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Denver Broncos - Indianapolis Colts 13:24

There's a new Sheriff in Town!

Montag, 12.01.2015 | 02:17 Uhr
Andrew Luck ist entwischt, Pass Rusher DeMarcus Ware bleibt im Staub zurück
© getty
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Ist die Karriere von Peyton Manning vorbei? Der 38-jährige Quarterback bot bei der 13:24-Heimniederlage (BOXSCORE) seiner Denver Broncos gegen die Indianapolis eine schwache Leistung und muss sich nun unbequemen Fragen stellen. Im Gegensatz dazu lieferte sein Nachfolger im Colts-Jersey Andrew Luck eine bärenstarke Leistung ab. Die Colts waren in allen Mannschaftsteilen überlegen und reisen nun nach New England.

Nach einem guten Start in die Partie und einer frühen Führung brach die Offense der Broncos völlig ein und konnte im gesamten Spiel nur zwei Third Downs erfolgreich gestalten. Besonders die langen Pässe von Manning (25/45, 187 YDS, TD) segelten ein ums andere Mal über die Köpfe seiner Receiver hinweg. Gleichermaßen legte die Colts-Offensive um Luck (265 YDS, 2 TDs, 2 INTs) einen Zahn zu und zerlegte die hochgelobte Defense, aus Denver, gerade in der Secondary, nach Belieben.

SPOX-Datenanalyse: Der Sheriff und sein Erbe

Mit einer 14:10-Führung ging Indianapolis in die Kabine, mit einem Touchdown von Hakeem Nicks im dritten Viertel zum 21:10 war die Partie mehr oder minder entschieden, weil die Colts danach die Uhr kontrollierten. Neben Manning blamierte sich auch der Pass Rush der Broncos mit null Sacks und null QB-Hits bis auf die Knochen.

Zum AFC-Championship Game reisen die Colts damit am kommenden Sonntag zu den Patriots. Zum gleichen Duell kam es bereits im letzten Jahr, damals gewannen die Pats mit 43:22. Manning hatte zwar angekündigt, seine Karriere fortsetzen zu wollen, aber nach den Leistungen der letzten Wochen wird er das womöglich überdenken, schließlich litt auch seine Gesundheit zuletzt. Außerdem wird es bei den Broncos personell zum Umbruch kommen.

Die Championship Games im Überblick

NFC: Seattle Seahawks - Green Bay Packers (So., 21:05 Uhr)

AFC: New England Patriots - Indianapolis Colts (Mo., 0:40 Uhr)

Die Reaktionen:

Peyton Manning (Quarterback Denver Broncos) über ein mögliches Karriereende: "Ich bin enttäuscht, ich muss das erst mal sacken lassen. Ich kann darauf noch keine eindeutige Antwort geben. Die Colts haben sehr gut gespielt, aber wir hatten unsere Chancen. Ich habe in der zweiten Saisonhälfte nicht so konstant gespielt und kenne die Gründe dafür selbst auch nicht so genau."

Terrance Knighton (Denver Broncos): "Sehr enttäuschend. Wir haben uns einen schlechten Tag für einen schlechten Tag ausgesucht.

Reggie Wayne (Wide Receiver Indianapolis Colts): "War es Mannings letztes Spiel? Weiß nicht. Ich habe mich damit befasst, ob es Reggies letztes Spiel war."

Chuck Pagano (Head Coach Indianapolis Colts): "Die Defense hat einen phänomenalen Job gemacht. In diesem Stadion gegen dieses Team und diesen Quarterback zu gewinnen, das mich verdammt stolz."

Vor dem Kick-Off: Es ist das dritte Aufeinandertreffen von Manning und Luck. Bilanz bisher: 1-1. Beide Teams sind gesund und vermissen keine Leistungsträger. Indy setzt weiter auf Daniel Herron als Running Back, Trent Richardson, den die Colts im letzten Jahr geholt hatten, ist nicht einmal auf der Bank. Die Temperaturen in Denver sind im einstelligen Bereich.

