Dallas Mavericks - Minnesota Timberwolves 122:123 OT

Rubio verzaubert die Mavericks

Von Philipp Dornhegge
Donnerstag, 20.03.2014 | 04:39 Uhr
Ricky Rubio war vorne und hinten der zentrale Spieler der Minnesota Timberwolves
© getty
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Nach zuletzt drei Siegen in Folge haben die Dallas Mavericks (41-28) eine empfindliche Niederlage gegen die Minnesota Timberwolves (34-32) kassiert. Beim 122:123 nach Overtime (BOXSCORE) machte Dirk Nowitzki eine weitgehend schwache Partie.

Der Deutsche brachte die Mavs zwar mit einem Jumper kurz vor Ende der Overtime mit 122:121 in Führung, ansonsten haderte Nowitzki aber den ganzen Abend mit seinem Wurf (11/27 Field Goals).

Monta Ellis (22) wiederum kämpfte fast die gesamte Spielzeit über mit Foulproblemen, traf in der Schlussphase der regulären Spielzeit aber drei Dreier und rettete Dallas in die Verlängerung. Die Texaner hatten wenige Minuten vor Schluss noch mit 12 Punkten hinten gelegen.

Im zweiten Viertel hatte der Rückstand sogar bereits 22 Punkten betragen, ehe die Defense besser wurde und die Mavs sich noch vor der Halbzeit wieder auf 3 Punkte herankämpfen konnten.

Beste Spieler der Mavericks waren Shawn Marion (16 Punkte, 11 Rebounds, 5 Assists), Vince Carter (14) und Devin Harris (13).

Zum Topscorer der Partie avancierte indes Kevin Love (35), der mit 8 Rebounds zwar ein Double-Double verpasste, aber per butterweichem Floater für den Siegtreffer sorgte. Überragender Spieler der Wolves war jedoch Ricky Rubio mit einem Triple-Double (22 Punkte, 10 Rebounds, 15 Assists) und 4 Steals.

Rookie Gorgui Dieng gelang ein Double-Double (10 Punkte, 11 Rebounds), dazu punkteten Kevin Martin (19), J.J, Barea (15) und Corey Brewer (13) zweistellig. Sollte Minnesota entgegen der aktuellen Aussichten noch mal ins Rennen um die Playoff-Plätze im Westen eingreifen können, hätten die Wolves jetzt immerhin die Saison-Serie gegen die Mavs mit 3-1 gewonnen.

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Die Reaktionen:

Dirk Nowitzki (Mavericks): "Ich hab's heute einfach nicht gebacken gekriegt. Es fühlt sich wie eine Playoff-Niederlage an, das ist schon richtig hart. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll."

Ricky Rubio (Timberwolves): "Das war ein wichtiges Spiel gegen einen Gegner, der wie wir um die Playoffs kämpft. Wir hoffen, dass wir sie noch einholen können."

Rick Carlisle (Trainer Mavericks): "Sie waren aggressiv, wir waren schlampig. Das erste Viertel war der größte Faktor im ganzen Spiel."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Mavs schicken ihre gewohnte Starting Five ins Rennen: Calderon, Ellis, Marion, Nowitzki und Dalembert beginnen. Bei den Wolves kommt der Rookie Dieng neben Rubio, Martin, Brewer und Love zu seinem zweiten Einsatz von Beginn an. Beim Sieg über Sacramento hatte der Center mit einem Double-Double und 5 Blocks überzeugen können. Pekovic fällt weiter aus.

3.: Dieng hält am eigenen Brett gut gegen Dalembert dagegen und verhindert den Offensivrebound. Der Ball landet bei Rubio, der Spanier wiederum feuert blitzschnell einen Fullcourt-Pass zu Love, der nach Nowitzkis Dreier sofort durchgestartet war. Leichte Punkte - und eine frühe 9:5-Führung der Wolves.

8.: Nowitzki sitzt mit 2 Ballverlusten und 2 Fouls auf der Bank. Doch der Rest der Mavs kommt langsam in Fahrt: Ein Ballgewinn führt zum Fastbreak, vorne legt Marion zurück auf Dalembert für einen leichten Dunk. Dieng ist beim 1-gegen-3 chancenlos. Nur noch 19:15 Timberwolves.

11.: Wow, die Mavs haben überhaupt keine Ballkontrolle! Zwei Steals führen zu zwei ganz leichten Brewer-Dunks, der Vorsprung der Gäste ist innerhalb weniger Minuten auf 32:19 angewachsen.

