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NFL

Week 14: Phins-Wahnsinn vs. Pats - Chiefs und Cowboys dramatisch

Von SPOX
Die New England Patriots haben überraschend und höchst dramatisch in Miami verloren.

Week 14 hat eine handvoll dramatische Finishes für uns parat gehabt. Keines aber war verrückter als das letzte Play der Dolphins gegen die Patriots. Die Cowboys und die Chiefs halten nach Overtime an ihren Siegesserien fest. Diese ist für die Texans nach neun Spielen gerissen. Die Steelers und die Broncos verlieren enttäuschend, während die Packers in Spiel 1 nach Mike McCarthy zum Erfolg finden. Und die Saints sind den Rams in die Playoffs gefolgt.

NFL Week 14 Recap: Ergebnisse, Spielberichte, Highlights:

Miami Dolphins (7-6) - New England Patriots (9-4)

Ergebnis: 34:33 (7:6, 14:21, 7:0, 6:6) BOXSCORE

  • Völlig, völlig verrücktes Finish in South Beach! Dieses Spiel schien vorbei zu sein, als die Patriots über zehn Plays 69 Yards das Feld runter marschierten, via Field Goal auf 33:28 erhöhten, und Miami den Ball Sekunden vor dem Ende zurückerhielt. Doch was dann passierte, wird im Süden Floridas noch in Jahren bei Highlight-Zusammenschnitten zu sehen sein.
  • Tannehill warf von der eigenen 31-Yard-Line mitnichten einen Hail Mary, sondern einen Pass bis kurz vor die 50-Yard-Line zu Kenny Stills. Von da aus gab es zwei Querpässe - und plötzlich war Kenyan Drake allen Patriots ausgewichen, Rob Gronkowski als letzter Verteidiger stolperte und Drake sprintete zum Game Winner in die Endzone! Ein wahnsinniges Play in einem Stadion, das auf Knopfdruck einem Tollhaus glich!
  • So muss New England zumindest noch eine Woche warten, ehe der nächste Division-Sieg feststeht - und diese Niederlag war in vielerlei Hinsicht selbstverschuldet. Das desolate Tackling und Verhalten in der finalen Formation auf der einen Seite, dazu aber ein Field-Goal- und ein PAT-Fehlschuss, sowie ein dramatischer Fehler von Brady beim letzten Play vor der Halbzeitpause, als er den Sack kassierte, statt den Ball weg zu werfen. Das kostete die Pats ein weiteres potentielles Field Goal, und so ließ New England sieben potentielle Punkte einfach liegen.
  • Und selbst vor dem wahnsinnigen Finish war es bereits eine äußerst unterhaltsame Partie, vor allem in der ersten Hälfte, als sich beide Teams einen Shootout lieferten. Brady (27/43, 358 YDS, 3 TD) spielte eine mitunter spektakuläre erste Halbzeit, doch Tannehill (14/19, 265 YDS, 3 TD) konnte mit einigen sehenswerten Pässen antworten - und vor allem im Run Game hatten die Dolphins klar die Oberhand. Ex-Patriots Brandon Bolden hatte zwei Runs, beide endeten in der Endzone, darunter ein 54-Yarder; und Frank Gore (12 ATT, 92 YDS) war einmal mehr der Chain-Mover für die Dolphins.
  • New England konnte die Dolphins immer wieder mit Edelman und Gronkowski attackieren, die Patriots arbeiteten mit sehr viel Motion und punkteten außerdem mit ihrem Special Team: New England blockte zwei (!) Punts in der ersten Hälfte. Doch Miami blieb im Spiel, obwohl Tannehill zwischendurch mit einer Knöchelverletzung raus musste - und am Ende wurden die Fehler der Pats heftig bestraft. Der 69-Yard-Touchdown am Ende ist das längste Play from Scrimmage um ein Spiel im vierten Viertel mit dem letzten Play der Partie zu gewinnen seit dem Liga-Zusammenschluss 1970.

Dallas Cowboys (8-5) - Philadelphia Eagles (6-7)

Ergebnis: 29:23 OT (3:0, 3:0, 3:6, 14:17, 6:0) BOXSCORE

  • Es war die vielleicht letzte Chance für den amtierenden Champion auf eine Playoff-Teilnahme und die hätte ein dramatischeres Ende nicht finden können. Die Eagles-Offense war über den Großteil des Spiels nicht existent und brach im zweiten Durchgang plötzlich aus. Doch reichte das nur für die Overtime, wo man niemals in Ballbesitz kam.
  • Die Cowboys-Defense dominierte die Partie von der ersten Minute weg. Philly fand überhaupt nicht ins Spiel und Carson Wentz (22/32, 228 YDS, 3 TD) war nach zwei Vierteln 6/8 für 48 Yards. Die Eagles hatten vier First Downs und 70 Yards an gesamter Offense. Zwar waren auch die Cowboys nicht gerade effektiv, doch brachte Brett Mahers 62-Yard-Field-Goal Dallas mit sechs Punkten zur Pause in Führung.
  • Es waren Fehler von Dak Prescott (42/54, 455 YDS, 3 TD, 2 INT), die Philly ins Spiel brachten. Prescott über- und unterwarf zwei Receiver für simple Picks. So kamen die Eagles zu einem 2-Yard-Score durch Alshon Jeffery. Dann fumblte Prescott nochmal und Philly hatte plötzlich Oberwasser. Im vierten Viertel begann dann der Wahnsinn.
  • Ausgeglichen im vierten Viertel attackierte Prescott endlich die dezimierte Eagles-Secondary und fand Cooper für einen Touchdown. Der wurde allerdings sofort von Dallas Goedert gekontert. Im nächsten Play (!) war es erneut Prescott auf Cooper über 75 Yards in die Endzone. Doch erneut fanden die Eagles ihre Antwort nach einem Big Play auf Nelson Agholor und dem Scrore durch Darren Sproles.
  • Obwohl Dallas 491 Yards abspulte, wo Philly nur 256 hatte, ging es in die Overtime. Hier aber kamen die Eagles nicht mehr in Ballbesitz. Den Schlusspunkt durfte wieder einmal Cooper setzen, der für 217 Yards fing und somit 5 Touchdowns in seinen letzten drei Spielen hat. Den Cowboys sind die Playoffs nun kaum noch zu nehmen.

