Week 2: Chiefs - Broncos im LIVESTREAM

Alex Smith: Die Zeit ist reif

Donnerstag, 17.09.2015 | 13:56 Uhr
Alex Smith kann gegen Denver ein Statement setzen - und gleich mehrere Serien beenden
© getty
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Über Jahre hinweg fristete Alex Smith eine Art Schattendasein, der Quarterback der Kansas City Chiefs wird seinen zweifelhaften Ruf schlicht nicht los. Doch der inzwischen 31-Jährige hat sich mit seinem Bild in der Öffentlichkeit arrangiert und kann auf die Hilfe seines Coaches bauen. Das Duell mit den Denver Broncos zum Start von Week 2 (Fr., 2.25 Uhr im LIVESTREAM FOR FREE) könnte einen Machtwechsel einleiten - aus Smiths Sicht scheint die Zeit reif.

"Alex Smith ist ein Game-Manager." Es ist einer dieser Sätze, über den man unweigerlich stolpert, wenn man sich mit den Chiefs und deren Quarterback beschäftigt. Dabei schwingt unüberhörbar eine gewisse Kritik an dem einstigen Nummer-1-Draftpick mit: Zu gut, um keine Chancen auf Starting-Jobs zu bekommen, aber zu schlecht, um ein Team im Stile eines Tom Brady oder Aaron Rodgers mehr oder weniger im Alleingang zu tragen.

Genau das kostete ihn letztlich auch den Job bei den San Francisco 49ers, die ihn einst 2005 drafteten - 23 Spots ehe Aaron Rodgers nach Green Bay ging. Der junge Colin Kaepernick, der Smith zunächst nach einer Verletzung ersetzte, wirkte wie eben jener Quarterback, der sein Team auf die nächste Ebene heben und für das Besondere sorgen kann. Im Gegensatz zu, so sein Ruf, dem verlässlichen aber unspektakulären Smith.

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"Ich würde sagen, dass ich früher auf dem Platz viel gemacht habe, um andere Leute zu überzeugen. Um ihnen zu zeigen, dass ich diesen Wurf oder jenen Spielzug drauf habe. Ich wollte meinen Draft-Platz rechtfertigen. Diese Art zu spielen macht keinen Spaß", gab Smith jüngst in der Denver Post zu. "Aber irgendwann kommst du an den Punkt, wo du dir denkst: "Scheiß drauf!" Ich will für meine Mitspieler und mich selbst spielen und einfach dem Team dabei helfen, zu gewinnen."

Kurze Pässe als Markenzeichen

Dass er seine Checkdown-Plays, also sichere, kurze und schnelle Würfe, liebt, ist dabei überhaupt kein Geheimnis. Im Spiel sieht man es immer wieder, sobald der Gegner mit Druck kommt, geht Smiths erster Blick nahezu immer direkt zu seinem Running Back. Ein Phänomen, das auch gegen Denvers brandgefährlichen Pass-Rush zu sehen sein wird. Doch mit Jamaal Charles und Travis Kelce hat Smith auch die Waffen dafür.

Mit seinen sieben Yards pro Passversuch in der Vorsaison rangierte er, von allen Quarterbacks mit mindestens 300 Pässen, aufgrund seiner Spielweise lediglich vor Ryan Tannehill (6,9), Geno Smith (6,9), Jay Cutler (6,8), Josh McCown (6,7), Blake Bortles (6,1) und Derek Carr (5,5) - und damit genau in der Mid-Range, in die Smith so häufig eingeordnet wird. Kleine Ironie des Schicksals: Kaepernick beendete die Saison mit genau gleich vielen Yards pro Passversuch wie Smith.

Match made in Heaven

Doch in Kansas City stört sich keiner der Verantwortlichen an Smiths Spielweise - im Gegenteil. Chiefs-Coach Andy Reid, der Smith 2013 zu seinem eigenen Einstand in Kansas City als seinen neuen Quarterback aus San Francisco holte, hat es sich viel mehr zur Aufgabe gemacht, die Offense um Smiths Stärken herum zu schustern und baut voll auf seinen Quarterback. Nicht umsonst erhielt Smith im Vorjahr eine Vertragsverlängerung um vier Jahre über 68 Millionen Dollar.

So baut Reids West Coast Offense geradezu darauf, mehrere (oft zwischen fünf und acht) sichere Würfe einzustreuen, um den Quarterback ins Spiel zu bringen. Eben jene Pässe, die Charles in den offenen Raum bringen sollen, sind ausdrücklich erwünscht. Gleiches gilt für Tight End Kelce. Timing und Rhythmus sind die entscheidenden Schlüsselkompetenzen - vielleicht die größten Stärken in Smiths Spiel.

Beim Auftakt gegen Houston wurde bereits deutlich, wie die Offense funktionieren kann. Gerade in der ersten Hälfte wirkten die Chiefs wie eine gut geölte Maschine, auf die Houston häufig keine Antworten hatte. "Alex war wirklich stark. Wenn er so gut spielt und die Offensive Line so blockt wie heute, sind wir ein ziemlich gutes Football-Team", lobte Kelce anschließend.