14.: Das erste Viertel der Mavs war schlecht, das zweite geht mit einem 9:0-Lauf der Wolves los. 46:24, das Spiel droht Dallas schon früh zu entgleiten.

19.: Jetzt kommt Nowitzki! Der Deutsche krönt mit einem Layup einen 8:0-Run der Mavs und verkürzt auf 36:50. Barea kontert per Dreier, aber die Mavs sind jetzt da: Marion, Calderon und Ellis legen den nächsten Lauf hin. Nur noch 43:53!

22.: Schon wieder ein Ballverlust, schon wieder ein Mavs-Fastbreak! Calderon schnappt sich Rubios Bodenpass, schickt Marion auf die Reise - und der nimmt Crowder mit. Der Forward lässt es krachen, und verkürzt auf 52:55.

28.: Dallas startet aggressiv in die zweite Hälfte und wirkt viel wacher als zu Beginn des Spiels. Trotzdem legt Minnesota den ersten Lauf hin und führt nach Diengs Putback 75:65. Der Rookie steht bereits bei 11 Rebounds.

32.: Super Fake unterm Korb von Nowitzki, mit dem er Dieng aussteigen lässt und das Foul zieht. Aber dann versemmelt er den sicheren Layup, statt einem Dreipunktspiel vergibt Nowitzki auch noch einen von zwei Freiwürfen und kann nur auf 74:80 verkürzen. Anschließend bekommt Ellis sein viertes Foul und ein technisches obendrauf. Martin erhöht wieder auf 83:74, es läuft viel gegen die Mavs.

39.: Ellis ist wieder da, kann aber sofort wieder Platz nehmen. Denn bei seiner ersten nennenswerten Szene nach langer Pause begeht er ein Offensivfoul gegen Rubio und steht bei 5 Fouls. Die Mavs liegen weiter zurück, 89:95.

41.: Rubio zunächst mit dem Dreipunktspiel gegen Calderon, danach spielt er einen weiteren Assist, diesmal für einen Hummel-Dreier. Es steht 104:92, Nowitzki sitzt draußen. Geht's jetzt dahin für die Mavs?

48.: Was zur Hölle ist hier passiert?! Ellis nagelt aus dem Nichts drei Dreier in Serie in den Ring und bringt die Mavs mit 113:111 in Führung. Zum ersten Mal nach 5:4! Die Fans laufen Amok, die Wolves stehen neben sich. Rubio bleibt in der Folge jedoch an der Linie sicher, es geht in die Overtime!

53.: Hier geht's hin und her! Nowitzki trifft endlich mal wieder einen Wurf, und der ist zum 122:121 und damit ganz wichtig! Doch Love kontert und scort gegen drei Mann. Die Wolves sind vorn, und die Mavs bekommen keinen guten Wurf mehr. Minnesota gewinnt!!!

Dallas Mavericks vs. Minnesota Timberwolves: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Ricky Rubio. Der Spanier wird angesichts seines miesen Wurfs mittlerweile so stark kritisiert, dass man geneigt ist zu vergessen, wie gut er jeden anderen Aspekt des Spiels beherrscht. Im vierten Saisonduell mit Dallas zeigte Rubio mal wieder sein gesamtes Repertoire, indem er zum Korb zog und punktete, reboundete und eine Vielzahl vorzüglich getimter Pässe spielte.

Und in der Defense sammelte er 4 Steals ein. Mit 22 Punkten, 10 Rebounds und 15 Assists gewann er das spanisch-spanische Duell gegen Jose Calderon klar, der Mavs-Spielmacher bekam den Denkzettel, indem er die gesamte Crunchtime zuschauen musste.

Der Flop des Spiels: Dirk Nowitzki. Seinen Clutch-Jumper kurz vor Ende in allen Ehren, doch Nowitzkis Abend an sich war einer der Hauptgründe dafür, dass die Mavs überhaupt diesen Wurf brauchten.

Denn über weite Strecken lief das Spiel völlig am deutschen Superstar vorbei, selbst offene Würfe wollten nicht fallen (u.a. 0/7 Dreier). Am Ende brauchte Nowitzki für seine 27 Punkte 27 Würfe (11 Treffer) und hatte fast genauso viele Ballverluste auf dem Konto wie Rebounds (2 zu 3).

