Oklahoma City Thunder - Dallas Mavericks 112:91

Mavs-Debakel bei Nowitzki-Rückkehr

Von Martin Gödderz
Dienstag, 05.02.2013 | 04:59 Uhr
Dirk Nowitki (r.) feierte sein Comeback, konnte Kevin Durant (l.) allerdings nicht aufhalten
© Getty
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Dirk Nowitzki kehrte nach seiner Verletzungspause wieder zurück in die Starting Five der Dallas Mavericks (20-28), machte aber ein schwaches Spiel und ging mit dem ganzen Team 91:112 bei den Oklahoma City Thunder (36-12) unter. Knackpunkt waren wieder einmal die Ballverluste.

Zweimal trafen die Dallas Mavericks in dieser Saison bereits auf die Oklahoma City Thunder. In beiden Spielen verlangte Dallas dem amtierenden Western Conference Champion alles ab und verlor die jeweiligen Spiele denkbar knapp in der Overtime.

Dies war heute nicht der Fall. Eigentlich war das Spiel schon zur Halbzeit entschieden, als die Thunder bereits mit 24 Punkten Unterschied führten.

Dirk Nowitzki tat sich wie das gesamte Team extrem schwer in der Offensive und kam am Ende lediglich auf 10 Punkte (3/11 FG, 0/3 Dreier) und 3 Rebounds. Außer Nowitzki scorten nur zwei Mavericks zweistellig.

Während Jae Crowder (10 Punkte, 3/11 FG) nahezu identische Zahlen wie Nowitzki aufwies, war Shawn Marion der einzige Spieler der Mavs, der sich bis zum Ende gegen die Niederlage stemmte. Am Ende standen starke 23 Punkte (10/14 FG), 3 Steals und 2 Blocks für den Small Forward zu Buche. O.J. Mayo (8 Punkte, 6 Assists, 5 Turnovers) und Darren Collison (8 Punkte, 4 Assists) konnten das Spiel der Mavericks zu keiner Zeit positiv beeinflussen.

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Russell Westbrook, der im letzten Viertel nicht mehr aufs Spielfeld zurückkehren musste, war mit 24 Punkten (8/16 FG) der Top-Scorer der Begegnung. Daneben sammelte der Point Guard 7 Assists und 3 Steals. Kevin Durant konnte sich dezent zurückhalten. Der Superstar nahm nur 11 Würfe, erzielte dennoch ein Double Double (19 Punkte, 10 Rebounds). Kevin Martin steuerte von der Bank 17 Punkte bei, Serge Ibaka kam am Ende auf 12 Punkte und 5 Rebounds.

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Die Reaktionen:

Rick Carlisle (Trainer Dallas Mavericks): "Wir haben keinerlei Entschuldigungen. Wir haben zwei Tage Zeit, uns auszuruhen. Wir waren für zwei Tage in Phoenix. Vielleicht lässt dich diese Luft besser fühlen. Aber ich denke, wenn du diese Thunder aufs offene Feld schickst mit so katastrophalen Ballverlusten, dann lassen sie dich eben schlecht aussehen. Ich denke das war es vor allen Dingen."

Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks): "Ein gutes Team antwortet gewöhnlich auf solche Niederlagen. Ich erinnere mich, das wir mal einmal so waren. Es bringt uns immer in Probleme, wenn wir den Ball verlieren. Wir sind nicht gut, wenn wir nicht zurückgehen können und unsere Defensive aufstellen können. Das ist für uns wirklich ein Rezept fürs Desaster. Aber auch als wir unsere Verteidigung gestellt hatten, haben wir nichts auf die Reihe bekommen. Sie haben bekommen, was immer sie wollten. Sie haben Dreier gemacht, Layups und gute Backdoor-Cuts. Wir haben dem Ball nur zugesehen."

Kevin Durant (Oklahoma City Thunder): "Das letzte Mal, als sie hierher kamen, haben sie uns früh ins Gesicht geschlagen. Ich habe den Jungs gesagt, dass wir heute die ersten Schläger sein müssen und sie sind mit jeder Menge Energie herausgekommen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Nowitzki ist nach seiner Verletzungspause wieder zurück in die Starting Five. Dort fehlt Chris Kaman weiterhin verletzungsbedingt. Daraus ergibt sich folgende erste Fünf: Collison, Mayo, Marion, Nowitzki, James. Auch Carter fehlt aufgrund einer Krankheit.

Die Thunder können auf ihr vermeintlich bestes Team zurückgreifen. Westbrook, Sefolosha, Durant, Ibaka und Perkins - diese fünf Spieler, die heute beginnen, stehen in fast jedem Spiel von Anfang an auf dem Feld.

4.: Die Mavericks sind in der Defensive früh sehr wachsam. Nowitzki und Marion schon mit schönen Blocks gegen Russell Westbrook. Dafür hat sich Dallas offensiv aber auch schon wieder zwei Ballverluste geleistet. Die bringen den Thunder leichte Fastbreak-Punkte und somit den ersten kleinen Vorsprung. 11:6 Thunder.

9.: Das darf einfach nicht sein. Mike James trägt in aller Ruhe den Ball nach vorne, will dabei leicht gegen Westbrook aufposten. Der stiehlt ihm mit einer Leichtigkeit den Ball, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Nächste leichte Fastbreak-Punkte der Thunder, die abgesehen davon offensiv noch nicht am Laufen sind (6/15 FG). Ganz anders die Mavs, die bislang 73 Prozent ihrer Feldwürfe verwandeln konnten. 22:22.

15.: Durant darf jetzt in der Offensive machen, was er will. Völlig frei zieht er von der Baseline zum Korb und wird beim Slam Dunk nur halbherzig von Wright gefoult und macht natürlich den And One. Auf der Gegenseite blockt Thabeet Mayo beim Korblegerversuch. OKC zieht so langsam weg. 37:26 Thunder.

20.: Die Mavs sind jetzt völlig von der Rolle. In der Offensive bekommen sie kaum noch einen Wurf in Richtung Korb und ersticken unter dem Druck der Thunder-Verteidigung. Die überrollen Dallas dafür auf der anderen Seite des Feldes. 57:34 Thunder. Nahezu die gleiche Differenz in Fastbreak-Punkten: 21:2 steht es da für Oklahoma City.

24.: Die Mavs beenden das Viertel bezeichnenderweise mit einem Turnover. Die nackten Zahlen zum zweiten Viertel? Die Thunder mit 14 von 19 verwandelten Feldwürfen (Mavs: 9/23). Das alleine reicht, um dieses Viertel mit 39:22 zu gewinnen.

30.: Was macht Nowitzki eigentlich so? Erst wirft er einen Air Ball nach Fade Away aus dem Halbfeld. Kurz danach wird er beim Korblegerversuch von Ibaka geblockt. Dafür verwandelt er aber den Freiwurf nach technischem Foul an Durant. Sein Gegenspieler Ibaka versenkt dafür auf der Gegenseite den Dreier. 79:54 Thunder. Verzweifelt nimmt Carlisle die nächste Auszeit.

36.: Mit Shawn Marion nimmt gegen Ende des dritten Viertels der einzige Mav auf der Bank Platz, der sich in irgendeiner Form gegen die Niederlage stemmt. Auf dem Feld wirft Collison einen Ball, der eigentlich schon im Aus ist, gegen Mayos Körper. Der reagiert nicht so recht. Von seinem Körper trudelt der Ball dann ins Aus. Statt Dallas hat nun aber Oklahoma City Ballbesitz. 92:67 Thunder.

41.: Muss man noch erwähnen, dass dieses Spiel entschieden ist? Perry Jones, DeAndre Liggins und Co erhalten jetzt Spielzeit. Und auch die OKC-Reservisten machen mit Dallas, was sie wollen. Eric Maynor schießt den tiefen Dreier in Jones' Gesicht. 106:76 Thunder.

48.: Vor maximal noch 1.000 Zuschauern haben die Mavericks am Ende einen "Run" hingelegt und verlieren so nur mit 21 Punkten Unterschied. 112:91 Thunder.

Der Star des Spiels: Russell Westbrook. Der Point Guard steht sinnbildlich für die starke und sehr druckvolle Verteidigung Oklahoma Citys. Auch wenn die Mavericks es den Thunder an einigen Stellen sehr leicht machten, führte der extreme Druck, mit dem Westbrook und Co schon von Beginn an den den Spielaufbau unterbanden, zu vielen überhasteten Aktionen. 3 Steals bedeuten den Bestwert bei den Thunder an diesem Abend. Nebenbei fand Westbrook auch offensiv seinen Rhyhthmus, traf 50 Prozent seiner Würfe (8/16 FG), setzte seine Mitspieler gut ein und leistete sich lediglich zwei Ballverluste.

Auch stark: Kevin Martin, der im zweiten und dritten Viertel mehrere wichtige Dreier verwandelte und am Ende ein irrwitziges Plus-Minus-Rating von +31 aufwies sowie Hasheem Thabeet, der drei Blocks sammelte und in der Defensive nicht zu überwinden war.

Der Flop des Spiels: Dirk Nowitzki. Nimmt man den starken Marion einmal weg, könnte hier jeder Spieler der Mavericks stehen. Nowitzki ist eben der eigentliche Leitwolf und steht deswegen, gerade wenn es für das Team schlecht läuft, im Fokus. Derzeit ist der Deutsche aber einfach nicht in der Lage, die Verantwortung zu übernehmen.

Als die Thunder im zweiten Viertel wegzogen, wäre es normalerweise an Nowitzki gewesen, in die Bresche zu springen. Doch der Star der Mavericks traut sich so etwas derzeit nicht zu, er leitete die Bälle in dieser Phase nur weiter, versuchte nicht einmal Punkte zu erzielen. Mit -24 hatte Nowitzki zudem die schlechteste Differenz aller Spieler auf dem Feld.

Analyse: Die Mavericks starteten defensiv hochkonzentriert ins Spiel und verteidigten besonders im Halfcourt stark. Sie durchschauten die Spielzüge der Thunder gut und sammelten im ersten Viertel nicht nur vier Blocks, sondern erlaubten den Thunder auch nur schwere Würfe im Halbfeld. Im krassen Kontrast dazu stand allerdings die Schläfrigkeit an einigen Stellen in der Offensive. Denn auch wenn der offensive Motor zu Beginn gut lief, leistete Dallas sich fünf zum Teil haarsträubende Turnover. Die nutzten die Thunder alleine im ersten Viertel zu 11 Punkten im Schnellangriff.

Statt allerdings die Fehler einzustellen und die gute Verteidigung aufrecht zu erhalten, geschah bei den Mavericks genau das Gegenteil. Die Thunder kamen immer wieder zu einfachen Punkten in der Transition, weil die Mavs ihre Ballverluste einfach nicht unter Kontrolle bekamen (11 zur Halbzeit). Was die Mavericks machten, wenn sie selbst einmal einen Schnellangriff laufen konnten? Sie leisteten sich Schrittfehler (Brand), bei dem sich jeder Highschool-Coach die Haare raufen würde oder spielten den Ball einfach direkt wieder zu Oklahoma City zurück (Mayo).

So überwanden die Thunder ihre anfänglichen Shooting-Probleme und tankten mit jedem einfachen Punkt mehr Selbstvertrauen, so dass irgendwann auch die schwierigen Punkte und der Dreier fielen (5/9 Dreier zur Halbzeit). Die Mavs trafen bis zur Halbzeitpause keinen einzigen Dreier bei sechs Versuchen. Am Ende waren es 3 bei 16 Versuchen. Da machte sich auch das krankheitsbedingte Fehlen von Vince Carter bemerkbar.

Die schwache Dreierquote war allerdings noch das geringste Problem. Mit der Zeit ging Dallas völlig im defensiven Druck der Thunder unter. Abgesehen von Marion besaß kein einziger Maverick so etwas wie einen Rhythmus im Angriff, mehrere Male lieferte man den Ball nur so auf dem Präsentierteller für Blocks von Thabeet, Sefolosha und Ibaka. Es fehlte völlig ein Go-to-Guy, der den Ball mal in die Hand nahm und sich gegen den Druck zur Wehr setzte. Nowitzki ist dafür derzeit nicht fit genug, Mayo wirkte gehemmt.

So war das Spiel schnell entschieden. Die Mavericks kamen mit einem 24-Punkte-Rückstand aus der Halbzeitpause und saugten sich in keinster Weise noch einmal heran. Letztendlich konnte man den unbedingten Willen auch nicht mehr erkennen, eigentlich war das Spiel also zur Halbzeit schon entschieden und auch wenn sich die Mavs am Ende nur drei Ballverluste mehr leisteten als die Thunder (14:11), muss man auf die Schwere der Turnover schauen.

Während die Thunder-Turnover vornehmlich aus der Garbage-Time herrühren und größtenteils nicht schwerwiegend waren, schmissen die Mavs den Ball vor allen Dingen zu den wichtigen Phasen des Spiels in der ersten Hälfte weg und verbauten sich somit zahlreiche gute Situationen.

Nun warten zwei Heimspiele auf Dallas gegen die Blazers und Warriors. Gegen beide verlor Dallas vor Kurzem noch. Auch die Thunder treffen auf die Warriors, danach geht es zweimal gegen die Suns.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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