Miller schrieb Franchise-Geschichte: Er schaffte seinen 98. Sack in der NFL und überholte damit Linebacker Simon Fletcher (97,5) für die meisten in der Geschichte der Denver Broncos.

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