Donnerstag, 22.03.2012

March Madness in der NFL

1 Jahr Sperre für Payton - Tebow-Trade fix

Nach Peyton Mannings Wechsel zu den Broncos folgt der nächste Hammer in der NFL: Saints-Coach Sean Payton wird für ein Jahr gesperrt. Tim Tebows Wechsel zu den New York Jets hing plötzlich in der Schwebe, ist aber jetzt doch perfekt.

Sean Payton wird für ein Jahr gesperrt. Er darf damit gar keinen Kontakt zum Team haben
© Getty
Sean Payton wird für ein Jahr gesperrt. Er darf damit gar keinen Kontakt zum Team haben

Sean Payton ein Jahr gesperrt: Die NFL ist zu einem Ergebnis in der Untersuchung der Kopfgeld-Affäre der New Orleans Saints für Verletzungen von Gegenspielern gekommen. Commissioner Roger Goodell bestrafte Head Coach Sean Payton mit einer Sperre von einem Jahr, die am 1. April beginnen wird. Zudem wird der damalige Defensive Coordinator des Teams, Gregg Williams, auf unbestimmte Zeit aus der Liga ausgeschlossen. Er hatte mittlerweile den gleichen Posten bei den St. Louis Rams übernommen.

Zudem wurde Saints-General-Manager Mickey Loomis für die ersten acht Spiele der kommenden Saison suspendiert, während Assistant Head Coach Joe Vitt die ersten sechs Spiele aussetzen muss. Zusätzlich muss das Team eine Geldstrafe in Höhe von 500.000 US-Dollar zahlen und verliert seine Zweitrundenpicks in den nächsten zwei Drafts.

Die NFL hatte in Erfahrung gebracht, dass es bei den Saints in den Jahren 2009 bis 2011 üblich war, teaminterne Prämien in der Defense für die Verletzung von Gegenspielern auszuloben. Dabei sollen mitunter bis zu 50.000 Dollar im Jahr geflossen sein.

Goodell erklärte die Entscheidung so: "Wir sind alle verantwortlich für die Gesundheit und Sicherheit der Spieler und die Integrität des Spiels. Wir werden kein Verhalten tolerieren, das diese Prioritäten untergräbt. Niemand steht über dem Spiel oder über den Regeln. Der Respekt für das Spiel und die beteiligten Menschen wird nicht gefährdet."

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Die Marktforscher von Nielsen fragten die NFL-Fans, welche Spieler sie am wenigsten mögen. Platz 9: Jeremy Shockey, Tight End der Carolina Panthers. Sein sogenannter "Pct. Dislike": 29 Prozent
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Die Marktforscher von Nielsen fragten die NFL-Fans, welche Spieler sie am wenigsten mögen. Platz 9: Jeremy Shockey, Tight End der Carolina Panthers. Sein sogenannter "Pct. Dislike": 29 Prozent
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Platz 9: Tony Romo, Quarterback der Dallas Cowboys. "Pct. Dislike": 29 Prozent
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Platz 8: Carson Palmer, Quarterback der Arizona Cardinals. "Pct. Dislike": 31 Prozent
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Platz 7: Vince Young, Quarterback der Philadelphia Eagles. "Pct. Dislike": 32 Prozent
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Platz 6: Chad Ochocinco, Wide Receiver der New England Patriots. "Pct. Dislike": 35 Prozent
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Platz 5: Jay Cutler, Quarterback der Chicago Bears. "Pct. Dislike": 38 Prozent
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Platz 4: Albert Haynesworth, seit kurzem nicht mehr bei den Pats, sondern als Defensive Tackle bei den Tampa Bay Buccaneers."Pct. Dislike": 46 Prozent
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Platz 4: Albert Haynesworth, seit kurzem nicht mehr bei den Pats, sondern als Defensive Tackle bei den Tampa Bay Buccaneers."Pct. Dislike": 46 Prozent
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Platz 3: Ben Roethlisberger, Quarterback der Pittsburgh Steelers. "Pct. Dislike": 49 Prozent
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Platz 2: Plaxico Burress, Ex-Knacki und Wide Receiver der New York Jets. "Pct. Dislike": 56 Prozent
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Platz 1: Michael Vick, Ex-Knacki und Quarterback der Philadelphia Eagles. "Pct. Dislike": 60 Prozent! Verdiente sich die zweifelhafte Ehre u.a. durch seine Beteiligung bei illegalen Hundekämpfen
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Er fuhr fort: "Eine Kombination aus mehreren Elementen machte diese Angelegenheit besonders ungewöhnlich und unerhört. Wenn man über drei Jahre lang mit dem Ziel ins Spiel geht, Spieler zu verletzen und dafür belohnt zu werden und der Trainerstab daran beteiligt ist, alles drei Jahre lang abgestritten wird und Regeln bewusst nicht respektiert werden, dann muss eine starke Message gesendet werden: So ein Verhalten ist komplett inakzeptabel und hat im Spiel keinen Platz."

