Suche...

Deflate-Gate: Brady droht Sperre

Von Adrian Franke
Donnerstag, 07.05.2015 | 13:33 Uhr
Tom Brady gewann mit den Patriots in diesem Jahr den Super Bowl
© getty
Advertisement
NFL
Bears @ Lions
NFL
Chargers @ Chiefs
NFL
Texans @ Jaguars
NFL
RedZone -
Week 15
NFL
Jets @ Saints (DELAYED)
NFL
Cowboys @ Raiders
NFL
Falcons @ Buccaneers
NFL
Colts @ Ravens
NFL
Vikings @ Packers
NFL
RedZone -
Week 16
NFL
Steelers @ Texans
NFL
Raiders @ Eagles

Die Deflate-Gate-Untersuchungen sind abgeschlossen und könnten für Tom Brady ernsthafte Konsequenzen haben. Der Quarterback wusste mit allergrößter Wahrscheinlichkeit zumindest von den Machenschaften, jetzt könnte sogar eine Sperre drohen. Indes hat Ed Reed sein Karriereende verkündet und Alfonzo Dennard geht nach Arizona. Außerdem: Den Niners steht schon wieder Ärger ins Haus.

Deflate-Gate-Untersuchung abgeschlossen: Die Untersuchungen von Ted Wells zu den mutmaßlich manipulierten Spielbällen im vergangenen AFC-Championship-Game zwischen den New England Patriots und den Indianapolis Colts sind nach über 100 Tagen endlich abgeschlossen - und das Ergebnis könnte für die Pats und vor allem für Quarterback Tom Brady ernsthafte Konsequenzen haben. Brady bevorzugt Bälle mit möglichst wenig Luft, den Colts-Spielern fiel der gringe Druck bei einer Interception kurz vor der Halbzeit auf.

In dem Bericht heißt es: "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass Jim McNally, der offizielle Verantwortliche für die Patriots-Kabine, und John Jastremski, ein Ausrüstungsassistent der Patriots, daran beteiligt waren, vorsätzlich Luft aus den Patriots-Spielbällen zu lassen, nachdem diese von den Schiedsrichtern untersucht worden waren. Basierend auf den Beweisen sind wir außerdem der Meinung, dass es wahrscheinlich ist, dass Tom Brady zumindest generell von den unangebrachten Aktivitäten von McNally und Jastremski wusste."

Jeder der Pats-Bälle, die zur Halbzeit des Spiels getestet wurden, hatten demnach einen zu geringen Luftdruck und wurden in der Pause wieder aufgepumpt. Darüber hinaus wussten die Patriots-Verantwortlichen laut dem Bericht nichts von dem Vorfall, allerdings wurden fünf schriftliche Anfragen, um McNally ein zweites Mal zu befragen, abgelehnt. Zudem lagen den Untersuchern mehrere SMS-Auszüge zwischen McNally und Jastremski vor, in dem sich beide nach dem Duell mit den Jets Mitte Oktober offen über das Thema unterhielten.

"Tom ist scheiße...ich mache aus dem nächsten Ball einen verdammten Ballon", schrieb McNally und Jastremski antwortete: "Ich habe gestern mit ihm gesprochen. Er sprach auch über dich und sagte, dass du Probleme damit haben musst, sie richtig vorzubereiten." Einige Tage später deutete McNally direkt auf Gefälligkeiten von Brady hin, als er seinem Kollegen schrieb: "Du solltest lieber Bares und neue Schuhe dabei haben. Sonst ist es am Sonntag ein Rugby." Auch Brady selbst schrieb Jastremski mehrere auffällige Nachrichten - ohne aber eine direkte Beteiligung zu bestätigen.

Dennoch hatte er, neben dem Beharren auf der eigenen Unschuld, öffentlich betont, er würde zumindest McNally gar nicht kennen, was nunmehr ebenfalls massiv in Frage gestellt werden darf. Spannend wird aber vor allem, wie die NFL mit dem Vorfall umgeht. Bradys Schuld ist trotz des Berichts nicht definitiv bewiesen, auch wenn alles darauf hindeutet. Von einer Geldstrafe im fünfstelligen Bereich bis zu einer Sperre scheint jetzt alles möglich. Sollte die Strafe aber zu harmlos ausfallen, dürften Nachahmer sicher bald folgen.