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Das fiel auf:

  • Vor dem vierten Duell der beiden Teams stand die Saisonbilanz bei 2-1 zugunsten der Wolves. Den einzigen Sieg fuhren die Mavs auch und vor allem deshalb ein, weil Marion in der letzten Sekunde des dritten Spiels Love beim Dreier stoppte und so eine mögliche Overtime verhinderte. Die Schiedsrichter übersahen das klare Foul, die Liga gestand nach Spielschluss ein, dass die Unparteiischen einen Fehler gemacht hatten. Diesmal ging alles mit rechten Dingen zu - auch wenn Monta Ellis das hier und da anders gesehen haben mag.
  • Gorgui Dieng sah über weite Strecken der bisherigen Saison kaum Spielzeit. Mit der erneuten Verletzung von Nik Pekovic (und dem gleichzeitigen Fehlen Ronny Turiafs) bekommt der Rookie endlich die ersehnten Minuten - und zahlt mit Leistung zurück: Nach seinem starken Starting-Five-Debüt gegen die Kings (12 Punkte, 11 Rebounds, 5 Blocks) kam der Senegalese gegen Dallas auf das nächste Double-Double (10 Punkte, 11 Rebounds). Dabei hatte der NCAA-Champ von 2013 (Louisville) zwar noch das typische Greenhorn-Problem, dass er sich beim Rebound zu sehr auf seine Athletik verlässt und zu wenig konsequent ausboxt, doch auch mit seinen Mitteln ist Dieng schon jetzt ein sehr kompetenter Rim Protector. Und im Grunde exakt die Art von Spieler, die Minnesotas Defense fehlte. Foul- und Matchup-Probleme verhinderten in der Schlussphase, dass Dieng sogar noch mehr zeigen konnte.
  • Die Mavs haben Coach Rick Carlisle mit Sicherheit schon mehr als einmal in diesem Jahr in den Wahnsinn getrieben. Der Start gegen Minnesota war allerdings besonders ärgerlich. Die Mavs ließen in der Defense anfangs jegliche Aggressivität vermissen, Rubio konnte als Dirigent nach Belieben schalten und walten. Die Transition Defense war nicht existent, dazu kamen haarsträubende Turnover. Carlisle musste bereits im ersten Viertel drei Auszeiten verbraten.
  • Was über circa 15 Minuten grottenschlecht war, verkehrte Dallas noch vor der Halbzeitpause ins Gegenteil: Nachdem die Wolves immer wieder Defense in Offense umgemünzt und so 17 Fastbreak-Punkte sowie 34 Punkte in der Zone verbucht hatten, war es im zweiten Viertel Dallas, das die Schrauben in der Verteidigung anzog und so wiederholt ins Laufen kam (12 Fastbreak-Punkte). Ausgerechnet Vince Carter fiel dadurch auf, dass er immer wieder als Help Defender die Penetration stoppte und so Gegenangriffe einleitete.
  • Noch immer wird Kevin Love zu wenig dafür gelobt, dass er sein Low-Post-Spiel stetig verbessert. War der Power Forward zu Beginn seiner Karriere vor allem ein Mann für Jump Shots und Putbacks nach Offensivrebounds, wühlt Love inzwischen sehr erfolgreich am Zonenrand. Besonders sein Geduld und der effektive Up-and-Under-Move gefallen.
  • Es wäre interessant zu hören, wie genau der Gameplan der Mavs gegen Rubio ausgesehen hat. Einem der schlechtesten Werfer der Liga hätte man durchaus an der Dreierlinie Platz lassen können. Stattdessen stand ihm Jose Calderon (und später Devin Harris) viel zu sehr auf den Füßen herum und förderte damit Rubios Stärke, den Zug zum Korb. Nun könnte man argumentieren, dass man dem Spanier mit einer engen Verteidigung die Passoptionen nehmen wollte. Doch 15 Assists belegen, dass auch dieser Plan keineswegs aufging.
  • Vince Carter erzielte zwar "nur" 14 Punkte, dennoch drückte er dem Spiel aus Mavs-Sicht über 46 Minuten stärker seinen Stempel auf als jeder andere. Seinem Einsatz war es zu verdanken, dass Dallas ab dem zweiten Viertel viel besser verteidigte - das allein darf als Auszeichnung verstanden werden, immerhin galt Carter zu keinem Zeitpunkt seiner Karriere als übermäßig starker Verteidiger. Dazu traf Carter zur Halbzeit einen enorm wichtigen Dreier und behielt in einer ähnlichen Situation zum Ende des dritten Viertels die Übersicht, als er aus der Wurfbewegung heraus mustergültig Wright bediente.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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