Die Strafen bedeuten, dass die Protagonisten für die Zeit der Suspendierung keinerlei Kontakt zur Organisation haben dürfen. Sie dürfen nicht den Teamkomplex betreten, sie dürfen im Grunde nicht ihren Beruf ausüben.

Die Saints stehen nun vor der Frage, wer ihre Geschicke ab April leiten soll. Ende April steht der NFL-Draft an und keiner der bestraften Akteure wird dafür zugegen sein. Sie brauchen vor allem einen neuen Head Coach, der bereit ist, nach einem Jahr wieder abzutreten.

Was die 22 bis 27 Spieler angeht, die an der Geschichte beteiligt waren, so könnten diese ebenfalls noch einzeln belangt werden. Hiermit wird sich die Liga zu einem späteren Zeitpunkt befassen.

Tebow zu den Jets: Mit der Ankunft von Peyton Manning in Denver war es klar, dass Tim Tebow bei den Broncos wohl keine Zukunft mehr haben würde. Die Frage war nur, wer den Quarterback verpflichten wolle. Einige Teams zeigten Interesse, das Rennen machten am Ende die New York Jets.

Nachdem sich beide Team quasi schon einig waren, gab es zwischendurch doch noch Probleme: Die Broncos forderten, dass die Jets ihnen die bereits im Voraus geleisteten Gehaltszahlungen an Tebow in Höhe von ca. fünf Millionen Dollar zurückzahlen sollen. Es geht hierbei um die Spielzeiten 2012, 2013 und 2014. Anscheinend ist genau dies Inhalt von Tebows Vertrag. Im Falle eines Trades ist das neue Team dazu verpflichtet, den Broncos die vorausgezahlten Beträge zurückzuerstatten.

New York schloss offenbar den Deal ab, ohne überhaupt einen Blick auf den Vertrag des 24-Jährigen geworfen zu haben. Sie gingen sogar soweit, den Deal auf ihrer Twitter-Page zu verkünden. Am Ende einigte man sich darauf, sich die Kosten zu teilen.

Die Jets schicken für Tebow also zwei 2012er Draftpicks nach Colorado: Den der vierten und den der sechsten Runde. Tebow wurde im Draft 2010 noch für einen Erstrundenpick gezogen.

Die Jets setzten sich dem Vernehmen nach in erster Linie gegen die Jacksonville Jaguars durch, die Tebow wohl hauptsächlich dazu geholt hätten, ihr Stadion regelmäßig zu füllen. Der QB ist in Jacksonville aufgewachsen und ging auf die University of Florida, wo er zum Superstar wurde. Die Jags boten den Broncos angeblich einen Viertrundenpick und wären bereit gewesen, den Großteil der fraglichen 5 Millionen zu zahlen, aber Denver gefiel das Angebot der Jets besser. Und Tebow selbst wollte lieber nach New York getradet werden.

In New York soll Tebow wohl nur in der Wildcat-Offense eingesetzt werden, der Starter dürfte Mark Sanchez bleiben, welcher gerade erst eine teure Vertragsverlängerung unterzeichnet hatte. Was passiert, wenn Sanchez schwach spielt, dürfte aber jedem klar sein.

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