Oakland Raiders (3-10) - Pittsburgh Steelers (7-5-1)

Ergebnis: 24:21 (7:0, 3:14, 0:0, 14:7) BOXSCORE

  • Die Steelers müssen den nächsten Rückschlag hinnehmen und blamieren sich nun auch gegen die Raiders. Die dritte Niederlage in Folge ist auf defensive Probleme, Verletzungen und einen Kicker zurückzuführen, der langsam um seinen Job bangen dürfte. Denn nachdem die Steelers ihm im Sommer einen Vier-Jahres-Vertrag über 20 Millionen Dollar gegeben haben, hat Chris Boswell in dieser Saison 5 Extra Punkte und 6 Field Goals verschossen.
  • Pittsburgh hatte ohne James Conner spielend große Probleme, das Running Game in Bewegung zu bringen. Vertreter Jaylen Samuels lief für gerade einmal 2,5 Yards pro Laufversuch. Es schien, als ob die gesamte Offense Pittsburghs auf den Schultern des überragend spielenden JuJu Smith-Schuster lastete. Der fing mit einem unglaublichen Toe-Tap-Catch in der Endzone den Touchdown, der den Steelers eine Halbzeit-Führung einbrachte.
  • Grundsätzlich aber bewegte sich die Raiders-Offense gut über das Feld. Derek Carr (25/34, 322 YDS, 2 TD) hatte tolle Drives und setzte wieder einmal seine Lieblings-Waffe Jared Cook hervorragend in Szene. In der Endzone hingegen waren es die Big Men Derek Carrier und Lee Smith, die die Raiders in eine tolle Ausgangssituation gegen den angeschlagenen Gegner brachten.
  • Angeschlagen vor allem deshalb, weil Pittsburgh aus der zweiten Halbzeit ohne Ben Roethlisberger kam. Josh Dobbs (4/9, 24 YDS, INT) übernahm für den im Rippenbereich verletzten QB1 hier, während Big Ben auf Abruf an der Seitenlinie stand. Der konnte jedoch keine Akzente setzen und als Oakland im vierten Viertel in Führung ging, schickte Mike Tomlin Roethlisberger (25/29, 282 YDS, 2 TD) tatsächlich wieder auf das Feld.
  • Smith-Schuster brachte die Steelers im vierten Viertel dann erneut mit einer tollen Reception in Führung, doch schlug Oakland wieder zurück. Und das mit nur noch 21 Sekunden auf der Uhr. Die Steelers hatten aber noch einen Trickspielzug im Köcher, der das Team über James Washington und JuJu an Oaklands 22-Yard-Linie platzierte. Hier nahm das tragische Schicksal seinen Lauf. Boswell rutschte weg und der Kick wurde geblockt.

San Francisco 49ers (3-10) - Denver Broncos (6-7)

Ergebnis: 20:14 (3:0, 17:0, 0:7, 0:7) BOXSCORE

  • Das ist eigentlich nicht zu glauben. Da nehmen die Broncos zuletzt richtig Fahrt auf und überzeugen teilweise sogar auf der offensiven Seite um mehrere Statement-Siege einzufahren und sich doch noch ins Playoff-Rennen zu bringen. Und dann verschenkt man die Riesen-Chance gegen die bislang so enttäuschenden Niners.
  • Doch von vorne: Denver vermisste auf der defensiven Seite Chris Harris, doch hatte man aufgrund der begrenzten Receiver-Optionen eigentlich immer noch den Vorteil auf seiner Seite. Dennoch aber schaffte man es nicht, die wichtigste zuzustellen. Und so kam Tight End George Kittle zu einem der herausragenden Spiele in dieser Saison. Kittle fing schon im ersten Durchgang für wahnsinnige 210 Yards und einen Touchdown. Und der bisherige NFL-Rekord für Receiving-Yards eines Tight Ends in einem Spiel waren 214 von Shannon Sharpe für die Broncos 2002.
  • Auf der offensiven Seite hingegen machte sich bei den Broncos der Ausfall von Emmanuel Sanders bemerkbar. Man fand so gut wie überhaupt keine Wege, seine Playmaker einzusetzen und Philip Lindsay wurde von San Fran hervorragend kontrolliert. Lindsay lief bei 14 Versuchen gerade einmal für 30 Yards und fing für 21 zusätzliche.
  • Bei den Broncos machte sich so langsam Frust bemerkbar und so wurde beispielsweise Von Miller nach drei Offside-Penalties im ersten Durchgang kurz vom Feld genommen. Denver verbesserte sich im zweiten Durchgang, doch wurden Case Keenum (24/42, 186 YDS, TD) und Lindsay mehrfach bei 4th-Down-Versuchen gestoppt.
  • Kittle hingegen fing im zweiten Durchgang tatsächlich keinen einzigen Pass mehr, darf sich aber darüber freuen, der erste Niners-Tight-End überhaupt zu sein, der für über 1.000 Yards in einer Saison fängt. Darüber hinaus hatte Nick Mullens (20/33, 332 YDS, 2 TD, INT) gerade in Durchgang Eins ein gutes Spiel.
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