6.: Schnelles Three-and-out der Gäste zu Beginn. Heißt: Manning ist dran. Und der marschiert, nachdem eine Roughing-the-Passer 15 Yards bringt. CJ Anderson darf ein paarmal ran, die meiste Arbeit macht aber Tight End Julius Thomas mit einem Pass über 32 Yards. In der Endzone findet Manning dann dessen Namensvetter Demaryius in der Ecke. DT hat damit in fünf Playoff-Spielen in Serie einen TD verbucht. 7:0 Broncos.

16.: Punts auf beiden Seiten, dann läuft es bei den Colts: Luck findet T.Y. Hilton gleich zweimal für insgesamt 43 Yards. Den Rest erledigt dann Running Back "Boom" Herron. Touchdown, Ausgleich! 7:7.

ANALYSE Einbeiniger Rogers genügt gegen Cowboys

19.: Fumble! Colts-Rookie Jonathan Newsome mit dem Blitzangriff über links, die O-Line ist überrumpelt. Der Rusher springt Manning hinterrücks an und schlägt ihm den Ball aus der Hand, sein Teamkollege Jerrell Freeman hat ihn sicher. Damit ist ein guter Drive der Broncos gestoppt. Weiter 7:7.

23.: Spiel erst einmal gedreht! Nach dem Fumble ziehen die Gäste los - und Luck ist einfach nicht zu halten: Immer wieder entwischt er dem Pass Rush und findet freie Receiver. Dazu tut ihm die Broncos-Secondary mit mehreren Penalties auch den einen oder anderen Gefallen. Am Ende ist es Tight End Dwayne Allen, der einen kurzen Pass in der Endzone fängt. 14:7 Colts.

28.: Nachdem der sonst so zuverlässige Adam Vinatieri einen Field-Goal-Versuch für die Colts neben den rechten Pfosten setzt, ist Manning an der Reihe. Aber dem misslingt bisher jeder lange Wurf, wenn man vom ersten Pass auf Thomas absieht: Ein Overthrow nach dem anderen! So puntet der Gastgeber, es bleibt beim 14:7 Indianapolis.

30.: Bei third-and-long leistet sich Andrew Luck seinen ersten echten Fehler: Ein langer Pass auf Donte Moncrief gerät zu kurz, knapp hinter der Mittellinie fängt den Cornerback Bradley Roby ab. So gelingt den Hausherren kurz vor Schluss noch ein Field Goal. Halbzeit, 14:10 Indianapolis.

37.: Wird das eine klare Sache hier? Andrew Luck macht gegen diese Defense, was er will, weil der Pass Rush überhaupt nicht zu ihm durchkommt. Zeit ohne Ende, da findet er seine Receiver. Zuerst bei third-and-16, dann in der Redzone: Hakeem Nicks fängt den 15-Yard-Pass zum Touchdown! Die Colts strotzen vor Selbstbewusstsein, den Broncos gelingt nichts! 21:10 Colts.

Broncos - Colts: Die Partie im Re-Live

40.: Es wird heiß! Nach einem weiteren three-and-out gehen die Broncos unter lauten Buhrufen vom Feld. Der Punt wird von Returner Cribbs nach einem harten Hit fallen lassen, aber der Fumble nach Video-Review überstimmt. Kann man diskutieren. Wenig später wirft Luck den zweiten Pick des Abends. Fällt der Denver-Offense nun etwas ein? Weiter 21:10 Indy.

47.: Ein langer Drive der Broncos endet mit einem Field Goal, danach zwingt man Luck zu drei Incompletions in Folge. Ein letztes Aufbäumen? 21:13 Colts?

55.: Sieht nicht so aus! Die Broncos holen in ihrem Drive nur drei Yards, zu allem Überfluss ist es dann auch noch ein schlechter Punt von Colquitt. Also sind die Gäste dran: Ein 13-Play-Drive, darunter neun Runs, nehmen unglaubliche acht Minuten von der Uhr. Dann trifft Vinatieri - das sollte eigentlich schon die Entscheidung sein. 24:13 Indianapolis.