Smith: "Die wissen was sie tun"

Gerade die O-Line, die womöglich ohne Tackle Eric Fisher (Knöchel) auskommen muss, wird in Denver aber unter besonderer Beobachtung stehen. Die Broncos-Pass-Rusher Von Miller und DeMarcus Ware verzeichneten gegen Baltimore zusammengenommen acht Quarterback-Hits. "Das ist eine wirklich starke und erfahrene Gruppe mit einem sehr guten Coach. Die wissen, was sie tun", mahnte auch Smith.

Zumal Denver Safety T.J. Ward nach abgesessener Sperre zurückerhält, Ward dürfte es immer wieder mit Kelce zu tun bekommen. Hier könnte, neben den beiden O-Lines, ein Schlüsselduell liegen: Wird Kelce weitestgehend neutralisiert, fehlt der Chiefs-Offense ein elementarer Bestandteil für das schnelle Passing Game, wenngleich sich Smith sicher ist: "Ich denke, wir haben viele Waffen und mehrere Jungs, die vieles können. Das bereitet gegnerischen Defenses viele Probleme."

Gelingt den Chiefs der Cut?

Gleichzeitig hätte der 31-Jährige wohl auch nichts dagegen, seinen historischen Lauf zu beenden: Die Chiefs blieben in der kompletten Vorsaison ohne TD-Pass zu einem Wide Receiver, im ersten Spiel gegen Houston setzte sich die Serie fort. Reid bleibt aber auch hier ganz pragmatisch: "So lange wir in die Endzone kommen, ist alles gut. Mir ist wirklich komplett egal, wer die Touchdown-Pässe fängt, wenn ich ganz ehrlich bin."

Für Smith wäre es zudem allerdings an der Zeit, eine andere, deutlich wichtigere Serie endlich zu den Akten zu legen: Seitdem er in Kansas City ist hat Smith alle vier Spiele gegen Denver verloren. Gegen Peyton Manning wartet er gar nach sechs Duellen noch immer auf einen Sieg. Ein Grund dafür: Denver hat Charles in den vergangenen vier Duellen immer unter 100 Rushing-Yards gehalten. In der Vorwoche ließen die Broncos lediglich einen Run von mehr als zehn Yards zu.

Bereits kurz nach der vergangenen Saison hatte Chiefs-Geschäftsführer John Dorsey über Smith gesagt: "Ich denke, er ist alles, was wir uns erhofft haben. Wir müssen jetzt einiges um ihn herum in Stellung bringen." Der Aufstieg von Kelce sowie die Offseason-Verpflichtung von Jeremy Maclin gibt dem Ex-Niner alle Möglichkeiten, um mit der Hilfe einer starken Defense Erfolg zu haben. Jetzt muss er allerdings auch liefern. Die Zeit ist reif wie nie.

Gereizter Manning fordert Geduld

So wird Smith dann auch im ersten Saisonduell mit dem schärfsten Division-Rivalen doch wieder einmal mehr leisten müssen, als die oft so verpönten Game-Manager-Qualitäten. Klar ist aber auch: Denvers O-Line wurde beim Auftakt gegen Baltimore bereits hoffnungslos dominiert, mit den Chiefs wartet jetzt eine noch stärkere Front um Pass-Rusher Justin Houston.

Die Folge gegen die Ravens war aus Denvers Sicht ein nahezu kaum existentes Running Game sowie permanenter Druck auf Manning. Der zukünftige Hall-of-Famer wirkte in der Pocket noch unbeweglicher als sonst und setzte seinen saisonübergreifenden Negativlauf fort: In den letzten insgesamt sieben Spielen verzeichnete Manning 6,45 Yards pro Passversuch sowie nur sechs Touchdowns bei sieben Interceptions. Gegen die Ravens verzeichnete er erschreckende 4,4 Yards pro Passversuch.

"Jeder will nach dem ersten Spiel ein Urteil über unsere Offense fällen, aber ich denke, das ist einfach nicht möglich", betonte der 39-Jährige dennoch in der Denver Post, nur um direkt danach eine gewisse Gereiztheit zu offenbaren: "Wir befinden uns nach wie vor im Umbruch. Wenn ihr irgendeine tolle Headline für euren kleinen Artikel oder was auch immer braucht: Wir versuchen, jede Woche besser zu werden."

Denver hat seine letzten sechs Duelle mit den Chiefs gewonnen, Peyton Manning selbst somit noch kein einziges Spiel im Broncos-Trikot gegen den Division-Rivalen verloren. Doch um diese Serie aufrecht zu erhalten, wird sich auch und vor allem Manning selbst erheblich steigern müssen. Andernfalls werden deutlich kritischere Nachfragen nicht lange auf sich warten lassen. Und der Machtwechsel in der AFC West könnte konkreter werden.

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 2:

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