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Donald Trump: Keine Tolereanz zum Boykott der US-Nationalhymne

Trump kritisiert Protest - NFL wehrt sich

Von SID/SPOX
Samstag, 23.09.2017 | 16:28 Uhr
Trump zu NFL-Protestlern
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US-Präsident Donald Trump hat Klub-Eigentümer aus der NFL aufgefordert, den Boykott der US-Nationalhymne nicht zu tolerieren und protestierende Spieler zu entlassen. "Würdet ihr es nicht lieben, wenn jemand unsere Flagge verachtet und der Eigner darauf sagt, 'nehmt den Hurensohn vom Feld. Er ist gefeuert. Er ist gefeuert'", sagte der 71-Jährige in Huntsville/Alabama unter lautem Applaus.

Der Boykott zeige "die totale Respektlosigkeit vor unserem Erbe", sagte Trump, "das ist eine Verachtung von allem, wofür wir stehen." Auch die Zuschauer sollten nach Ansicht des US-Präsidenten das Stadion verlassen, wenn ein Spieler sich nicht für die Nationalhymne erhebt: "Ich garantiere euch, dass es dann aufhört", sagte der umstrittene Republikaner.

Aus Protest gegen Rassismus und Ungerechtigkeit in den USA hatten mehrere NFL-Spieler die US-Nationalhymne boykottiert und sich geweigert, während der Nationalhymne vor dem Spiel aufzustehen.

Im vergangenen Jahr hatte Quarterback Colin Kaepernick von den San Francisco 49ers diese Form der Proteste gegen Rassendiskriminierung und Polizeigewalt in Gang gesetzt und sah sich heftigen Reaktionen ausgesetzt. Für die laufende Saison hat der 29 Jahre alte Free Agent noch kein neues Team gefunden.

Goodell: "Kommentare zeigen mangelnden Respekt"

Die Antwort der Liga ließ allerdings nicht lange auf sich warten. In einem Statement erklärte Commissioner Roger Goodell, dass Liga und Spieler darum bemüht seien, ein "Gefühl von Einheit in unserem Land und unserer Kultur zu schaffen Es gibt kein besseres Beispiel dafür als die großartigen Reaktionen der Teams und der Spieler auf die furchtbaren Naturkatastrophen des letzten Monats."

Weiter attackierte Goodell Trump auch direkt: "Spaltende Kommentare wie dieser zeigen leider einen Mangel an Respekt gegenüber der NFL, unserem großartigen Spiel und allen unseren Spielern, sowie ein mangelndes Verständnis für die vielen guten Dinge, für die Teams und Spieler in den Gemeinden stehen."

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