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Carolina Panthers - Philadelphia Eagles 23:28: Ergebnis, Analyse, Highlights

Statement! Die Eagles knacken auch Carolina

Von Pascal De Marco
Freitag, 13.10.2017 | 06:30 Uhr
Zach Ertz fing im gesamten Spiel zwei Pässe. Beide Male konnte er dabei einen Touchdown bejubeln
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Die Philadelphia Eagles 5-1 sind das Überraschungsteam der Saison. Beim 28:23-Sieg gegen die Carolina Panthers 4-2 konnte Philly unter der Regie von einem ständig unter Druck gesetzten aber sehr geduldigem Carson Wentz ein absolutes Statement setzen. Die Panthers konnten ihre limitierten offensiven Möglichkeiten nicht gänzlich durch kreatives Playcalling wettmachen. Entscheidend waren drei Newton-Interceptions.

In einem überwiegend ausgeglichenem Spiel sahen die Panthers ihre Möglichkeit, eine der heißesten Offenses der Liga durch häufiges Blitzing zu stoppen. Carson Wentz (16/30, 222 YDS, 3TD) jedoch blieb ruhig und leistete sich nahezu keinerlei Fehler. Der Fumble im ersten Drive ging auf die Kappe von Lane-Johnson-Ersatz Halapoulivaati Vaitai.

Die Panthers versuchten ihrerseits das nicht existente Running-Back-Rushing-Game durch Kreativität zu kompensieren. Alle Panthers Running Backs gemeinsam liefen dabei für 70 Yards weniger als Cam Newton (Passing: 28/52, 239 YDS, TD, 3INT - Rushing: 11 CAR, 71 YDS, TD). Der brachte Carolina bezeichnend mit einem 16-Yard-Run in Front.

Eine Gehirnerschütterung bei Luke Kuechly kurz vor der Halbzeit und zwei Newton-Interceptions vor und nach der 30-Minuten-Marke leiteten das Spiel daraufhin in die entgegengesetzte Richtung. Wentz fand innerhalb der Redzone zweimal Tight End Zach Ertz, der ansonsten kein großer Faktor des Spiels war.

Die Panthers schienen eigentlich nur durch die sich ansammelnden Strafen der Gäste (Zehn für 126 Yards) in der Partie zu bleiben. Doch als sich die Panthers-Defense endgültig etablieren konnte und Carolina zum späten Comeback ansetzte, warf Newton nach einem Missverständnis mit Russell Shepard die nächste und spielentscheidende Interception.

Die wichtigsten Statistiken

Carolina Panthers (4-2) - Philadelphia Eagles (5-1) 23:28 (3:3, 7:7, 6:11, 7:7) BOXSCORE

  • Julius Peppers ist mit seinem frühen Sack gegen Carson Wentz der fünfte Spieler in der Geschichte der NFL, der in seiner Karriere mindestens 150 Sacks sammeln konnte.
  • Cam Newtons Rushing-Touchdown war der vierte in seiner Karriere, bei dem er mindestens 15 Yards Boden hinter sich ließ. Dies haben vor ihm lediglich Colin Kaepernick und Wilson Taylor geschafft.
  • Nächstes gutes Spiel von Kelvin Benjamin. Der Wideout fing neun seiner 13 Targets für 99 Yards.
  • Die Eagles erzielten drei Touchdowns. Alle drei kamen nach der Verletzung von Luke Kuechly zustande.
  • Außerdem konnte Philly bereits seine zweite Two-Point-Conversion der Saison erfolgreich umsetzen. Der Rest der Liga steht hierbei bei einer Bilanz von 6-27.
  • Carson Wentz hat in dieser Saison bereits sieben Touchdowns bei 3rd Down geworfen. Damit sind es mindestens drei mehr als bei jedem anderen Quarterback in der Liga.
  • Zach Ertz ist der erste Tight End in der Geschichte der Philadelphia Eagles, der in den ersten sechs Saisonspielen bereits vier Touchdowns gefangen hat.
  • Die Eagles stehen nach dem ersten Viertel Football bei einem Gesamtscore von 44:6. Die Differenz von Plus-38 ist die beste der NFL.

Die Stimmen zum Spiel

Cam Newton (Quarterback, Carolina Panthers):

"Wir haben heute leider nicht die Zutaten gehabt, dieses Spiel zu gewinnen. Durch unsere Turnover haben wir ihnen Vorlagen gegeben, zu scoren. Wir müssen den Ball besser beschützen und damit meine ich mich selbst."

Malcolm Jenkins (Safety, Philadelphia Eagles):

"Wir haben einen guten Job darin gemacht, in einem weiteren engen Spiel unsere Nerven zu behalten. Wir sind sehr stolz darauf, wie wir gespielt haben. Es war ein harter Test nach einer kurzen Woche. Und das bei einem starken Gegner in einem schwierigen Stadion."

Das entscheidende Duell: Cam Newton gegen die Eagles-Front

Erneut hatten die Panthers Probleme ein Rushing Game auf die Beine zu stellen. Die Offense konnte bei einfachen Handoffs so gut wie überhaupt kein Raumgewinn erzielen. Deshalb war es wieder einmal um so wichtiger Newton über Play Action Fakes in Bewegung zu bekommen. Dominierte Philly das handelsübliche Ground Game nach Belieben, so fand Newton bei eigener Bewegung ab und an Platz und eine selten unsortierte Eagles-Defense. Die Panthers stellten sich häufig in Two-Back-Formations mit Christian McCaffrey und Curtis Samuel auf. Hier kapitalisierte Newton im kreativen Panthers Offensive-Scheme auch von der Run-Pass-Option. Alles in Allem war die Eagles-Defense allerdings zu Potent und stellte sich mit Verlauf der Spielzeit immer besser auf das Playcalling der Panthers ein.

Der Knackpunkt: Die Panthers-Turnover

Zwar wirkte die Eages-Offense gut geölt, doch konnten sich die Gäste nur selten in Scoring-Position bringen. Hilfe bekam man hier vonseiten der Defense. Vor allem aber vonseiten der Panthers selbst. Mit sechs Minuten verbleibend im ersten Durchgang wurde Newton beim Passversuch durch einen eigenen Lineman berührt und der Ball von Rasul Douglas intercepted. Die Eagles konnten die sofortige Red-Zone-Chance nutzen. Kurz nach der Halbzeit verantwortete Jonathan Stewart eine weitere Interception innerhalb der eigenen 20-Yard-Marke. Beide Turnover wurden in insgesamt 15 Punkte konvertiert. Im vorletzten Drive hatte Newton nochmals die Chance Carolina in Führung zu bringen. Sein Passversuch in Richtung Russell Shepard war allerdings ein Geschenk für Jalen Mills.

Der Star des Spiels: Fletcher Cox

Der Defensive Tackle war vor dem Spiel noch fraglich, konnte schlussendlich aber doch ran und lieferte eine vollends überzeugende Leistung ab. Die erste Newton-Interception provozierte Cox durch den enormen Druck, den er auf Guard Trai Turner ausübte. Zudem sammelte er zwei Tackles, 0,5 Sacks und zwei Quarterback-Hits. Von Cox' Präsenz lebte die gesamte Eagles-Front.

Der Flop des Spiels: Jonathan Stewart

Stewart steht symptomatisch für die großen Probleme, die die Panthers und ihr Ground Game begleiten. Auch gegen Philadelphia kam der 30-Jährige nicht in die Gänge und lief für minus-vier Yards bei acht Carries. Zwar wurde Stewart meist schon vor der Line of Scrimmage berührt. Yards after Contact kamen beim eigentlich physisch starken Back aber auch nicht zu Stande. Im Receiving Department leistete sich Stewart Anfang des dritten Viertels einen kapitalen Aussetzer als er einen kurzen Pass nicht festhalten konnte und ihn direkt in die Hände von Patrick Robinson jonglierte. Philly machte daraus acht Punkte, die schlussendlich entscheidenden Wert haben sollten.

Die Taktik-Tafel:

  • Flexibilität und Kreativität sind die Merkmale, die die Offense der Panthers in diesem Jahr am besten beschreiben. Ohne funktionierendes Running Game ist Carolina auf andere Optionen angewiesen. Und diese findet man vor allen Dingen in Option-Plays, Jet Sweeps und End Arounds.
  • Christian McCaffrey war dabei wiedermal ein großer Faktor im Receiving Game. Der Running Back hatte bei 14 Targets zehn Receptions für 56 Yards und einen Touchdown.
  • Die Eagles-Defense konnte immer wieder Druck ausüben und Newton schon früh zwingen, großes Risiko zu gehen. Hier schoss man sich lediglich durch Coverage-Penalties ins eigene Bein.
  • Auf der offensiven Seite ersetzte man den verletzten Right Tackle Lane Johnson durch Halapoulivaati Vaitai. Der wurde schon früh von Julius Peppers in die Schule geschickt. Konnte sich daraufhin allerdings etwas rehabilitieren. Dennoch machte in der O-Line wenn, dann die rechte Seite Sorgen.
  • Die Panthers versuchten immer wieder mit Blitzes Druck auszuüben und waren dabei mit drei Sacks und acht Quarterback Hits erfolgreich. Die Verletzung von Luke Kuechly kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnten die Panthers in Form von David Mayo zumindest ordentlich kompensieren.
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