58.: Und das war's dann auch! Der Denver-Drive stoppt knapp über der Mittellinie, bei vierten Versuch fehlt Anderson ein halbes Yard. Denver tritt den Ball ab, hier passiert nichts mehr.

Der Star des Spiels: Andrew Luck. Dürfte man sich einen Quarterback für die nächsten zehn bis 15 Jahre aussuchen, wohl jeder würde Luck wählen. Aber der 25-Jährige gehört auch heute schon zu den besten QBs der Liga: Starker Arm, mit Übersicht, mobil gegen den Pass Rush - es war ein fast perfektes Spiel von Luck. Die zwei Interceptions stören zwar, allerdings warf er die jeweils tief bei third-and-long. Es handelte sich also mehr oder weniger um Punts.

Adam Vinatieri im Porträt: Mister Clutch

Der Flop des Spiels: Peyton Manning. Hier könnte man eigentlich auch den Pass Rush der Broncos nominieren. Oder - mit wenigen Ausnahmen - ihre Secondary. Oder die Offensive Line. Alle lieferten grausame Leistungen ab, aber die wichtigste Figur ist nunmal der Quarterback. Manning kam nach der ersten Serie einfach nie in den Rhythmus, die langen Pässe waren mehr als ungenau. Vom MVP der letzten Saison war nichts mehr zu sehen, stattdessen spielte an diesem Abend ein 38-Jähriger mit vier Operationen am Nacken. Der ein First Down nicht erlaufen wollte, obwohl weit in breit kein einziger Gegenspieler zu sehen war.

Das fiel auf:

  • Am auffälligsten waren, gerade in der ersten Hälfte, die schwachen langen Bälle von Manning. Ein Zyniker würde sagen, man hätte ihm so lange Pässe überhaupt nicht mehr zugetraut. Stattdessen waren die Pässe lang, aber extrem ungenau (6/21) und immer wieder zu lang, womöglich um auf Nummer sicher zu gehen. Das spricht nicht dafür, dass sein Arm noch gut ist, bzw. er diesem vertraut. Schon in der ersten Halbzeit kam der QB auf ganze acht Overthrows.
  • Daraus ergab sich eine Kettenreaktion im Spiel der Broncos - und der Colts. Weil sie keine Angst vor dem Deep Ball hatten, pressten die Corner und Linebacker an der Line of Scrimmage und stellten so die kurzen Routen und das Screen Game der Broncos vor Schwierigkeiten. Gleichzeitig war so noch weniger Platz für C.J. Anderson. Kurze Runs führten so zu third-and-long-Situationen, etc.
  • Die Offensive Line der Colts war zuvor als Schwachpunkt ausgemacht worden. Stattdessen hatte die Line, die zum ersten Mal seit langem die gleich Formation wie in der Vorwoche aufbieten konnte, den Pass Rush von Denver komplett im Griff. Das lag auch am starken Spiel und der Antizipation von Luck, aber Von Miller und DeMarcus Ware enttäuschten mindestens genauso sehr wie Manning.
  • Die Partie erinnerte nach den ersten Minuten frappierend an den Super Bowl im vergangenen Februar: Während bei den Broncos nichts funktionierte - auch John Fox verlor das Coaching-Duell klar gegen Chuck Pagano - , lieferten gefühlt alle Colts das Spiel der Saison, wenn nicht sogar ihres Lebens ab. Der Pass Rush, auf dem Papier schwach, sackte Manning zweimal, dazu kam der wichtige Fumble. Die Secondary ließ die Receiver zwar bei Deep Balls manchmal entwischen, hatte aber bei kurzen Routen alles im Griff und zeigte starke Coverage.
  • Dazu fielen die enorm wichtigen Kleinigkeiten ins Auge: Runs, die vier statt einen Yard brachten. Perfektes Tackling - die Broncos wurden fast immer vom ersten Mann gestellt. Gute Punts. Vielleicht etwas Glück beim Muffed Punt von Cribbs, der ein Wendepunkt hätte sein können.

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