Cards holen Dennard: Nachdem sich die Arizona Cardinals im Draft nicht um die CB-Position gekümmert haben, dauerte es nach dem Draft nicht lange: Am Mittwoch schnappten sich die Cards Ex-Patriots-CB Alfonzo Dennard vom Waiver Wire. Dennards Vertrag läuft noch ein Jahr und bringt ihm 1,54 Millionen Dollar ein, der 25-Jährige kann Arizona mit seinen Press-Coverage-Fähigkeiten weiterhelfen.

Cards-Geschäftsführer Steve Keim erklärte: "Er ist den Spielern in unserer Secondary ähnlich - er ist vielseitig. Uns gefällt, was wir von ihm gesehen haben." Dennard hatte über die letzten drei Jahre fünf Picks und 90 Tackles, schlug sich aber auch immer wieder mit Verletzungen herum. Vor seinem Draft 2012 kosteten ihn zudem Probleme mit dem Gesetz mutmaßlich bis zu fünf Runden.

Reed beendet Karriere: Ed Reed hat jetzt auch den offiziellen Schlussstrich gezogen. Der All-Pro-Safety verkündete am Mittwoch sein Karriereende, sein letztes Spiel hatte er 2013 für die New York Jets absolviert. Reed verzeichnete über seine Karriere 64 Interceptions und hält mit 1.590 Yards den Rekord für die meisten INT-Return-Yards. Gemeinsam mit Troy Polamalu war er der unbestritten beste Safety der letzten 15 Jahre.

Schwere Vorwürfe gegen Brooks: Den San Francisco 49ers steht erneut Ärger ins Haus. Die gleiche Frau, die Ex-Niners-DT Ray McDonald im Vorjahr bereits beschuldigt hatte, hat sich jetzt erneut zu Wort gemeldet - und wirft auch Niners-LB Ahmad Brooks eine Sexualstraftat vor.

Einem Bericht von CSN Bay Area zufolge war die Frau nach eigenen Angaben an einem Pool ausgerutscht und mit dem Kopf auf den Boden aufgeschlagen, wodurch sie das Bewusstsein verlor. Daraufhin soll Brooks sie begraptscht haben, die Untersuchungen laufen. In einem Team-Statement hieß es: "Die San Francisco 49ers sind über den Bericht im Bilde. Wir waren enttäuscht, von diesem Vorfall zu erfahren und behalten die Situation im Auge." McDonald wurde nach dem Vorwurf entlassen, er unterschrieb in der Offseason in Chicago.

Spikes zurück zu Pats? Brandon Spikes kehrt womöglich zurück nach New England. Nachdem er im Vorjahr von den Pats für ein Jahr zu den Buffalo Bills gewechselt war, startete der 27-Jährige am Mittwoch seine Gespräche mit den Vertretern der Patriots. Bill Belichick dürfte Spikes erneut als reinen Run-Stopper verwenden, zusätzlich könnte er hinter Jerod Mayo, Jamie Collins und Dont'a Hightower eines der Top-LB-Corps der Liga komplettieren.

CJ2K will nach Dallas: Die Dallas Cowboys haben sich im Draft überraschend keinen Running Back geholt, damit wäre Stand jetzt wohl Darren McFadden die Nummer-1-Option in Dallas. Ein anderer Ex-Superstar-RB bringt sich jetzt selbst ins Gespräch, bei TMZ erklärte der bei den New York Jets entlassene Chris Johnson: "Ich würde gut nach Dallas passen. Sie brauchen noch wen. Ja. Wir werden das versuchen."

Die Cowboys zeigen bislang aber kein Interesse und scheinen zufrieden damit zu sein, mit McFadden, Joseph Randle, Lance Dunbar und Ryan Williams in die Saison zu gehen. Johnson schuftet derzeit fürs Comeback, nachdem er im März in Florida angeschossen worden war. Dennoch sollen schon mehrere Teams Interesse gezeigt haben.

Alles zur NFL

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung